Die aufgrund des government shutdowns verspätet gemeldeten US-Erzeugerpreise aus dem September, die als Vorbote für Inflation gelten („Pipeline-Inflation“), sind mit +0,3% zum Vormonat wie erwartet ausgefallen (Prognose war +0,3%; Vormonat war +0,3%, nun aber auf +0,6% nach oben revidiert).
Zum Vorjahresmonat sind die Erzeugerpreise mit +2,7% etwas stärker gestiegen als erwartet (Prognose war +2,6%, Vormonat war +3,3%).
In der Kernrate (ohne Nahrung und Energie) sind die Erzeugerpreise mit +0,1% jedoch niedriger ausgefallen (Prognose war +0,2%; Vormonat war -0,1%), und mit +2,6% zum Vorjahresmonat ebenfalls weniger als erwartet gestiegen (Prognose war +2,7%; Vormonat war +2,8%).
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Die US-Einzelhandelsumsätze für den Monat September sind im Monatsvergleich mit +0,2 Prozent in der Headline schwächer als erwartet ausgefallen (Prognose war +0,4 Prozent; Vormonat war +0,6%).
In der Kernrate, ohne Autos und Gas, liegen die Einzelhandelsumsätze bei +0,1 Prozent (Prognose war +0,2%, Vormonat war +0,3%).
Die control group (also der Teil der US-Einzelhandelsumsätze, der direkt in die Berechnung des US-BIP einfließt) liegt sogar bei -0,1 Prozent (Prognose war +0,3%; Vormonat war +0,6 Prozent).
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Marktreaktion: Während die Erzeugerpreise weitgehend im Rahmen der Erwartung waren (man beachte die inzwischen typische deutliche Anhebung des Vormonatswerts!) ist der Konsum doch recht schwach. Kurz zuvor waren die wöchentlichen ADP-Arbeitsmarktdaten mit -13.500 Stellen auch schwach ausgefallen. Obwohl also die Fed dadurch mehr Anlass hat, die Zinsen im Dezember zu senken, steigen die US-Futures nicht – überwiegen die Sorgen um die US-Wirtschaft?
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ADP meldet -13500 Stellen. die staatlichen Stellen melden für September+ 122.000 Stellen. ein Schelm wer sich was dabei denkt.