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US-Firmen im Trump-Fieber: Optimismus explodiert wie seit Reagan nicht mehr! Kontraindikator?

Das gab es seit der Reagan-Euphorie nicht mehr: der Optimismus kleinerer Unternehmen nach dem Sieg Trumps steigt so massiv wie seit 1980 nicht mehr – aber neue Einstellungen passieren dennoch nicht..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Amerikas Unternehmen sind im Trump-Fieber – das belegt eine Umfrage der National Federation of Independent Business (NFIB). Die NFIB ermittelt monatlich den „Index of Small Business Optimism“, faktisch ein Stimmungsbarometer für kleinere Unternehmen, wobei unter „kleiner“ Unternehmen verstanden werden, die nicht mehr als 500 Mitarbeiter haben. Unter diese Kategorie fallen über 99% der amerikanischen Firmen. Befragt wurden 619 Firmen, Ende der Befragung war der 28.Dezember.

Demnach ist die Stimmung bei den befragten Firmen so gut wie seit dem Jahr 2004 nicht mehr, ein derartiger Anstieg zum Vormonat ist bislang seit dem Jahr 1980 nicht mehr verzeichnet worden (damals die Euphorie über den Reagan-Sieg). Der Index stieg um 7,4 Punkte auf 105,8, wobei vor allem die Komponente „Erwartungen“ („Expect Better Business Conditions,”) steil nach oben schoss mit einem Anstieg von 12% auf nun 50% (dritthöchster je verzeichneter Wert). Die Ursache ist klar: die Euphorie über den Sieg Trumps sowie der damit verbundene Glaube an Steuersenkungen und Investitionen.

Man habe, so die Präsidentin von NFIB Präsidentin und CEO, Juanita Duggan, solche Zahlen schon lange nicht mehr gesehen, die Wirtschaft stehe offenkundig vor einem Durchbruch:

“We haven’t seen numbers like this in a long time.Small business is ready for a breakout, and that can only mean very good things for the U.S. economy.”

Daneben stiegen vor allem die Komponenten „Verkaufserwartungen“ (“Sales Expectations”) sowie die Bereitschaft, zu expandieren (“Good Time to Expand”) um 20% bzw. 12%.

Die befragten Firmeninhaber seien nun viel eher bereit, Risiken einzugehen und Investitionen zu tätigen, so Duggan weiter – und genau das sei die Voraussetzung, damit die Wirtschaft wachsen könne.

Interessant ist jedoch, dass der deutlich gestiegene Optimismus nicht zu Neueinstellungen der Unternehmen geführt hat – der Index blieb in der Komponente „Jobs“ unverändert. Es gibt also scheinbar doch einen ziemlich großen Unterschied zwischen Stimmung und Handlung – man ist zwar geradezu euphorisch, wartet aber scheinbar lieber erst einmal ab, bevor man Neueinstellungen tätigt.

Damals, 1980, stieg der Optimismus jedoch von einem deutlich niedrigeren Niveau kommend als derzeit, in der Spitze lag der Index dann zu Beginn der Amtszeit Reagans nur wenig über dem derzeitigen Stand. Blickt man in die Geschichte zurück, so diente der „Index of Small Business Optimism“ häufig als guter Kontraindikator: so errichte der Index 1979 (also kurz vor dem Umschwung durch Reagan) und 2009 ein Tief – danach ging es mit der Konjunktur deutlich nach oben. Als die Euphorie am größten war, kam es in der Folge stetig zu scharfen Abverkäufen an den Aktienmärkten mit Konjunkturabschwüngen.

reagan-1981
Ronald Reagan im Jahr 1981
Foto: Gemeinfrei

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Helmut Josef Weber

    10. Januar 2017 18:06 at 18:06

    …Interessant ist jedoch, dass der deutlich gestiegene Optimismus nicht zu Neueinstellungen der Unternehmen geführt hat…
    Ich denke, dass die Firmen auch keine 100% Kapazitätsauslastung haben.
    Erst werden die Kapazitäten ausgelastet, dann wird rationalisiert, dann Überstunden gemacht und wenn es dann gar nicht mehr geht, werden Aushilfen eingestellt oder Roboter gekauft, die wiederum von Robotern hergestellt werden.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

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Markus Koch im Interview mit Dr. Jens Ehrhardt – Markt war überkauft

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Markus Koch spricht im folgenden aktuellen Interview mit Dr. Jens Ehrhardt über die aktuelle Börsenlage. Dr. Ehrhardt ist der Meinung, dass die Börse zuletzt überkauft war, und dass die Kurse deswegen gerade zurückkommen. Das Thema Optionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Angesprochen werden im Interview technische wie auch fundamentale Faktoren.

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Wer an der Börse seine Gefühle ausschaltet, gewinnt! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über.

Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen.

Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein entsprechendes Auto fuhren. Studien haben diesen Zusammenhang mehrfach belegt.

Investieren Sie nicht in der Branche, in der Sie arbeiten

Für die Entstehung einer Lieblingsaktie oder einer Lieblingsbranche ist auch oft unser ausgeübter Beruf von Relevanz. So habe ich jahrelang in meinen Depots Bank-Aktien übergewichtet, weil ich ein Kind der Branche bin. Hier fühlte ich mich wohl, hier kaufte ich gerne. Richtig clever war diese Übergewichtung freilich nicht, wie die Performance vieler Bank-Aktien im Rückblick zeigt. Ich habe Zeit gebraucht, um diesen Wirkfaktor zu verstehen und schließlich abzuschalten.

Ein ähnliches Beispiel: Ein Ingenieur im Maschinenbau wird mit großer Wahrscheinlichkeit sein Depot erheblich mit Aktien dieser Branche befüllen. Er liebt die Arbeit, die er tut. Er mag die Produkte, mit denen er arbeitet. Folglich liebt er auch

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Dax und die Risikoaversion – aktuelle Analystenmeinungen

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Risikoaversion und der Dax - wie geht es weiter?

Werden Dax, Dow und Co nach dem jüngsten Kursverlusten weiter fallen? Risikoaversion (auch Risk Off genannt) ist das Wort der Stunde, also die Flucht in den sicheren Hafen namens US-Dollar und hochwertige Anleihen, in Zeiten immer weiter steigender Corona-Ängste, welche die wirtschaftliche Erholung gefährden. Hier zunächst zwei aktuelle Video-Beiträge von Jochen Stanzl von CMC Markets:

Milan Cutkovic

Hier drucken wir die aktuelle Meinung von Milan Cutkovic ab, Marktanalyst bei Axitrader:

Die Börsen wurden zum Start in die neue Handelswoche von der Realität eingeholt. Dank des billigen Geldes der Notenbanken, drastischer Stützungsmaßnahmen der Regierungen weltweit sowie einer starken Nachfrage nach den Technologieaktien als Pandemie-Gewinner kannte der Aktienmarkt in den vergangenen Monaten nur den Weg nach oben. Die jüngsten Corona-Warnungen nach dramatisch steigenden Infektionszahlen sind nun eine kalte Dusche für die Investoren und die Erinnerung daran, dass wir uns weiterhin inmitten einer globalen Pandemie befinden.

Dass die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Herbst wieder steigen würde, wurde generell erwartet. An den Aktienmärkten bestand jedoch die Hoffnung, dass die Regierungen die Situation nun deutlich besser unter Kontrolle haben und weitere Lockdowns nicht nötig sein würden. In Großbritannien aber kalkuliert die Regierung aber bereits wieder mit einem solchen Szenario und bereitet weitere landesweite Restriktionen vor. Es besteht die Sorge, dass weitere Länder in Europa dem Beispiel folgen werden und die Wirtschaft erneut zum Stillstand kommt.

In den USA steht kein Durchbruch im Ringen um ein neues Corona-Hilfspaket in Sicht. Für die Anleger ist dies frustrierend, vor allem nach dem die Federal Reserve nicht weit genug ging. Ohne weitere Stimulus-Maßnahmen der Regierung könnte die Konjunkturerholung auf der anderen Seite des Atlantiks ins Stocken geraten.

Auch am Devisenmarkt ist in naher Zukunft mit erhöhter Volatilität zu rechnen. Neben der Pandemie dürften die US-Präsidentschaftswahl, die Brexit-Verhandlungen und geopolitische Spannungen die Wechselkurse wieder stärker bewegen. Aktuell sind aufgrund der Risikoaversion vor allem der US-Dollar und der japanische Yen gefragt.

Jasper Lawler

Jasper Lawler von LCG sagt aktuell (hier auszugsweise zitiert), dass er heute die Reaktion der Anleger auf den gestrigen großen Risiko-Off-Tag an allen Märkten, den so genannten „Battery Day“ von Tesla und die Aussage des Fed-Vorsitzenden Jay Powell beobachten werde. Der gestrige Tag sei ein klassischer Risiko-Off-Moment gewesen, an dem Aktien und Kryptowährungen einbrachen, während Staatsanleihen, der US-Dollar und der Yen zulegen konnten. Tech-Aktien würden sich seit einigen Wochen zurückziehen, aber gestern sei der Ausverkauf breiter gewesen, da die Industrieunternehmen im Dow schwer getroffen wurden. Der Silberpreis fiel am Montag an einem Punkt um 10%.

Einige Marktteilnehmer hätten auch argumentiert, dass das traurige Ableben der Richterin Ruth Bader Ginsburg und der Streit um ihre Nachfolge im Obersten Gerichtshof ein neues US-Konjunkturpaket noch unwahrscheinlicher gemacht habe. Wenn der Rückgang nur auf die Stimmung zurückzuführen ist, dann erhöhe dies die Chance auf einen Rückschlag am nächsten Tag – auch wenn einige wichtige technische Niveaus, darunter die 50 DMA im S&P 500 nachgegeben haben – dies begünstige weitere Abwärtsbewegungen.

Teslas Battery Day sei zum Teil ein PR-Gag, und zum Teil etwas Wesentliches für die Zukunft der Elektrofahrzeuge. Jede neue Generation von Tesla-Batterien sollte in der Lage sein, mehr Energie zu speichern und eine längere Lebensdauer zu haben – und damit die Reichweite und Kosten von Elektrofahrzeugen auf ein Niveau zu bringen, das von der breiten Masse akzeptiert werde.

Jasper Lawler weist auch darauf hin, dass Jerome Powell heute Nachmittag bei einer von drei Gelegenheiten in dieser Woche vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses über das CARES-Gesetz aussage – d.h. über das erste Konjunkturpaket. Für Großbritannien wird erwartet, dass Premierminister Boris Johnson gegen Mittag in einer Erklärung vor dem Unterhaus weitere Sperrmaßnahmen ankündigen wird.

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