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Konjunkturdaten

US-Handelsbilanz: Kleiner Rückgang im Defizit, aber weiterhin ein Desaster

Claudio Kummerfeld

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am

US-Handelsbilanz Daten - Containerschiffe in der San Francisco Bay

Die US-Handelsbilanz für Waren und Dienstleistungen (also die Gesamtbilanz) wurde soeben für den Monat September veröffentlicht. Im Vergleich zu August mit -55 Milliarden Dollar schrumpft das aktuelle Defizit in der US-Handelsbilanz auf -52,45 Milliarden Dollar (erwartet -52,2). Die Grafik zeigt den Verlauf des Defizits in den letzten zwei Jahren.

Mit 206 Milliarden Dollar fielen die US-Exporte um 1,8 Milliarden Dollar gegenüber August. Die Importe fielen um 4,4 Milliarden Dollar auf 258,4 Milliarden Dollar. Das Gesamtdefizit hat sich also nicht verbessert, weil die Exporte etwas gestiegen sind. Nein, die Importe sind noch stärker rückläufig als die Exporte. Im aussagekräftigeren Vergleich von Januar-September 2018 zu Januar-September 2019 ist das Defizit in der US-Handelsbilanz um 24,8 Milliarden Dollar oder 5,4% angestiegen. Exporte sanken um 7 Milliarden Dollar, Importe stiegen um 17,8 Milliarden Dollar.

Die US-Statistiker heben heute die Außenhandelsbilanz mit folgenden drei Ländern hervor. Gegenüber Deutschland ist das US-Defizit (nur im Monat September) um 1,9 auf 5,0 Milliarden Dollar gesunken. Gegenüber China ist das US-Defizit um 0,9 auf 28 Milliarden Dollar gesunken. Gegenüber Kanada ist das US-Defizit um 0,9 auf 2,5 Milliarden Dollar angestiegen. Alles in allem weiterhin desaströse Zahlen für Donald Trump, der volle Pulle versucht den Außenhandel für die US-Wirtschaft in Schwung zu bringen und die Defizite zu reduzieren. Seit seinem Amtsantritt hatte er in der Hinsicht bisher keinen Erfolg.

US-Handelsbilanz Chart

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände -4,5 Mio Barrels (jetzt 514,1 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 514,1 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 4,5 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -2,9 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -0,7 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei -0,7.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit -4,4 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-3 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -6 Cents auf 42,44 Dollar.


source: tradingeconomics.com

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbraucherpreise steigen stark – Inflation voraus?

Redaktion

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Die US-Verbraucherpreise (Juli) sind mit +0,6% deutlich höher ausgefallen als erwartet (Prognose war +0,3%; Vormonat war +0,6%). Zum Vorjahresmonat stiegen die Preise um +1,0% (Prognose war +0,8%; Vormonat war +0,6%).

In der Kernrate (ohne Nahrung und Energie) stiegen die Preise zum Vormonat um +0,6% (Prognose war +0,2%; Vormonat war +0,2%) und zum Vorjahresmonat um +1,6% (Prognose war +1,1%; Vormonat war +1,2%).

Die Realeinkommen der Amerikaner liegen bei -0,6% (Vormonat war -2,3%).

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Europa

Industrieproduktion in der Eurozone: Ist das die V-förmige Erholung?

Claudio Kummerfeld

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Stahlfertigung als Symbol für Industrieproduktion

Die Industrieproduktion in Europa ist kräftig abgestürzt in der Coronakrise. Die Frage lautet: Gibt es eine langsame Erholung, ein Dahindümpeln im negativen Bereich, oder eine schnelle V-förmige Erholung? Im Juni stieg die saisonbereinigte Industrieproduktion gegenüber Mai 2020 sowohl im Euroraum als auch in der EU um 9,1 Prozent, laut heute veröffentlichten Schätzungen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union. Im Mai 2020 stieg die Industrieproduktion im Euroraum um 12,3 Prozent und in der EU um 11,6 Prozent. Gegenüber Juni 2019 ging die Industrieproduktion im Juni 2020 im Euroraum um 12,3% und in der EU um 11,6% zurück.

Die Frage ist jetzt nur: Geht diese V-Erholung im Juli auch weiter im selben Tempo wie im Mai und Juni? Dann wird es wirklich etwas mit einem klassischen V. Bis jetzt sieht es jedenfalls danach aus. Der folgende Chart von Eurostat sieht doch schon stark nach V-Erholung aus? Er zeigt die Entwicklung der Industrieproduktion in der Eurozone und in der Gesamt-EU seit dem Jahr 2011.

Industrieproduktion in EU und Eurozone seit 2011

Hier die Veränderung im Jahresvergleich (ein Balken steht für einen Monat).


source: tradingeconomics.com

Hier die Veränderung im Monatsvergleich (ein Balken steht für einen Monat).


source: tradingeconomics.com

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