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US-Haushaltsdefizit explodiert – Defizit in 11 Monaten über 1 Billion Dollar

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Laut heute Nacht veröffentlichten Daten des US-Finanzministeriums hat das US-Haushaltsdefizit in den letzten elf Monaten (erste elf Monate im Haushaltsjahr) die 1 Billion Dollar-Grenze überschritten (exakt -1,067 Billionen Dollar). Im gesamten Haushaltsjahr 2018 waren es noch -898 Milliarden Dollar. Die Ausgaben des Staates lagen in diesen elf Monaten also um 1,06 Billionen Dollar höher als die Einnahmen. Das muss man sich mal vorstellen! Ende September ist das Haushaltsjahr abgeschlossen, aber schon jetzt ist es ein Desaster.

Das Vorschaubild deines B2-Bombers für diesen Artikel macht da schon Sinn. Die Ausgaben fürs Militär müssen ja irgendwo her kommen. Auch dank höherer Zölle im Zuge des Handelskriegs konnten die USA ihre Einnahmeseite um 3% erhöhen auf über 3 Billionen Dollar, während die Ausgaben aber mit +7% auf über 4 Billionen Dollar noch schneller stiegen. Die Überschreitung der Billionen Dollar-Grenze beim US-Haushaltsdefizit gab es das letzte Mal vor sieben Jahren.

Der folgende Chart zeigt die jeweiligen Monatsveränderungen im US-Haushalt (derzeitige Richtgröße von -200 Milliarden Dollar pro Monat) seit den 60er-Jahren. Man sieht, wie sich die Defizite immer weiter aufgebaut haben, natürlich mit entsprechenden Ausschlägen rauf und runter.  Nach oben ins Plus schlägt der Haushalt schon mal aus, wenn in bestimmten Monaten die Masse der Steuerzahlungen eintrudelt. Aber sonst? Das Defizit kam nicht von Trump oder Obama alleine. Nein, es hat sich jahrzehntelang immer weiter aufgebaut. Man lebt auf Pump! Und wie macht man das? Na klar, immer mehr Anleihen verkaufen. Die Staatsverschuldung kennt in den USA nur eine Richtung. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie dazu unseren aktuellsten Artikel.


source: tradingeconomics.com

Das US-Finanzministerium - US-Haushaltsdefizit steigt weiter an
Treasury Department in Washington, D.C. Foto: AgnosticPreachersKid CC BY-SA 3.0

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Videoausblick und Marktgeflüster entfallen bis auf weiteres

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Aufgrund eines Fahrrad-Unfalls entfallen Videoausblick und Marktgeflüster in der gewohnten Form bis auf weiteres (mindestens in dieser Woche). Mehr Infos im Video..

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Pläne von Merkel, Macron, EZB: “Brandgefährlich” für unser Geld

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Thomas Mayer war ehemals Chefvolkswirt der Deutschen Bank und ist heute für Flossbach von Storch tätig. Aktuell hat er Mission Money ein Interview gegeben, in dem die neuen Vorschläge von Angela Merkel und Emmanuelle Macron besprochen werden. Sie wären eine neue Ära der Eurozone in Sachen Verschuldung, so Thomas Meyer. Wie schon nach der Gründung des Euro werde es auch diesmal keine Anpassungsprozesse in den Südländern der Eurozone geben, sondern es gebe halt nur neue Schuldentöpfe, die aufgemacht und angezapft werden (unsere Wortkreation). Es brauche laut Thomas Mayer Punkte wie Deregulierung und flexiblere Arbeitsmärkte in diesen Ländern. Warum Macron auf dem Schuldentrip sei? Thomas Mayer ist der Meinung, dass Frankreich sich nach der Coronakrise nun den Südländern zugehörig fühle, weil die Krise das Land wirtschaftlich viel härter treffe als Deutschland. Auch nennt Meyer Gründe, warum Angela Merkel wohl beim Plan für EU-Schulden und quasi Geschenke Richtung Südländer mitmacht. Aber schauen Sie selbst!

Merkel und Macron
Merkel und Macron. Foto: Kremlin.ru CC BY 4.0

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EZB-Bilanz explodiert immer weiter – zu großer Hunger auf deutsche Papiere

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Die Zentrale der EZB in Frankfurt

Seit gestern liegt die EZB-Bilanz für den Stichtag 29. Mai vor. Am Ende dieses Artikels drucken wir die Übersicht der Aktiva ab, woraus auch die gigantischen Anleihekäufe der EZB ersichtlich sind. Die gesamte Bilanzsumme wuchs binnen einer Woche um 40,8 Milliarden auf 5,596 Billionen Euro! Noch im Februar waren es 4,7 Billionen Euro. Tja, das Geld für all die aufzukaufenden Staatsschulden und für die Kredite an die Banken muss irgendwo her kommen. Euros aus dem Nichts erschaffen, das bläht die Bilanzsumme auf! Die zu “geldpolitischen Zwecken gehaltene Wertpapiere” (Anleihekaufprogramme) haben jetzt ein Volumen von 3,019 Billionen Euro erreicht – ein Plus von 24 Milliarden Euro in nur sieben Tagen.

Die längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (Kredite an Banken) wuchsen um 18 Milliarden Euro im Vergleich zur Vorwoche. Die EZB-Bilanz macht nun 47 Prozent der Wirtschaftsleistung der Eurozone aus. Abgesehen von der Summe ist auch diese prozentuale Relation ein Rekord! Interessant ist auch, dass die EZB derzeit offenbar mehr deutsche Staatsanleihen aufkauft, als es nach dem Kapitalschlüssel angedacht wäre. Schon mal vorsichtshalber viele deutsche Papiere aufkaufen, bevor es der Bundesbank nach dem Urteil aus Karlsruhe endgültig verboten wird an den Anleihekäufen der EZB mitzuwirken? Im folgenden Chart sehen wir den Verlauf der EZB-Bilanz seit der Entstehung der Zentralbank.


source: tradingeconomics.com

EZB-Bilanz mit Stand 29. Mai

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