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Konjunkturdaten

US-Handelsbilanz: Wirklich schlecht, vor allem im Jahresvergleich!

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Aktuell liegt die US-Handelsbilanz für Waren und Dienstleistungen für den Monat Juni vor. Daraus geht hervor, dass die USA im Juni ein Handelsbilanzdefizit in Höhe von 55,2 Milliarden Dollar erwirtschaftet haben. Im Mai war es ein Defizit von 55,3 Milliarden Dollar. Im Juni gingen die Exporte im Monatsvergleich um 4,4 Milliarden Dollar zurück, und die Importe fielen um 4,6 Milliarden Dollar.

Schauen wir uns mal den aussagekräftigeren Jahresvergleich an. Von Januar-Juni 2018 auf Januar-Juni 2019 ist das Defizit der USA im Außenhandel um 23,2 Milliarden Dollar gestiegen. Die Exporte legten um 0,5 Milliarden Dollar zu, aber die Importe legten um 23,8 Milliarden Dollar zu. Der Mittelabfluss aus den USA heraus nimmt also kräftig zu, trotz all der Zölle.

Die US-Statistiker vom US-BEA veröffentlichen stets wichtige Veränderungen gegenüber wichtigen Außenhandelspartnern als Extra-Spalte in ihren Veröffentlichungen. Den “weniger wichtigen” Handelspartner China erwähnt man wie im Vormonat aber heute auch nicht. Aber wir führen ja laufend Buch, deswegen können wir die heutige Zahl auch einfach in Relation zum letzten Monat setzen. Anfang Juli wurde das US-Defizit gegenüber China für den Monat Mai noch mit -30,1 Milliarden Dollar vermeldet. Schon Wahnsinn, was für eine Zahl, und das nur für einen Monat. Aber wir schweifen ab. Im Monat Juni liegt das Defizit in der US-Handelsbilanz gegenüber China laut heutiger Veröffentlichung bei 30,2 Milliarden Dollar.

Das US-Defizit gegenüber der EU sinkt im Monatsvergleich um 1 auf 15,9 Milliarden Dollar. Was grundsätzlich diesen Monat auffällt: In vielen Detailzahlen sind Exporte wie Importe gleichermaßen spürbar rückläufig. Dies deutet darauf hin, dass der Handel insgesamt schwächelt. Ein Zeichen dafür, dass die neuen gegenseitig verhängten Zölle nur Probleme mit sich bringen?

US-Handelsbilanz Juni

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Konjunkturdaten

US-Verbrauchervertrauen Uni Michigan: Amerikaner werden skeptischer

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Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (2.Veröffentlichung für Mai) ist mit 72,3 leicht schlechter ausgefallen als erwartet (1.Veröffentlichugn wrar 73,3, Vormonat war 71,8).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 82,3 (Vormonat war 74,3)

Die Konsumentenerwartung liegt bei 65,9 (Vormonat war 70,1)

Dazu schreibt Richard Curtin, der die Umfrage verantwortet:

“Consumer sentiment has remained largely unchanged during the past two months, with the final May estimate just a half index point above the April reading. The CARES relief checks and higher unemployment payments have helped to stem economic hardship, but those programs have not acted to stimulate discretionary spending due to uncertainty about the future course of the pandemic. It should not be surprising that a growing number of consumers expected the economy to improve from its recent standstill, or that the majority still thought conditions in the economy would remain unfavorable in the year ahead. This has been a common occurrence in past cycles (see the chart). Expectations for economic growth have always dominated at the ends of recessions, and favorable assessments about the current state of the economy are more frequent near the ends of expansions. The gap between economic growth and the current performance of the economy is likely to grow significantly when the disastrous 2nd quarter GDP is announced. More widespread price discounting as well as low interest rates have helped to improve buying plans, but those plans still remain well below the levels recorded three months ago. Adding to consumers’ concerns about a significant expected drop in income growth, year-ahead inflation expectations rose sharply, putting extra pressure on consumers’ abilities to maintain their living standards.”

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Konjunkturdaten

Aktuell: Einkommen der Amerikaner steigen trotz Massenarbeitslosigkeit; US-Verbraucherpreise (PCE) tiefer

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Die US-Verbraucherpreise (PCE, Personal Consumption Expenditure; April) sind zum Vormonat mit -0,4% tiefer ausgefallen wie erwartet (Prognose war -0,3%; Vormonat war -0,1%). Zum Vorjahresmonat stiegen die Preise um +1,0% (Prognose war +1,1%; Vormonat war +1,7%).

Die Einkommen der Amerikaner liegen bei +10,5% (Prognose war -6,5%; Vormonat war -2,0%, nun auf -2,2% nach unten revidiert) – das ist eine Folge der großzügigen Zuwendungen des US-Staates, ca. 60% der nun abreitslosen Amerikaner haben dadurch mehr Einkommen als zuvor, als sie arbeiteten!
Die Ausgaben der Amerikaner liegen bei -13,6% (Prognose war -12,6%; Vormonat war -7,5%, nun uf -6,6% nach oben revidiert)

Die PCE-Verbraucherpreise werden nur in der Kernrate berechnet (ohne Nahrung und Energie) und sind seit dem Jahr 2000 die von der Fed erklärtermaßen wichtigste Inflationskennzahl für ihre Geldpolitik..

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone jetzt direkt an der Schwelle zur Deflation!

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Soeben wurden die Verbraucherpreise für die Eurozone für den Monat Mai als Vorabschätzung veröffentlicht. Im Jahresvergleich steigen sie nur noch um 0,1 Prozent, nach +0,3 Prozent, +0,7 Prozent und +1,2 Prozent in den Vormonaten. Der Grund für den Absturz ist eindeutig. Die Verbraucherpreise für Energie reißen den Gesamtschnitt brutal nach unten. Jetzt wirkt der Ölpreis-Crash mit gut zwei Monaten Verzögerung auch voll auf die Preise an der Tankstelle.

Die Energiepreise für die Verbraucher sinken im Jahresvergleich um 12 Prozent nach -9,7 Prozent und -4,5 Prozent in den Vormonaten. Die Lebensmittelpreise können mit +3,3 Prozent den Gesamtschnitt gerade so noch vor dem Abrutschen in die Deflation retten! Aber Rettung naht, womöglich! Denn wie wir es gestern bereits für die deutschen Verbraucherpreise erwähnten, so gilt wohl das selbe auf Eurozonen-Ebene. Der Ölpreis ist die letzten Wochen wieder gestiegen, und so könnte sich die Inflation wieder etwas nach oben bewegen.

Schaut man auf die einzelnen Länder, dann sieht man, dass beispielsweise Länder wie Spanien oder Griechenland längst deutlich in der Deflation sind mit Werten von -0,9 Prozent und -0,7 Prozent.

Statistik der Mai Verbraucherpreise für die Eurozone

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