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US-Geheimdienste stoppten den Aixtron-Kauf durch Chinesen, und nicht Sigmar Gabriels Erleuchtung!

Sie haben die Bundesregierung auf das militärische Potenzial hingewiesen, dass China aus Aixtron´s Anlagen entnehmen könnte. Dazu wurden dem Kanzleramt auch „Ermittlungsergebnisse“…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Laut chinesischem Käufer hat die Bundesregierung den Kauf von Aixtron blockiert. Am Montag schrieben wir hierzu Zitat Hat bei Sigmar Gabriel ein Lerneffekt eingesetzt? Es geht nämlich konkret darum einen gezielten Ausverkauf deutscher Spitzentechnologie Richtung China zu verhindern, während es ausländischen Unternehmen in China verboten ist überhaupt irgendetwas zu kaufen. Die KP in Peking hatte Anfang des Jahres die offizielle Doktrin ausgegeben zügig westliche Spitzentechnologie einzukaufen, damit China sich mit diesem Know How selbst an die Weltspitze katapultieren kann. Das ist etwas anderes als der Wunsch eines einzelnen Privatunternehmens, das aus eigenem Interesse einen Konkurrenten kaufen will.

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Angela Merkel mit US-Präsident Barack Obama bei der Verleihung der Presidential Medal of Freedom, 2011. Foto: Gemeinfrei

Daher hatten wir noch Montag gedacht „ja, der Sigmar hat vielleicht was dazu gelernt“. Vielleicht hat er endlich erkannt, dass er dieser ganz gezielten Kaufwut einen Riegel vorschieben muss. Aber wir haben uns getäuscht. Nicht nur, dass die Chinesen verkünden, dass die Bundesregierung ihre Unbedenklichkeitsbescheinigung aus „sicherheitspolitischen Erwägungen“ zurückgezogen hat. Heute wird bekannt, dass laut Handelsblatt US-Geheimdienste direkt beim Bundeskanzleramt (und somit noch nicht mal bei Sigmar Gabriel) interveniert haben, damit der Aixtron-Kauf durch Chinesen nicht stattfindet.

Sie haben die Bundesregierung auf das militärische Potenzial hingewiesen, dass China aus Aixtron´s Anlagen entnehmen könnte. Dazu wurden dem Kanzleramt auch „Ermittlungsergebnisse“ präsentiert, wonach Aixtron´s Produkte auch für „militärische Zwecke“ verwendet werden könnten. Auch vom Einsatz in Chinas Nuklearprogramm ist die Rede. Tja, da müssen wir unsere Freude über Sigmar Gabriel´s Erleuchtung wohl zu 100% korrigieren. Nicht nur, dass es keine wirtschaftsstrategischen Bedenken aus seinem Haus gab – die Verweigerung der Übernahmegenehmigung kam noch nicht mal aus seinem Haus.

Noch schlimmer. Jenseits von Verschwörungstheorien und USA-Bashing ist es doch traurig, dass man quasi nur oder erst nach „Empfehlung“ aus den USA handelt. Was soll das heißen? Hat man in Berlin keine eigene Meinung? Waren BND, Wirtschaftsministerium etc im Bereich der militärischen Verwendbarkeit von Aixtron´s Produkten gar nicht interessiert? Natürlich kann man trefflich streiten, ob es sich hierbei um eine Art „Befehl“ aus Washington handelt, oder eine Empfehlung, oder einen Wunsch. Klar ist: Kommen die Amis mit so einem Wunsch zu Herrn Altmaier oder direkt zu Mutti, wird man ihnen diese Bitte nicht abschlagen.

Bisher war klar: Nach Entzug der Unbedenklichkeit wird es irgendeine Art von Neubewertung des chinesischen Angebots geben. Vor diesem aktuellen Hintergrund wird aber klar: Das Endergebnis der Neuprüfung steht jetzt schon fest, nämlich eine Absage. Und der gute Sigmar Gabriel? Hätte er doch bloß aus rein „wirtschaftlichen“ Gründen mal einen Widerspruch bei Aixtron eingelegt – dann würde er jetzt nicht als Pausenclown dastehen, der einfach übergangen wird, wenn es mal was Wichtiges zu entscheiden gibt. Und Aixtron? Tja, man steht wohl wieder ganz alleine da, und muss sich ohne Käufer durchschlagen. Oder findet man einen Käufer aus einem Nato-Land? Da wäre die Unbedenklichkeit ja gegeben!

aixtron
Die Aixtron-Aktie zeigt aufgrund dieser aktuellen Info eine weitere Enttäuschung. Es geht weiter bergab von 5,16 auf 4,84 Euro. Der Chart zeigt die Aixtron-Aktie seit dem 4. Oktober.

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    bauer

    26. Oktober 2016 14:37 at 14:37

    Guter Beitrag!
    Mir ist bisher unverständlich,daß man sich in DE erst jetzt Gedanken darüber macht!
    Das läuft schon mind.10 Jahre und war/ist ein langjähriger Plan gewesen.
    Versucht mal ein Patent in Asien auf einen ausl.Namen zu bekommen(hatte ich hier bei FMW schon mal erwähnt)!
    Hier ist bei einer Firmengründung von 49% für einen Ausländer, ende im Gelände!!
    Wenns hart auf hart kommt,dann sind deine 49% fürn Arch!
    Aber wenn mann sich darüber Grün &Blau ärgert,dann heist es nur:RUHE Bewahren.
    Wenn man zwei Welten kennt,dann kann der dt.Ottonormalverbr.nicht mehr mitreden und muß es halt hinnehmen,so wie es kommt.Mann braucht sich dann nicht zu wundern,wenn man dann von Altersarmut spricht.(jahrelange Billigprod.)
    Mit der dt.DENKE,läufst du hier in Asien gegen die Wand.
    Mich nervt die hier übliche 50%ANZAHLUNG wenns um irgendwelche Geschafte geht,wenn Ausländer involviert sind.
    Das ist die typ.Katze im Sack zu erwerben!!
    Könnt ihr euch noch an NOKIA erinnern?
    Erst die Subvent.einstreichen und dann ins nächste Land weiter ziehen ect.
    Aber die Chinesen kaufen mit Fiatmoney das Herz von EUROPA auf!!!
    Aber was haben wir (arb.Gesellschaft)davon??
    Der Mindestlohn wird zum Standart und der studierte bekommt halt etwas mehr…aber zum Leben langts hint und vorne nicht!
    Warum wollen denn sovieeele auf einmal im Staatsdienst arbeiten??
    Es hieß einmal,Handwerk stirbt nie aus…vorsicht die Robos kommen….

  2. Avatar

    frank.trg

    26. Oktober 2016 15:29 at 15:29

    Das ist eine Hammer-Story. US-Geheimdienste haben mehr Kompetenz, Macht und Einfluss als das deutsche Wirtschaftsministerium und Sigmar Gabriel.

    Genau deswegen verlieren die Menschen das Vertrauen in das System, deshalb haben sie für den Brexit gestimmt und deshalb werden sie auch Trump wählen.

  3. Avatar

    bauer

    26. Oktober 2016 15:45 at 15:45

    Was mich nat.jeden tag beschäftigt,ist es Absicht,um DE auszumerzen oder ist es Dummheit/Unwissenheit??
    Beispiel:
    dt.Sanktionen gegen Rußland…aber der Ami steigert in der Zeit seine Umsätze mit Rußland!!!
    Ist De zum geborenen Verlierer abgestempelt?
    Es riecht nach Hochverrat im 21.jhr.per exelance…..

  4. Avatar

    joah

    26. Oktober 2016 16:47 at 16:47

    So viel zu „freier Wirtschaft“. Wie sähe denn dann bitte der gewünschte (geforderte) „Freihandel“ aus, welcher aktuell gerade versucht wird mit diversen Abkommen zu zementieren?

    Wenn man wirklich freien Handel wünscht, sollte man aber auch die Ökonomie frei stellen, sonst landet man automatisch wieder bei Protektionismus (= Verhinderung == Behinderung?). Dies hier riecht alles recht streng nach zweierlei Maß und passt nicht wirklich zusammen.

  5. Avatar

    Peter Herrmann

    26. Oktober 2016 19:01 at 19:01

    Der gute Sigmar ist eben nicht im richtigen Club.–
    Die Fr. Merkel, der Hr. Zetasche, der Hr. de Mazieré u.a. deutsche, schwarze
    Bedeutungsträger sind in der US-amerikanischen Elite-Nachwuchs-Truppe +)
    YOUNG LEADERS versammelt, wo es offenxsichtlich „auch von oben“ die
    richtige Abstimmung gibt. Da weiß man im Voraus schon, was passend oder nicht ist.
    MfrGr- Petermax
    NS: siehe auch „Alkoven 1“ aus NY

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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