Konjunkturdaten

US-Erzeugerpreise steigen um +11,2%: Vorbote für noch höhere Inflation

US-Erzeugerpreise Inflation

Die US-Erzeugerpreise (März), die als Vorbote für Inflation gelten,  sind mit +1,4% deutlich stärker zum Vormonat gestiegen als erwartet (Prognose war +1,1%; Vormonat war +0,8%, nun auf +0,9% nach oben revidiert). Das ist der 23.Monat in Folge mit monatlichen Anstieg der US-Erzeugerpreise!

Zum Vorjahresmonat sind die Erzeugerpreise um +11,2% gestiegen (Prognose war +10,6%; Vormonat war +10,0%).

In der Kernrate (ohne Nahrung und Energie) stiegen die Erzeugerpreise um +1,0% zum Vormonat (Prognose war +0,5%; Vormonat war +0,2%, nun auf +0,4% nach oben revidiert) und mit +9,2% zum Vorjahresmonat (Prognose war +8,4%; Vormonat war +8,4%).

Das sind extrem hohe Werte – zumal der Vormonat teilweise noch nach oben revidiert wurde. Die derart gestiegenen Kosten werden die Unternehmen an die Konsumenten weiter wegen müssen – wer das nicht kann, bekommt ein Problem mit der Marge! All das spricht für eine dauerhaft hohe Inflation!



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5 Kommentare

  1. Ach das war der Grund für die Rallye:))
    Boeing freut sich am meisten und die Kreuzfahrgesellschafften :))

    Die US Märkte verweigern die Korrektur der Überbewertung, man hofft und hofft und hofft ……

    1. Warum sollten die korrigieren? Dazu besteht doch gar kein Anlass. Wo soll der Verkaufsdrukc herkommen? Alternativen zu Aktien und Immobilien sind weiterhin nicht in Sicht. Damit Staatsanleihen wieder eine reale Rendite abwerfen müssten die Zinsen schon auf 10% steigen. Die Aktien liegen außerdem im wesentlichen bei den Superreichen und die können sich ihre Brötchen auch in Zukunft leisten ohne dafür Vermögen abgeben zu müssen.

      Spannender kann es bei den Immobilien werden. Dort sind die zu berappenden monatlichen Kosten für einen Neukäufer innerhalb von einem Jahr um 46% !!! gestiegen (gestiegene Preise + gestiegene Zinsen). Trotzdem werden noch immer 25% der Verkäufe im amerikanischen Immobilienmarkt bar abgewickelt. Das zeigt, das inzwischen in vielen Regionen Immobilien für einen Großteil nicht mehr bezahlbar sind aber immer noch eine Menge Cash unterwegs ist das nach Anlagen sucht.

      Ich frage mich eher, was passiert wenn die FED ihre Bilanzsumme reduziert und der amerikanische Staat versucht sein strukturelles Defizit von 1 Billion pro Jahr wieder über den echten Kapitalmarkt zu finanzieren. Denn wer kauft schon Anleihen ohne Zinscoupon mit der gleichzeitigen Ansage das die Anleihen nach Ablauf real wertlos sind?

      1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

        Ohne Zinscoupon ist falsch, die Zehnjährige rentiert bei 2,7 Prozent. Sie meinten wohl Realverzinsung.

        Und wer kauft: Die Lebensversicherungen, Pensionskassen, Fondsanleger,die in Anleihe- und gemischte Fonds investieren.

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Sehr geehrter Herr Fugmann,

    aus der Geschichte wissen wir, dass Inflationen immer damit bekämpft werden, dass man die Zinsen auf oberhalb der Preissteigerungen absetzt.

    So wie 81 in den USA bei 21 Prozent Leitzins- Inflation 13 Prozent oder bei uns 92 ,8,75 Prozent Leitzins bei 5 Prozent Inflation.
    Die jetzigen Zinserhöhungen können also gar keine Inflationen bekämpfen, in den Griff bekommen das die Notenbanken nur, indem man die Warenkörbe kreativ zusammensetzt.
    So fehlt zum Beispiel in Deutschland in der Berechnung der große Posten: Ausgaben für die Krankenversicherung.
    Nun wie Sie aber wissen ist das in Deutschland seit dem 01.04.07 für vormals gesetzlich Versicherte und seit 01.01.09 für vormals private Versicherte Pflicht.
    Die Preissteigerungen für diese Ausgabenposten fehlen also völlig obwohl zum Beispiel die Privaten die Zügel immer weiter anziehen, 10 Prozent jährlich sind hier normal.
    Obwohl es also eine Pflicht zum Abschluss einer Krankenversicherung gibt, hat sich die Zusammensetzung des Warenkorbes nicht geändert.
    Oder was ist mit den Anstiegen der Baulandpreise,Immobilien, Eigentumswohnungen etc….?
    Ich kann ja verstehen, dass man die Schwankungen an den Börsen nicht mit einbeziehen will, aber die Baulandpreise kommen in der Regel nicht zurück sondern bleiben oben und steigen jedes Jahr weiter, außer bei Krisen, aber auch dort läuft die Erholung schnell in der Regel.
    Ich kann ja verstehen das man gewerbliche Immobilien und Baulandpreise raus lässt aber private sollten auf jeden Fall eingezogen werden.
    Obama Care ich selbst habe trotz meiner DDR Bürger Vergangenheit viele Freunde und Verwaltung in den USA war dort so unbeliebt weil damit der Versicherungsnehmer plötzlich in der Hinterhand war, eine Analogie zum Skat.
    Konnte er früher mal mit Kündigung drohen, wenn die jährliche Inflation bei der Krankenversicherung anstand, so war das nach der Einführung zur Krankenversicherungspflicht nicht mehr möglich.
    Meistens einigte man sich dann auf einen Kompromiss, sozusagen auf einen Deal mit der Krankenkasse.
    Nach der Einführung von Obamacare war das nicht mehr möglich. Die Kräfteverhältnisse verschoben sich zu Gunsten der Krankenversicherung.
    Aber auch die Kosten für Obamacare tauchten nie in der Verrechnung der Preissteigerungen auf. Ein Zufall?
    Nein das hat System. Früher also zu Paul Volckers Zeiten, Anfang der Achtziger war die Berechnung des Warenkorbes noch halbwegs korrekt, jetzt wird getrickst an allen Enden.
    I

  3. Pingback: Meldungen vom 14. April 2022 | das-bewegt-die-welt.de

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