Konjunkturdaten

Aktuell US-Erzeugerpreise schon im Februar deutlich höher als erwartet

Die US-Erzeugerpreise für Februar wurden heute Mittag deutlich höher gemeldet als erwartet, und das noch ganz ohne Wirkung des Iran-Kriegs.

USA-Flagge
Grafik: val-suprunovich-Freepik.com

Man bedenke: Wir sprechen hier über Daten für Februar, also vor Beginn des Iran-Kriegs! Um 13:30 Uhr deutscher Zeit wurden die US-Erzeugerpreise gemeldet. Mit +0,7 % im Monatsvergleich lag die Steigerung deutlich über der Erwartung von +0,3 %, und auch höher als im Vormonat (+0,5 %). Im Jahresvergleich war es ein Plus von 3,4 % bei +3,0 % Erwartung und +2,9 % im Vormonat.

Das bedeutet: Auch bereits ohne Iran-Krieg weht Preisauftrieb in die US-Volkswirtschaft. Und die März-Daten dürften dank steigender Preise für Öl und Gas in Folge des Iran-Kriegs noch deutlichere Preissteigerungen bringen, was wir in den Statistikdaten aber erst im April sehen werden. Mit Blick auf diese Daten und den Iran-Krieg dürfte es der US-Notenbank – die heute Abend über Zinsen entscheidet und einen Ausblick bietet – noch schwerer fallen über sinkende Zinsen nachzudenken. Und das wiederum dürfte Donald Trump „auf die Palme“ bringen, der unbedingt deutlich sinkende Zinsen sehen will.

Die zehnjährige US-Anleiherendite steigt seit 13:30 Uhr von 4,19 % auf 4,22 %. Der US-Dollar zeigt seit 13:30 Uhr ebenfalls Auftrieb. Dies sind Zeichen für weniger Zinssenkungshoffnungen der Märkte an die Federal Reserve. Abwarten, was die Fed heute Abend in ihrem Statement und in der Pressekonferenz verkünden wird. Wir werden ab 19 Uhr berichten.



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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1 Kommentar

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Dabei gibt es heute….gegenüber früher… nun wirklich nur noch geringe Renditen für die US- Langläufer.

    Ich kenne noch Zeiten… da war für die US Zehnjährige… das Doppelte zu heute fällig….Anfang der Neunziger…

    Allerdings notierte der Dow zu diesem Zeitpunkt auch unter den 3000….folglich war die Blase noch nicht so groß wie heute..heute haben viele Leute viel zu verlieren….die Invest- Quote ist heute eine ganz andere als damals..heute viel, viel höher……und damit auch die Nervosität der Marktteilnehmer….den Absprung zu verpassen… wenn’s knallt…

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