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Experte mit aktueller Analyse US-Inflation außer Kontrolle – nächster Zinsschritt 1 Prozent?

Die US-Inflation läuft der Fed nach oben davon. Aktuell ist sogar eine geringe Möglichkeit für 100 Basispunkte Zinsanhebung gegeben.

USA-Flagge

Die US-Inflation ist außer Kontrolle und rennt der Federal Reserve damit quasi nach oben davon. Mit +9,1 Prozent wurde sie heute für Juni weit höher vermeldet als erwartet (+8,8 Prozent) und als im Vormonat (+8,6 Prozent). Der Kapitalmarktexperte Andre Stagge meldet sich im folgenden aktuellen Video zu Wort.

Die Federal Reserve hatte wegen der hohen US-Inflation ihren Leitzins seit März schon um 150 Basispunkte angehoben. Aktuell liegt das Niveau bei 1,50 bis 1,75 Prozent. Offizielle Äußerungen von Fed-Notenbankern deuten laut Andre Stagge stark darauf hin, dass der Leitzins bei der nächsten Zinssitzung um 75 Basispunkte erhöht wird. Allerdings preisen die Terminmärkte aktuell auch eine Wahrscheinlichkeit von 13 Prozent ein, dass es einen Zinsschritt von 100 Basispunkten geben wird, also einem vollen Prozentpunkt.

Laut Meinung von Andre Stagge wird die Inflation in der Eurozone die aus den USA noch überholen. Neben der Fed bespricht er auch die anstehende Zinsanhebung der EZB und die Marktreaktionen.



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8 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    In meiner langen Börsenerfahrung habe ich es noch nie erlebt, das hohe Inflationsraten – mit Leitzinsen darunter bekämpft werden können.

    Meist mussten dann die Notenbanken, ob sie wollten oder nicht, die Zinsen immer über der Inflation ansetzen.

    Jetzt scheint es mir wieder so.

    Ein gutes Beispiel aus der Geschichte ist das Jahr 1992 – in der Bundesrepublik Deutschland. Die damalige Bundesbank, sah der hohen Inflation viel zu lange zu, bis sie die Teuerung mit einem beherzten Zinsschritt bekämpfte.
    Ein ähnliches Szenario hatten wir 1979,diesmal in den USA. Die damalige Regierung schickte Paul Volcker in’s Rennen- der mit hohen Leitzinsen -von über 20 Prozent -der Inflation das Garaus machte.

    Ein weiteres Beispiel ist das Jahr 1973- während der ersten Ölkrise. Die damaligen Notenbanken wollten die Inflation nicht bekämpfen und handelten sich ,fast ein Jahrzehnt Stagflation ein.
    Powell hat’s mehrfach betont die Inflationsbekämpfung hat oberste Priorität. Aber die Finanzmärkte spielen blinde Kuh oder des Kaisers neue Kleider. Suchen Sie sich was aus!

    1. „Meist mussten dann die Notenbanken, ob sie wollten oder nicht, die Zinsen immer über der Inflation ansetzen.“
      Logo. Denn alles andere sorgt dafür das Schulden machen der sinnvollste Weg zum „Vermögensaufbau“ ist. Denn mit einem negativen Realzins bekommt man sein Vermögen schließlich geschenkt. Nur bekommt natürlich nicht jeder die Kredite. Also setzt sich die Vermögenskonzentration wie gewollt weiter fort.

      „Powell hat’s mehrfach betont die Inflationsbekämpfung hat oberste Priorität.“ Hat er zwar so gesagt, aber keineswegs gemeint. Die Inflation ist gewollt und entfaltet genau den gewünschten Effekt (siehe vorherigen Absatz), nämlich die Vernichtung des Mittelstandes. Das mit der „Inflationsbekämpfung“ sind nur Nebelgranaten für den dummen Durchschnittsbürger.

      1. @thinkself, Sie schreiben: „Die Inflation ist gewollt und entfaltet genau den gewünschten Effekt (siehe vorherigen Absatz), nämlich die Vernichtung des Mittelstandes“
        Warum sollte das der Plan sein? Was hätten Powell und die Fed davon, den Mittelstand zu vernichten??
        Das sind echte Verschwörungstheorien aus meiner Sicht!

        1. @Markus Fugmann

          Das liegt daran, dass du die ganze Tragweite des weltweiten Netzwerks vom Deep State noch nicht verstanden hast. Frag einfach Donnie auf Truth Social, da wirst Du geholfen 😉

    2. @Sebastian. Sie scheinen in ihrer langen Börsenerfahrung (in der DDR) nicht registriert zu haben, dass die Schulden auch relativ noch nie so hoch waren wie aktuell. Bei 91 Billionen Dollar die Leitzinsen über 9 Prozent anheben zu wollen, dies kann eigentlich nur ein absoluter Börsenanfänger behaupten. Die Merkwürdigkeiten des Dr.S.

    3. „In meiner langen Börsenerfahrung habe ich es noch nie erlebt, das hohe Inflationsraten – mit Leitzinsen darunter bekämpft werden können.“

      Vollkommen richtig, genau das glaube ich nämlich auch nicht. Von daher ist doch sehr fraglich ob die Inflation sich überhaupt zu „normalisieren“ beginnt, wie das ja einige Analysten und Experten vorhersagen.

  2. Vielleicht bekommen wir ja auch in Euroland zeitnah eine kleine Zinsüberraschung präsentiert…statt 0,25% dann 0,5%.

  3. Es ist ein Unterschied ob die Inflation durch Wirtschaftsboom ( Nachfrage) oder durchAngebotsmangel entsteht.Darum hat die EZB Horror die Zinsen zu erhöhen.Schon bei den jetzigen US Zinsen bahnt sich eine Rezession an.( inverse Zinskurve) Noch höher Zinsen würden eine todsichere scharfe Rezession provozieren ,was Biden sicher nicht will.
    Das Problem ist übrigens nicht das Zinsniveau, sondern der extrem schnelle Wechsel vom FED Put zum FED Aktiengegner und der schnelle starke Anstieg z.B. bei den Hypozinsen. Ein 30jähriger Zinszyklus kann nicht in einigen Monaten total gekehrt werden, wie schon vom weisen Feedbackler erwähnt passiert dies wellenartig über längere Zeit. ( übrigens auch die Meinung von Marc Faber)

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