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Konjunkturdaten

US-Konjunktur: Einkaufsmanagerindizes ganz schwach, aber US-Hausverkäufe besser

Redaktion

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FMW-Redaktion

Schwache Daten zu den US-Einkaufsmanagerindizes: das verarbeitende Gewerbe bei 52,8 (Prognose war 53,8), Dienstleistung bei 52,5 (Prognose war 53,2). Der zusammengesetzte Index fällt auf 52,7 und erreicht damit den schlechtesten Wert seit September 2016 – also vor der Wahl Donald Trumps!

Markit, das die Daten erhebt, spricht dabei vom geringsten Zuwachs bei der Beschäftigung seit Februar 2010 und erwartet nur 100.000 neue Stellen bei den non-farm payrolls für den Monat April. Dabei steigen die Input-Kosten für die Unternehmen im Servicesektor so stark wie seit Juni 2015 nicht mehr, im produziernden Gewerbe sogar wie seit Dezember 2013 nicht mehr. Da die Unternehmen die gestiegenen Kosten offenkundig nicht an die Endkunden weiter geben, sinken die Margen!

Chris Williamson, Chefvolkswirt von Markit, spricht daher davon, dass die US-Wirtschaft weiter an Momentum verliere („lost further momentum“).

Vergleicht man die Daten mit den heute veröffentlichten europäischen Einkaufsmanagerindizes (siehe hierzu unseren Artikel), scheint sich unsere These weiter zu bestätigen, dass die USA ihren konjunkturellen Hochpunkt überschritten haben!

Für Linderung des „Konjunkturschmerzes“ in den USA sorgen jedoch die besser als erwartet ausgefallenen Verkäufe bestehender US-Häuser (Existing Home Sales), die mit einem Anstieg von +4,4% die Erwartungen von +2,5% übertroffen haben. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Amerikaner mit steigenden Zinsen rechnen und daher Immobilienkäufe möglichst vorziehen, um bessere Lreditbedingungen zu bekommen.

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Arbeitsmarktdaten schwach

Markus Fugmann

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Die US-Arbeitsmarktdaten (Novembber) sind mit 245.000 Stellen deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 470.000 Stellen; Vormonat war 638.000 Stellen, nun auf 610.000 nach unten revidiert). Die Privatwirtschaft hat dabei 344.000 Stellen geschaffen, der Staat damit 99.000 Stellen abgebaut!

Die US-Stundenlöhne liegen bei +0,3% zum Vormonat und bei +4,4% zum Vorjahresmonat (Prognose war +0,1% zum Vormonat und +4,3% zum Vorjahresmonat; Vormonat war +0,1% und +4,5%).

Die US-Arbeitslosenquote liegt bei 6,7% und damit leicht niedriger als erwartet (Prognose war 6,8%; Vormonat war 6,9%). Die Beteiligungsquote (participation rate) liegt bei 61,5% (Vormonate war 61,7%).

Wir analysieren die Daten in einem Folgeartikel..

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Europa

Auftragseingänge der Industrie: Juhu, die Krise ist vorbei

Claudio Kummerfeld

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Verschiedene Metallerzeugnisse

Heute früh hat das Statistische Bundesamt die Auftragseingänge der Industrie (genauer gesagt für das Verarbeitende Gewerbe) für den Monat Oktober veröffentlicht. Im Vergleich zu September steigen sie um 2,9 Prozent. Wichtiger: Im Jahresvergleich zu Oktober 2019 steigen sie um 1,8 Prozent. Noch wichtiger: Gegenüber Februar 2020, dem letzten Monat vor Ausbruch der Coronakrise, lagen die Auftragseingänge der Industrie um 0,8 Prozent höher.

Also kann man basierend auf diesen Zahlen sagen, dass zumindest für die Auftragseingänge der Industrie die Coronakrise vorbei ist. Der Chart, der bis zum Jahr 2012 zurückreicht, zeigt eine abgeschlossene V-förmige Erholung. Klar erkennbar ist, dass die Aufträge aus dem Ausland (wohl vor allem aus China) den Schnitt nach oben ziehen.

Chart zeigt den Verlauf der Auftragseingänge der Industrie seit 2012

Hier Detailaussagen der Statistiker im Wortlaut:

In der größten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, der Automobilindustrie, stieg der Auftragseingang im Oktober 2020 weiter an (+1,0 % zum Vormonat) und lag damit 6,0 % über dem Vorkrisenniveau im Februar 2020.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Aufträge aus dem Inland im Oktober 2020 um 2,4 %, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 3,2 %. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 0,5 % zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 4,8 %.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im Oktober 2020 um 2,3 % über dem Vormonatsniveau. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Anstieg um 3,8 % und im Bereich der Konsumgüter fielen die Aufträge um 2,2 %.

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Konjunkturdaten

ISM Index (Dienstleistung) leicht schwächer – Preise steigen

Markus Fugmann

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Der ISM Index (Dienstleistung; November) ist mit 55,9 leicht schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 56,0; Vormonat war 56,6 – das war der schwächste Wert seit Mai).

Die Komponenten:

– Beschäftigung 51,5 (Vormonat war 50,1)

– Auftragseingang 57,2 (Vormonat war 58,8)

– Preise 66,1 (Vormonat war 63,9)

Wie schon vorhin beim Markit PMI für die USA steigen die Preise also weiter..

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