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Der perfide Plan der US-Regierung: Währung und Schulden abwerten

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Liebe Börsianerinnen, liebe Börsianer, es ist eine Legende, dass die USA in der Vergangenheit nur Schulden aufgebaut hätten. Der US-Rentenmarkt ist über 200 Jahre alt, und in Friedenszeiten haben die Amerikaner immer brav getilgt und ihre Schuldenlast auch wieder heruntergefahren. Folglich gelten US-Schulden der öffentlichen Hand als sehr sicher.

Jim Rickards meint allerdings, dass sich dies nun ändern wird. Lesen Sie jetzt, warum die US-Politik die Inflation möglicherweise nur halbherzig bekämpfen wird. Das Ziel der USA: Eine systematische Schwächung der eigenen Währung zur Abwertung der eigenen Schulden. Die Parallelitäten zu Europa sind unübersehbar.

Gastbeitrag von Jim Rickards
Liebe Börsianerinnen, liebe Börsianer,

Regierungsbeamte beteuern alles in ihrer Macht stehende zu versuchen, um die Inflation zu bekämpfen. Aber insgeheim sind sie gar nicht so sehr über die Inflation besorgt. Warum? Weil die Inflation die Staatsschulden viel erträglicher macht.

Eine Regierung, die über 31 Billionen Dollar Schulden vorzuweisen hat, kann jede Hilfe gebrauchen, die sie bekommen kann, um diese Schuldenlast zu reduzieren. Schauen wir uns an, wie es dazu kam. Der Markt für US-Staatsanleihen wurde von Alexander Hamilton zu Beginn der ersten Amtszeit von George Washington um 1790 begründet. Die neu gegründeten Vereinigten Staaten von Amerika sahen sich Forderungen von Gläubigern gegenüber, die den Revolutionskrieg finanziert hatten.

Der US-Kongress hatte eine einfache Lösung: Zahlungsausfall! Das ist der American Way. Aber Hamilton hatte eine bessere Idee. Er schlug vor, die neue Regierung sollte mehr Geld leihen und damit die alten Gläubiger bezahlen. Sobald dieses Werk verbracht wäre, würde man als kreditwürdig gelten und könnte noch mehr Geld leihen, um das in der ersten Runde geliehene Geld zurückzuzahlen.

Dieser Plan war so erfolgreich, dass es den US-Anleihenmarkt seit 230 Jahren gibt. So lange leihen sich die USA schon neues Geld, um alte Schulden zu begleichen. Im Jahr 1835 wurde Andrew Jackson der erste und einzige Präsident, der die Staatsverschuldung auf Null reduzierte.

Inflation ist der einzige Ausweg

Die Geschichte der US-Schulden ist keine Geschichte, in der die Schulden 230 Jahre lang stetig angestiegen sind. Die tatsächliche Geschichte ist die, dass die Schulden in Kriegszeiten stiegen und in Friedenszeiten zurückgezahlt wurden.

Die Schulden stiegen im Krieg von 1812, im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg von 1846-1848, im Bürgerkrieg, im Ersten Weltkrieg, im Zweiten Weltkrieg, in Korea, in Vietnam und unter Reagan, um den Kalten Krieg zu gewinnen. Der einzige größere Schuldenanstieg ohne Krieg vor dem Jahr 2000 war während der Großen Depression. Die Kriegsschulden wurden in Friedenszeiten getilgt, unter anderem in den 1820er, 1870er, 1920er und 1990er Jahren. Erst nach 2000 gerieten die Dinge aus den Fugen und die Staatsschulden stiegen unter George W. Bush, Barack Obama, Donald Trump und Joe Biden geradewegs an.

Jetzt sind die Schulden ohne Inflation nicht mehr zu bewältigen. Die Inflation begünstigt die Schuldner, weil sie die Schulden mit abwertenden Dollars zurückzahlen können. Es ist einfacher Schulden zu tilgen, weil man sie mit Dollars zurückzahlt, die weniger wert sind als zu dem Zeitpunkt, zu dem man sie ursprünglich geliehen hat. Die Inflation mindert also den realen Wert der Schulden.

Andererseits erhöht eine Deflation den realen Wert der Schulden. Bei einer Deflation steigt der Wert des Geldes, so dass es schwieriger wird, die Schulden zu tilgen. Aus diesem Grund hassen Schuldner die Deflation.

Die andere Möglichkeit mit den Schulden umzugehen, ist der Zahlungsausfall. Aber es gibt keinen Grund für die USA in Verzug zu geraten, weil die Schulden in Dollar bestehen und die US-Notenbank die Dollarnoten einfach drucken kann. Das ist der große Vorteil der führenden Reservewährung der Welt, was der französische Finanzminister Valéry Giscard d’Estaing in den 1960er Jahren als „exorbitantes Privileg“ bezeichnete.

Die Todesfalle der Verschuldung

Personen, die ständig behaupten, dass die Staatsschulden nicht abbezahlt werden können, verstehen diesen Markt nicht. Es gibt keine Notwendigkeit, die Staatsschulden zu tilgen. Wir müssen sie nur immer wieder verlängern. Aber dazu müssen wir unsere Kreditwürdigkeit aufrechterhalten, wie schon Hamilton wusste. Sobald unsere Kreditwürdigkeit in Frage gestellt wird, bricht das gesamte Kartenhaus zusammen.

Dies äußert sich zunächst in höheren Zinsen, dann in einer Abwertung des Dollars und schließlich in illiquiden Märkten, auf denen die Schulden nur noch an die Fed verkauft werden können. Das letzte Stadium ist die Hyperinflation und der vollständige Zusammenbruch der…..

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3 Kommentare

  1. Nur gut,dass Deutschland keine eigenen Schulden hat und auch nicht f die Schulden Anderer bürgt…..Achtung Ironie/ Zynismus/ Sarkasmus…

  2. Stammtischgelaber…. Wenn’s volkswirtschaftlich nur so einfach wäre.

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