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Konjunkturdaten

US-Handelsbilanz: Defizit schrumpft spürbar- aber der schöne Schein täuscht!

Claudio Kummerfeld

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am

Die US-Handelsbilanz (Waren und Dienstleistungen) für den Monat Oktober wurde soeben veröffentlicht. Laut den staatlichen Statistikern sinkt das gesamte Defizit der USA im Handel mit dem Ausland von -51,1 Milliarden Dollar im September auf -47,2 Milliarden Dollar im Oktober! Also ein deutlicher Rückgang. Liegt es etwa daran, dass die USA wie von Donald Trump gewünscht fleißig mehr exportieren und weniger importieren? Schauen wir uns die interessanten Details an.

Erstmal kurz zur Grafik. Sie zeigt das Defizit in der US-Handelsbilanz im Verlauf der letzten zwei Jahre. Seit Monaten ist es schon rückläufig (also eine gute Entwicklung), und aktuell beschleunigt sich diese Entwicklung. Die Exporte der USA sanken im Oktober um 0,4 Milliarden Dollar, und die Importe sanken um 4,3 Milliarden Dollar gegenüber September. Das Schrumpfen des Defizits liegt also nicht an einer Exportstärke der USA, sondern an den noch viel stärker sinkenden Importen! Der Handelskrieg zeigt immer deutlichere Auswirkungen. Ex- wie auch Importe sind rückläufig, wovon niemand profitiert!

Im Zeitraum Januar-Oktober 2019 im Vergleich zum selben Zeitraum in 2018 ist das Defizit der USA um 6,9 Milliarden Dollar angestiegen. Hier sinken die Exporte um 0,8 Milliarden Dollar, während die Importe um 6,1 Milliarden Dollar ansteigen. Zurück zum Monatsvergleich von September auf Oktober 2019. Das US-Defizit gegenüber der EU ist um 1,3 auf 14,3 Milliarden Dollar gesunken. Das US-Defizit gegenüber Kanada ist um 0,8 auf 3,4 Milliarden Dollar gestiegen. Das US-Defizit gegenüber China ist gegenüber September um 0,2 auf 27,8 Milliarden Dollar gesunken.

Defizit in der US-Handelsbilanz in den letzten zwei Jahren

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände -1,0 Mio Barrels (jetzt 488,1 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 488,1 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 1,0 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -1,0 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit +1,9 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche bei -1,8.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +0,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-1,9 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -2 Cents auf 40,97 Dollar.


source: tradingeconomics.com

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Immobiliendaten durchwachsen

Redaktion

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Von

Die US-Baubeginne (September) sind mit +1,9% und einer Jahresrate von 1,415 Millionen schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war eine Jahresrate von 1,457 Millionen; Vormonat war 1,416 Millionen, nun auf 1,388 Millionen nach unten revidiert).

Die US-Baugenehmigungen (ebenfalls September) sind mit +5,2% und einer Jahresrate von 1,533 Millionen besser ausgefallen als erwartet (Prognose war eine Jahresrate von 1,520 Millionen; Vormonat war 1,476 Millionen).

Der Boom am US-Immobilienmarkt hatte sich gestern auch im Allzeithoch des NAHB Index gezeigt – die amerikanischen Immobilien-Käufer sind derzeit euphorisch wie noch nie..

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Konjunkturdaten

Aktuell: Verbrauchervertrauen Uni Michigan – Sieg von Biden erwartet

Markus Fugmann

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Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (1.Veröffentlichung für Oktober) ist mit 81,2 etwas besser ausgefallen als erwartet (Prognose 80,5; Vormonat war 80,4).

Die Einschätzung der aktuellen Lage dagegen schwächer als erwartet, sie liegt bei 84,9  (Vormonat war 87,9)

Die Konsumentenerwartung liegt bei 78,8  (Vormonat war 73,3)

 

Dazu schreibt Richard Curtin, der die Umfrage verantwortet:

„Slowing employment growth, the resurgence in covid-19 infections, and the absence of additional federal relief payments prompted consumers to become more concerned about the current economic conditions. Those concerns were largely offset by continued small gains in economic prospects for the year ahead. The Current Conditions Index recorded its second small reversal, the first being in June, but even at its best, it has never come close to its December peak, being still down by 26.5%. The Expectations Index, despite the recent gain, is still down by 14.4% from its February peak. How much has the presidential electioneering influenced this twist in consumer sentiment? Consumers were not asked whom they will or had voted for or their preference, but who they expected to win the election to determine the election’s potential influence on economic expectations. Among all consumers, Biden’s advantage in early October grew to 7 from 1 percentage point in the July to September surveys (see the chart). While self-identified Democrats and Republicans heavily favored the candidate from their own party, that proportion grew by 8 points among Democrats and shrunk by 5 percentage points among Republicans. Most elections are decided by those who are non-aligned with either party; the views of Independents remained unchanged and nearly equal, giving Trump a slight advantage of 2 or 3 points. When the difference in the Expectations Index was calculated by party identification, Trump still held an advantage over Biden with some interesting twists: Trump’s advantage on the Expectations Index greatly narrowed among Republicans (from 31.1 in July to September to 13.9 in October) and only a slight narrowing among Democrats (from 4.0 to 1.6), but it widened among Independents (from 20.9 to 24.4).“

 

 

 

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