USA

Kosten steigen auf höchsten Stand seit Ende 2022 US-Einkaufsmanagerindex schwach – „Wirtschaft verliert Momentum“

US-Einkaufsmanagerindex Dezember 2025
Foto: Bloomberg

Soeben wurde der US-Einkaufsmanagerindex für die USA (S&P Global PMI für Dezember) veröffentlicht – einer der besten Gradmesser für die Wirtschaft der USA:

Gesamtindex: 53,0 (Prognose war 53,9; Vormonat war 54,2).

Dienstleistungen: 52,9 (Prognose war 54,0; Vormonat war 54,1).

Verarbeitendes Gewerbe: 51,8 (Prognose 52,0 / Vormonat war 52,2)

Dazu kommentiert Chris Williamson, Chief Business Economist at S&P
Global Market Intelligence (eigene Übersetzung):

„Die vorläufigen PMI-Daten für Dezember deuten darauf hin, dass der jüngste
Wirtschaftsaufschwung an Dynamik verliert. Obwohl die Umfragedaten auf ein annualisiertes BIP-Wachstum von etwa 2,5 % im vierten Quartal hindeuten, hat sich das Wachstum nun seit zwei Monaten verlangsamt. Da das Wachstum der Neuverkäufe insbesondere im Vorfeld der Weihnachtssaison stark nachgelassen hat, könnte sich die Wirtschaftstätigkeit zu Beginn des Jahres 2026 weiter abschwächen. Die Anzeichen für eine Abschwächung sind zudem breit angelegt, da der Zufluss an Aufträgen in der riesigen Dienstleistungswirtschaft nahezu zum Erliegen gekommen ist und gleichzeitig die Fabrikaufträge zum ersten Mal seit einem Jahr zurückgegangen sind.
Während die Hersteller weiterhin eine höhere Produktion melden, deuten die geringeren Umsätze auf ein nicht nachhaltiges Produktionsniveau hin, das gesenkt werden muss, sofern sich die Nachfrage im neuen Jahr nicht wieder belebt. Die Dienstleister meldeten einen der schwächsten Monate für das Umsatzwachstum seit 2023.
„Die Unternehmen haben auch etwas Vertrauen in die Aussichten verloren und
haben ihre Einstellungen im Dezember entsprechend dem schwierigeren Geschäftsumfeld eingeschränkt. Ein Hauptanliegen sind die steigenden Kosten, da die Inflation stark auf den höchsten Stand seit November 2022 gestiegen ist, was zu einem der stärksten Anstiege der Verkaufspreise in den letzten drei Jahren geführt hat. Die höheren Preise werden erneut weitgehend auf Zölle zurückgeführt, wobei sich die anfänglichen Auswirkungen auf das verarbeitende Gewerbe nun zunehmend auf den Dienstleistungssektor ausweiten und das Problem der Bezahlbarkeit verschärfen.“



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