Seit genau einer Woche gab es fünf wichtige US-Konjunkturdaten, die vier Mal sehr schwach ausfielen, und einmal genau wie erwartet. Das kann man so oder so interpretieren. Wie wird der Aktienmarkt damit umgehen?
US-Konjunkturdaten sehr schwach
Letzten Freitag sahen wir die US-Arbeitsmarktdaten für Juli: Sehr schwach mit -23.000 Jobs! Dann vorgestern die Daten zur US-Inflation für Juli mit 3,4 % im Jahresvergleich. Alle Teilkomponenten exakt wie erwartet. Dann gestern Erzeugerpreise in den USA, die schwächer gemeldet wurden als erwartet. Und heute um 14:30 Uhr: Im Juli sanken die US-Einzelhandelsumsätze um 0,6 % im Monatsvergleich bei +0,1 % Erwartung. Und heute um 16 Uhr dann das Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan, das deutlich schwächer ausfiel als erwartet.
Was sagt uns das? Diese US-Konjunkturdaten deuten auf eine Abkühlung hin, was bedeutet, dass die Federal Reserve immer weniger Druck haben dürfte, die Zinsen im September anzuheben. Das CME Fed Watch Tool zeigt die Markterwartungen: Noch vor vier Wochen wurde mit 50 % Wahrscheinlichkeit angenommen, dass die Federal Reserve im September die Zinsen um 25 Basispunkt erhöhen wird. Vor einer Woche lag die Wahrscheinlichkeit dann bei 44,4 %, heute früh noch bei 32,9 %, jetzt bei 28,6 %.
Szenario 1 – Zinsaussichten gut für Aktienmarkt
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Die gängigste Reaktion am Aktienmarkt: Beim Ausblick auf sinkende oder zumindest nicht steigende Zinsen steigen die Kurse. Denn niedrigere oder nicht steigende Zinsen bedeuten günstigere Kreditkosten für Verbraucher und Unternehmen, was auf längere Sicht die Unternehmensergebnisse verbessert.
Szenario 2
Manchmal sagen sich Anleger ganz schlicht und einfach: Schlechtere US-Konjunkturdaten bedeuten, dass die Amerikaner weniger Lebensmittel einkaufen, weniger Autos kaufen, weniger neue Häuser kaufen usw. Das belastet die Unternehmensergebnisse, was wiederum den Aktienmarkt belastet. In den letzten Tagen zeigte der Aktienmarkt in den USA einen vorsichtigen Aufwärtstrend, getrieben durch gute Quartalszahlen und auch die Hoffnung auf nicht steigende Zinsen. Aber wenn sich der Ausblick auf die US-Konjunktur weiter deutlich verschlechtert, könnte die Erzählung hin zu Szenario 2 ausschlagen.
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Sinkende Nachfrage sollte doch bei komstantem Angebot zu fallenden Preisen führen, nicht?
Womöglich ist der Wirtschaftszyklus bereits in seiner Hochreife.
Die Schere zwischen Realwirtschaft und Börse geht immer weiter auseinander…
Übergeordnet bleibt festzustellen, es gibt Aktienmärkte die grundsätzlich alles schlecht reden …wie 03 und 09 …und es gibt das Gegenteil…und das ist jetzt…
Antizyklisch zu investieren heißt immer das Gegenteil von dem zu machen was die Masse macht…Kaufen wenn keiner kaufen wie in 03 und 09 und verkaufen wenn’s umgekehrt läuft…und das ist jetzt…2026…