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US-Energiebehörde sieht Öl-Fördermenge in 2018 bei 10 Millionen Barrels pro Tag, API-Daten gemischt

Dies ist erneut ein Hinweis auf die höhere Benzinnachfrage in der beginnenden „Driving Season“ in den USA. Die US-Energiebehörde EIA hat gestern verkündet man prognostiziere weiterhin einen durchschnittliche Öl-Fördermenge von…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Heute um 16:30 Uhr deutscher Zeit ist es wieder so weit. Die immer wichtiger werdenenden Öl-Lagerbestände in den USA werden veröffentlicht. Zuletzt gab es acht Wochen am Stück einen Rückgang der Lagerbestände. Wahrscheinlich gibt es heute die 9. Woche. Denn die gestern Abend veröffentlichten privaten API-Lagerdaten zeigen beim Rohöl ein Minus von 4,62 Millionen Barrels. Gleichzeitig aber zeigen sie ein Plus von 4,08 Millionen Barrels bei den Benzin-Lagerbeständen.

Dies ist erneut ein Hinweis auf die höhere Benzinnachfrage in der beginnenden „Driving Season“ in den USA. Die US-Energiebehörde EIA hat gestern verkündet man prognostiziere weiterhin einen durchschnittliche Öl-Fördermenge von 9,3 Millionen Barrels pro Tag für das laufende Jahr, was man ja jetzt schon erreicht hat. 2016 waren es 8,9 Millionen. Aber: Für 2018 erwarte man 10 Millionen Barrels am Tag. Diese Aussage ist klar und deutlich, und dann auch noch von offizieller Stelle! 10 Millionen, damit spielt man exakt in der selben Liga wie die Saudis.

Also wird es eine deutlich steigende Fördermenge von jetzt bis weit ins nächste Jahr hinein geben. Denn 9,3 und 10 sind ja Durchschnittswerte pro Jahr, von denen die EIA ausgeht. Mit 10 Millionen übertreffe man auch deutlich den Rekord von 9,6 aus dem Jahr 1970, so die EIA. Auf kurze Sicht seien Angebot und Nachfrage relativ ausgeglichen. Der Markt fokussiere sich weiter auf die Lagerbestände, und ob diese abgebaut werden könnten. Für die OPEC geht die EIA von einer leicht steigenden Fördermenge aus, von im Schnitt 32,3 Millionen Barrels pro Tag in 2017 auf 32,8 Millionen in 2018.

Und Katar? Wir hatten es schon angesprochen. Beim Öl spielt das Land eigentlich keine Rolle. Man ist der große Gas-Exporteur, aber eben nicht beim Öl! Wo man früher dachte Unruhe in der Golfregion pusht den Ölpreis, könnte es passieren, dass die politische Nähe Katars zum Iran dazu führt, dass die politisch sehr schwierige Einhaltung der Fördermengenbegrenzung der OPEC beim Öl zerbröseln könnte. Der Iran könnte sich, wenn Katar weiter isoliert bleibt, zusammen mit Katar aus der Mengenkürzung verabschieden, und in Eigenregie volle Kanne auf die Ölpumpe drücken.

Das könnte zügig für mehr Öl-Angebot sorgen, und damit für niedrigere Preise. Obwohl die API-Daten für Rohöl gut für steigende Preise sind, drücken die höheren Benzinlager gegen steigenden Preise, zusammen mit der EIA-Prognose für die USA und der Lage rund um Katar. So liegt der Ölpreis momentan bei 47,66 Dollar (WTI). Blau eingekreist im Chart der Tag der OPEC-Entscheidung zur Verlängerung der Fördermengenkürzungen.

Der WTI-Ölpreis seit November 2016.

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Zinseszinseffekt: So verdoppeln Sie Ihr Depot binnen weniger Jahre – Werbung

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Lieber Börsianer,

Albert Einstein bezeichnete ihn einst als 8. Weltwunder. Für Starinvestor Warren Buffett gilt er als wichtigster Erfolgsfaktor beim Investieren. Die Rede ist vom Zinseszinseffekt. Es kommt nicht von Ungefähr, dass diese beiden Genies dem Zinseszins eine so hohe Bedeutung beimessen. Denn er verhilft selbst bei kleinen investierten Beträgen über einen längeren Zeitraum zu großen Erfolgen. Folgende kleine Geschichte veranschaulicht den Effekt des Zinseszinses:

Die Legende vom Reiskorn

Die beeindruckende Wirkung des Zinseszinseffektes war offenbar bereits den alten Persern bekannt. Von ihnen stammt die Legende vom Reiskorn. In dieser forderte der König seine Untertanen auf ihm die Langeweile zu vertreiben. Wer es schafft, sollte eine Belohnung erhalten.

Ein kluger Höfling brachte dem König daraufhin das Schachspiel bei. Der König war begeistert ob der neuen Zerstreuung und wollte den Höfling belohnen. Dieser sprach: „Ich möchte nichts weiter als ein paar Reiskörner. Ich möchte, dass ihr mir das Schachbrett mit Reis füllt. Legt ein Reiskorn auf das erste Feld und dann auf jedes weitere Feld jeweils die doppelte Anzahl an Reiskörnern.“

Der König wunderte sich über den bescheidenen Wunsch seines Dieners und sagte sogleich die Belohnung zu. Er dachte wohl an ein kleines Säckchen voller Reis. In Wahrheit hätte er aber dank der 64-maligen Verdopplung mehr Reis gebraucht, als auf der ganzen Erde wächst.

Wie ist eine solche Fehleinschätzung möglich?

Das menschliche Gehirn ist nicht besonders gut in Prozentrechnung. Diese Art der Verzinsung ist in unserer Evolutionsgeschichte erst seit wenigen hundert Jahren von Bedeutung. Deshalb unterschätzen wir genau wie der persische König systematisch die Macht des Zinseszinses. Investmentgewinne von 5% locken nur wenige hinter dem Ofen hervor. Doch über einen…..

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Einzelhandelsumsätze boomen in der Coronakrise – bis auf ein Segment

Claudio Kummerfeld

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Leeres Einkaufszentrum als Symbol für die Coronakrise

Wenn man in der Coronakrise schon kein Geld für Restaurants, Theater, Kinos oder Urlaubsreisen ausgeben kann, dann kann man doch immerhin noch sein Haus, seine Wohnung oder den Garten verschönern? Und zuhause gut essen ist ja auch drin. Dementsprechend wandeln sich die Einzelhandelsumsätze in den letzten Monaten.

Unterm Strich geben die Deutschen deutlich mehr aus als noch im Vorjahr, und auch mehr als direkt vor Ausbruch der Coronakrise. Dies wird untermauert durch die vor wenigen Minuten vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Einzelhandelsumsätze für Oktober. Sie steigen im Vergleich zu Oktober 2019 um 8,2 Prozent, und im Vergleich zu Februar 2020 um 5,9 Prozent. Das ist eindeutig. Der Onlinehandel boomt am Stärksten, die Heimwerkermärkte boomen, und auch der Lebensmitteleinzelhandel. Ein klarer Wink hin zu mehr Konsum in den eigenen vier Wänden. Nur der stationäre Einzelhandel mit Bekleidung ist spürbar rückläufig. Klar, wenn man deutlich weniger ausgeht, hat man auch weniger den Drang neue Klamotten zu kaufen. Hier die Detailangaben der Statistiker über die Einzelhandelsumsätze im Wortlaut:

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Oktober 2020 real 7,3 % und nominal 10,3 % mehr um als im Oktober 2019. Dabei lag der Umsatz der Supermärkte, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkte real 7,9 % und nominal 10,9 % über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (wie zum Beispiel der Facheinzelhandel mit Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren oder Getränken) setzte im entsprechenden Vergleich real 3,0 % und nominal 6,5 % mehr um.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im Oktober 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 9,0 % und nominal um 9,4 %. Das größte Umsatzplus mit real 29,8 % und nominal 31,1 % erzielte der Internet- und Versandhandel. Deutlich zugenommen hat auch der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf mit einem realen Plus von 14,2 %. Noch nicht wieder auf dem Vorjahresniveau waren dagegen der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren und der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) mit real -6,4 % und -2,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

Grafik zeigt Einzelhandelsumsätze für Oktober im Detail

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Autoindustrie: Die Stimmung hat sich brutal verfinstert!

Claudio Kummerfeld

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Riesiger Parkplatz mit unzähligen Autos

Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie (Hersteller und Zulieferer) hat sich brutal verfinstert. Laut heute früh veröffentlichten Umfrageergebnissen des ifo-Instituts ist die aktuelle Geschäftslage der Branche zwar noch akzeptabel mit einem Wert von +7,2 Punkten nach -2 Punkten im Oktober. Aber die Geschäftserwartungen der Autoindustrie sinken aktuell dramatisch ab, von +16,3 im Oktober auf -4 Punkte im November! Der Chart zeigt den Absturz der Stimmungslage in der Autoindustrie in den letzten Monaten. Im Moment läuft es noch, aber der Blick in die Zukunft macht die Firmen gegenwärtig nicht glücklich, so ifo aktuell in seiner Headline-Aussage. Weitere Aussagen hier im Wortlaut:

„Im Oktober haben wir einen Einbruch bei den gewerblichen Neuzulassungen gesehen. Das wird sich wahrscheinlich fortsetzen, aufgrund der großen Unsicherheit bei den Unternehmen“, sagt Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien.

Die Unternehmen gaben an, ihre Produktion deutlich drosseln zu wollen. Der Indikator sank von plus 38,6 Punkte auf minus 0,5 Punkte. Die Exporterwartungen fielen deutlich von plus 19,0 Punkten im Oktober auf minus 5,0 Punkte. Auch gab immer noch die Mehrheit der Unternehmen an, die Zahl ihrer Mitarbeiter zu verringern. Der Indikator stieg nur leicht auf minus 34,6 Punkte.

Der Auftragsbestand konnte zuletzt nicht mehr so stark zulegen. Der entsprechende Indikator sank deutlich auf 6,2 Punkte, nach 29,3 im Oktober. Der Bestand im Fertigwarenlager ist allerdings weiterhin geringer als saisonüblich. Der Indikator stieg nur leicht auf minus 4,9 Punkte.

Chart zeigt Verlauf der Geschäftserwartungen der Autoindustrie

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