Konjunkturdaten

US-Handelsbilanz im Juli: Defizit weitet sich deutlich aus

Die US-Handelsbilanz für den Monat Juli wurde soeben veröffentlicht mit einem Defizit in Höhe von 50,1 Milliarden Dollar. Erwartet war für heute ein Defizit von 50 Milliarden Dollar (Juni -45,7). Dabei schlägt mal wieder ein Doppel-Effekt zu. Während die US-Exporte im Monatsvergleich um 2,1 auf 211,1 Milliarden Dollar gefallen sind, stiegen die US-Importe um 2,2 auf 261,2 Milliarden Dollar. Es läuft also genau gegenteilig zu dem, was Donald Trump sich wünscht!

Während im Juli der Überschuss bei Dienstleistungen mit 23,1 Milliarden Dollar fast unverändert blieb, stieg das Handelsbilanzdefizit um 4,2 Milliarden auf 73,1 Milliarden Dollar. Im Vergleich von Januar-Juli 2017 auf Januar-Juli 2018 ist das Gesamt-Defizit um 22 Milliarden Dollar oder 7% gewachsen. Das ist eine noch viel aussagekräftigere Zahl aus der Blick auf nur einen Monat!

Im Warenhandel mit der EU ist das US-Defizit im Juli um 1,7 auf 14,5 Milliarden Dollar angestiegen. Im Handel mit China stieg das US-Defizit um 1,7 auf 34,1 Milliarden Dollar. Und all das trotz der schon angeleierten Maßnahmen von Donald Trump. Das mag auch daran liegen, dass viele US-Importeure aus China und EU zuletzt deutlich mehr importiert haben, um noch schnell vor Inkrafttreten neuer Zölle mehr zollfreie Ware zuhause in die Lager zu packen (Vorzieheffekt).

US-Handelsbilanz



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