Indizes

Blick auf S&P 500 und Dow Jones US-Indizes: Wie weit geht die Erholung? – Diese Marken sind wichtig

US-Indizes: Wie weit geht die Erholung? – Diese Marken sind wichtig

Im heutigen Futures-Handel sehen wir eine Erholung in den US-Indizes. Der S&P 500 und Dow Jones sind dabei, einen Teil der Verluste der vergangenen Tage wettzumachen. Übergeordnet steht die Börsenampel jedoch auf dunkelgelb. Aufgrund der jüngsten Talfahrt nach der Rede von Fed-Chef Powell ist das technische Chartbild zwar angeschlagen, noch halten sich die US-Indizes aber über wichtigen Marken.

Nach dem steilen Absturz am Freitag ging es auch zu Wochenbeginn an der Wall Street mit anhaltenden Zins- und Rezessionssorgen abwärts. Die Abwärtsdynamik hatte jedoch deutlich nachgelassen. Als Reaktion auf die Rede von Powell waren die Kurse deutlich abgestürzt. Die wichtigen US-Indizes wie der S&P 500 und Dow Jones gaben um mehr als drei Prozent nach, während der technologielastige Nasdaq sogar um vier Prozent einbrach. Am Montag schloss der Dow Jones am Ende bei 32.098 Punkten (-0,57%), der marktbreite S&P 500 bei 4.030 Zählern (-0,67%). Das Schlusslicht bildete indessen der Nasdaq, mit einem Verlust von 0,96% bei 12.484 Punkten. Alle drei Indizes könnten jedoch mit einer aufwärts gerichteten Kurslücke in den heutigen Handel starten.

Haben die Märkte die Botschaft der Fed wirklich verstanden?

Auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole hatte Fed-Chef Powell nochmal deutlich gemacht, wie ernst es die US-Notenbank mit der Bekämpfung der Inflation meint. Powell betonte, dass die Fed auch dann ihren restriktiven Kurs fortsetzt, wenn dies die Wirtschaft unter Druck bringt. In einem Interview am Montag schloss sich der Minneapolis-Fed-Chef Kashkari den scharfen Worten von Powell an. Er sagte, dass „die Menschen jetzt die Ernsthaftigkeit der Maßnahmen verstehen, die Inflation wieder auf das neutrale Niveau von zwei Prozent zu senken.“ Er fügte zudem an, dass er froh sei, wie die Märkte auf die Rede von Powell reagierten. Kashkari war nämlich nicht begeistert über die jüngste Rally nach der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses.

Aber haben die Aktienmärkte wirklich verstanden? Oder nehmen sie die Fed immer noch nicht ernst, weil sie einen Mangel an Glaubwürdigkeit ausstrahlt? Wie wir heute sehen, gehen die Renditen runter und die Risikoanlagen wie die Aktien in den US-Indizes rauf. Um ernst genommen zu werden und um die Inflation richtig zu bekämpfen, muss die Fed mehr tun als nur zu reden. Zinsseitig hat sie zuletzt gehandelt, jetzt muss es aber auch noch der Fed-Bilanz an den Kragen gehen. Bisher hängt die US-Notenbank ihrem Zeitplan der Bilanzreduzierung hinterher.

US-Indizes: Ist der Ausverkauf schon vorbei?

Ausgehend von dem Montagstief bei 31.975 Punkten hat der Dow Jones eine Erholung eingeleitet, während der S&P 500 an der Unterstützung bei 4.010 Punkten gedreht hat. Der marktbreite S&P 500 hat im Bereich von 4.071 eine Widerstandszone erreicht. Der Dow Jones hätte hingegen noch ein paar Punkke Luft bis 32.390. Sowohl für den S&P als auch den Dow steht an dem Widerstand eine kurzfristige Richtungsentscheidung an. Für den Dow ergibt sich darüber weiteres Erholungspotenzial bis rund 32.500 und für den S&P 500 bis 4.102/125 Punkte.

S&P 500 auf Erholung - Richtungsentscheidung am Widerstand

Unterhalb von 4.028 würde sich das Chartbild wieder eintrüben. Bricht der S&P 500 auch das Verlaufstief bei 4.010 ist mit einem weiteren Abverkauf bis 3.978 (161,8% Extension) und 3.953 (61,8% Retracement) zu rechnen. Beim Dow Jones würde sich dagegen unter 32.079 neue Chancen auf der Unterseite ergeben. Fällt der Index unter das Tief bei 31.975, dann rücken die Marken bei 31.895 und 31.728 in den Fokus.

Dow Jones erholt sich nach Rede von Fed-Chef Powell

Disclaimer

Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte:
Der Autor dieser Veröffentlichung erklärt, dass er jederzeit in einem der genannten und analysierten bzw. kommentierten Finanzinstrumente investiert sein kann. Dadurch besteht möglicherweise ein Interessenkonflikt. Der Autor versichert jedoch, jede Analyse und jeden Marktkommentar unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit erstellt zu haben.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen in den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine mündliche Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.

Risikohinweis:
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 72% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Handlungsansätze von XTB dar.



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage