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US-Indizes: Die Bären sind nach dem Fed-Zinsentscheid zurück

 

US-Indizes: Die Bären sind nach dem Zinsentscheid zurück

Die US-Notenbank Fed hat am gestrigen Abend ihre Entscheidung präsentiert und dabei die US-Indizes erneut unter Druck gebracht. Die Fed will ihre milliardenschweren Anleihekäufe bis Anfang März einstellen, damit schafft man die Voraussetzungen für die erste Zinserhöhung ab März. Marktteilnehmer rechnen für 2022 mit insgesamt vier Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte. Aktienanleger in den USA haben auf die Zinsentscheidung mit starken Verkäufen reagiert. Die großen US-Indizes Dow Jonex, S&P500 und Nasdaq gaben in der Folge fast die gesamten Zugewinne der vorherigen Tage wieder ab. Der schnelle Abverkauf zeigt, dass die Bären die Aktienmärkte weiterhin im Griff haben.

US-Indizes: Sorgen die Quartalsberichte für Stabilisierung?

Es ist die Woche der Quartalsberichte der großen Technologiewerte, diese könnten für eine Stabilisierung an den Aktienmärkten sorgen. Bereits am Dienstag veröffentlichte Microsoft die Zahlen für das abgelaufene Quartal. Der Techkonzern steigerte seinen Umsatz um knapp 20 Prozent und seinen Gewinn um 21 Prozent im Jahresvergleich, damit konnte Microsoft die Erwartungen erneut überbieten. Der Wachstumsmotor bleibt weiterhin das Cloud-Geschäft. Angesichts der starken Zahlen von Microsoft nimmt die Zuversicht der Anleger zu, dass auch Apple heute Abend überzeugt. Die steigende Zuversicht äußert sich in dem Intraday-Comeback, das gerade in den US-Indizes vonstattengeht.

Ein Wermutstropfen sind jedoch die Quartalszahlen, die Tesla gestern Abend vorgelegt hat. Trotz Lieferkettenengpässen und Chipmangel stand für den Autobauer der zweite Unternehmensgewinn überhaupt zu Buche. Der Autohersteller hat zwar einen Rekordgewinn vermeldet, dennoch brachten die Zahlen nicht den erhofften Befreiungsschlag im intakten Abwärtstrend. Nun liegt der Fokus auf dem Geschäftsbericht, den Apple nachbörslich vorlegen wird. Aufgrund der hohen Marktkapitalisierung dürften die Zahlen für Volatilität in den US-Indizes sorgen.

Das Chartbild ist weiterhin eingetrübt, aber…

Die charttechnische Lage nach dem starken Ausverkauf ist in den US-Indizes weiterhin angeschlagen. Während sich der Dow Jones in den letzten Wochen besser halten konnte, hat es den S&P500 und Nasdaq aufgrund der hohen Anzahl von Techwerten deutlich schlimmer erwischt. Aber eines haben die drei Indizes gemeinsam – nach dem kräftigen Ausverkauf sind sie im kurzen Zeitfenster überverkauft. Nach der jüngsten Erholungsrally und dem gestrigen Abverkauf wegen dem Fed-Entscheid, kann es erneut zu einer Gegenreaktion kommen.

Blicken wir dafür auf den Chart des Dow Jones, dieser hat nämlich eine wichtige Unterstützungszone verteidigt. Im beigefügten Chart sehen Sie die grünmarkierte Unterstützungszone im Bereich von 33.800 Punkten. Diese Zone wurde zwar mehrfach getestet, allerdings kamen hier immer wieder Käufer in den Markt. Auch der Kursrutsch nach dem Fed-Zinsentscheid endete an dieser Unterstützung. Oberhalb der Zone könnte der Dow Jones seine Erholung fortsetzen. Interessante Niveaus für einen Rücklauf befinden sich in der Nähe des 50er und 61er Retracements, also an den Marken bei 35.000 und 35.500 Punkten.

US-Inidizes: Dow Jones Chart nach Fed-Entscheid

Um die Ziele zu erreichen, müsste er aber zunächst das gestrige Tageshoch bei knapp 34.800 Punkten überwinden. Darunter kann es jederzeit zu einer nächsten Abwärtswelle kommen. Kritisch wird es erst wieder, wenn der Dow Jones die Unterstützung bei 33.800 Punkten bricht. Dann könnte ein erneuter Test des Montagstiefs bei 33.150 Punkten anstehen und im schlimmsten Fall neue Tiefs folgen. Bei den anderen US-Indizes sehen wir derzeit ein ähnliches Bild. Die beiden letzten Handelstage einer aufreibenden Handelswoche bleiben somit spannend.

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