Konjunkturdaten

US-Erzeugerpreise: Kernrate niedriger – Peak der Inflation erreicht?

Die Fed ist in Sachen Inflation der perfekte Kontraindikator..

US-Erzeugerpreise Inflation USA

Die US-Erzeugerpreise (Mai), die als Vorbote für Inflation gelten, sind mit +0,8% zum Vormonat wie erwartet gestiegen (Prognose war +0,8%; Vormonat war +0,5%, nun auf +0,4% nach unten revidiert).

Zum Vorjahresmonat sind die Erzeugerpreise um +10,8% gestiegen (Prognose war +10,9%; Vormonat war +11,0%, nun auf 10,9% nach unten revidiert).

In der Kernrate (ohne Nahrung und Energie) stiegen die Erzeugerpreise um +0,5% zum Vormonat (Prognose war +0,6%; Vormonat war +0,4%, nun auf +0,2% nach unten revidiert) und mit +8,3% zum Vorjahresmonat (Prognose war +8,6%; Vormonat war +8,8%).

Die Kernrate also weniger hoch als erwartet und seit zwei Monaten rückläufig, dazu Abwärtsrevisionen bei den Headline-Zahlen – ist der Peak der Inflation erreicht? Das würde passen, zumal die Fed angesichts der Zahlen zur Inflation in den USA letzten Freitag nun in Panik scheint und daher die Zinsen morgen vielleicht sogar um 0,75% anheben will. Die Fed ist in Sachen Inflation der perfekte Kontraindikator..

US-Erzeugerpreise und Inflation



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2 Kommentare

  1. Das die Inflationsrate nicht ständig weiter steigt ist eh klar. Denn solange ich über die Weltwährung verfüge besteht keine Gefahr einer Hyperinflation. Wobei das gigantische und notorische Außenhandelsdefizit der USA hier zusätzlich inflationsdämpfend wirkt.

    Und natürlich ist die „Kernrate“ niedriger. Die enthält ja auch genau die Dinge auf die man zuerst verzichten würde, also jene Produkte und Dienstleistungen bei der die Preissetzungsmacht der Anbieter am ehesten begrenzt ist. Deshalb ist das Auseinanderdriften der beiden Raten ja auch absolut erwartbar.

    Viel entscheidender ist aber die Reallohnentwicklung. Und die ist nun seit längerem deutlich negativ. Bleibt das mal zwei bis drei Jahre so (und das war in den 70ern eben anders) dann verdampfen da schnell man 10-15% der Kaufkraft.

    1. Sehr richtig thinkSelf. Scheint fast so als ob sehr viele „long“ positioniert sind und dringend einen Aufwärtstrend brauchen.

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