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US-Staatsverschuldung mit 495 Milliarden Dollar Anstieg in vier Wochen

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Die US-Staatsverschuldung wächst, und wächst, und wächst. Kaum bemerkt von der breiten Öffentlichkeit macht der Schuldenstand derzeit oft von Tag zu Tag große Sprünge. Von März bis zum 1. August lag die US-Staatsverschuldung wie fest angenagelt bei 22,02 Billionen US-Dollar. Denn die Schuldenobergrenze war erreicht. Erst Ende Juli einigte man sich im Kongress, dass bis 2021 deutlich mehr Schulden gemacht werden dürfen. Dann konnten optisch versteckte und in die Zukunft verschobene Schulden ab August schnell nachgebucht werden in die offizielle Schuldenstatistik.

Und so ist die US-Staatsverschuldung von Ende Juli bei 22,022 Billionen US-Dollar auf aktuell (Stand Mittwoch) 22,517 Billionen Dollar angestiegen, wie es Daten des US-Finanzministeriums zeigen. Ein Zuwachs von 495 Milliarden Dollar oder 2,24% in gerade mal vier Wochen! Alleine von Dienstag auf Mittwoch war es ein Sprung von 18 Milliarden Dollar, am Tag davor ein Sprung von 39 Milliarden Dollar.

Seit Donald Trumps Amtsantritt im Januar 2017 (Schuldenstand 19,95 Billionen Dollar) ist die US-Staatsverschuldung um 2,567 Billionen Dollar oder 12,86% gestiegen. Jetzt würde man denken: Das ist aber gigantisch? Was für ein Wahnsinn? Aber halt. Man schaue auf seine Vorgänger. George Bush Junior und Barack Obama schafften es jeweils grob gesagt die Schuldenlast der USA zu verdoppeln (hier die Details). Donald Trump braucht also noch eine zweite Amtszeit und muss noch weiter kräftig auf die Pumpe drücken, wenn er ähnliche Glanzleistungen vollbringen möchte. Natürlich wird es für Trump prozentual schwieriger sein mit Obama mitzuhalten. Denn Obama hatte „nur“ von 11 auf 20 Billionen Dollar erhöht. Trump muss von 20 auf 40 Billionen erhöhen, wenn er verdoppeln will. Tja, so ein Mist. Dieser blöde Prozenteffekt.

US-Staatsverschuldung Tagesstatistik
Tabelle: US Treasury

Das US-Finanzministerium managt die US-Staatsverschuldung
Treasury Department building in Washington, D.C. Foto: AgnosticPreachersKid CC BY-SA 3.0

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. tm

    6. September 2019 09:46 at 09:46

    “ George Bush Junior und Barack Obama schafften es jeweils grob gesagt die Schuldenlast der USA zu verdoppeln“

    Naja, Obama hat ein sehr hohes Defizit und eine große Rezession geerbt und hat es geschafft, das Defizit Jahr für Jahr zu verringern und am Ende einen konsolidierten Staatshaushalt zu übergeben. Trump hat von Januar bis Juli 2019 91% mehr Schulden gemacht als Omaba im gleichen Zeitraum 2015 und sogar 15% mehr Schulden als Obama im Gesamtjahr 2015 (und 2014) gemacht hat. Wie soll das erst werden, wenn die USA in eine Rezession rutschen?

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Der Fiskus hat Ihr Geld – So holen Sie es zurück

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Lieber Börsianer,

das kennen Sie! Spätestens zur Jahresmitte ist unser Sparerfreibetrag von 801 bzw. 1.602 Euro aufgebracht. Dann schlägt der Fiskus bei jedem Gewinnverkauf unangenehm zu:

Aus einem Kursgewinn von 1.000 Euro werden dann nur noch 736,25 Euro.
Aus einem Kursgewinn von 5.000 Euro werden 3.681,25 Euro. Usw…
Sie haben recherchiert, Sie haben investiert, Sie tragen das Risiko und der Fiskus verdient jedes Mal erklecklich mit.

Schauen wir uns doch einmal ein, wie sich die Abgeltungsteuer auf ein Gesamtdepot auswirkt. Ein fiktives Beispiel: Max Mutig investiert seit 10 Jahren recht erfolgreich an der Börse. Aus ursprünglich 100.000 Euro hat er in diesem Zeitraum 160.000 Euro gemacht. Stand heute beträgt die Depotperformance also exakt 60 %.

Nun will sich Herr Mutig belohnen und verkauft ungefähr die Hälfte seines Depots. Dabei realisiert er Kursgewinne von 30.000 Euro. Und jetzt kommt der Fiskus und schöpft gleich an der…..

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Brexit-Deal fertig – Pfund explodiert, Dax steigt auf 12800 – Update: DUP dementiert Zustimmung zu Deal, Parlament muß abstimmen

Laut Jean-Claude Juncker wie auch Boris Johnson ist der Brexit-Deal nun bestätigt

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Laut Jean-Claude Juncker wie auch Boris Johnson ist der Brexit-Deal nun bestätigt:

Auch die DUP sei nun an Bord:

Aber dann das: scheinbar nicht wirklich an Bord ..:

So oder so: die Regierung Johnson muß den Deal nun durch das britische Parlament bringen – Zustimmung unsicher:

Das britische Pfund schießt mit 1,2945 durch die Decke, die Aktienmärkte steigen. Aber so lannge nicht wirklich klar ist, ob die DUP den Deal deckt, dürfte es volatil bleiben..

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Landesbanken-Volkswirte und die Zins-Wüste

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Wüste Sand Beispielfoto

Zins-Wüste, das ist unsere Wortkreation, das mal gleich vorweg. Warum ist das Bild einer Wüste im Zusammenhang mit diesem Artikel so passend? Wenn man durch die Wüste geht und am Horizont nichts außer Sand sieht, dann verliert man irgendwann die Hoffnung, dass man irgendwann mal eine Oase mit Wasser erreicht. Dieses Bild könnte auch auf den Anleger zutreffen, der es jahrzehntelang gewohnt war Zinsen auf seine Spareinlagen zu erhalten. Was für eine freche Anmaßung, Zinsen auf Guthaben als selbstverständlich zu erachten (Scherz)… aber zur Sache. Die öffentlichen Banken in Deutschland (hauptsächlich Landesbanken) haben heute ihre gemeinsame Kapitalmarktprognose für den Monat Oktober veröffentlicht. In Sachen Zinsen rechnen die Banken mit eher sinkender Tendenz. Denn aktuell liegt die Rendite für zehnjährige deutsche Staatsanleihen bei -0,41%. Die Ökonomen der Banken rechnen in 12 Monaten mit einer Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe zwischen -0,40 und -0,65 Prozent. Und hier die düsteren Worte für Anleger in Deutschland, die Zinsanlagen gewohnt sind. Zitat:

„Angesichts der Quasi-Abschaffung des positiven Zinses kann es nicht überraschen, dass die Sparer nicht gut auf die Gelpolitik der EZB zu sprechen sind. Die Suche nach vergleichbaren Alternativen ist schwierig. Mit einfachen und konservativen Strategien lassen sich kaum noch langfristig positive Erträge erwirtschaften“, erklären die VÖB-Kapitalmarktstrategen. Die Renditen könnten sogar weiter sinken, da die politischen und konjunkturellen Risiken durch Handelskonflikte und Brexit andauern.

Und ja, da muss der Kleinanleger, der eigentlich kein Risiko haben möchte, irgendwann doch mal den Weg gehen hin zu Aktien oder Aktienfonds? Natürlich hat das den angenehmen Nebeneffekt, dass Sparkassen und alle anderen Banken mit der Vermittlung von Fondsprodukten ein richtig gutes Provisionsgeschäft machen. Aber ja, inhaltlich ist es natürlich richtig…der Anleger muss sich nach Alternativen umschauen. Tja, und was bleibt da? Gold? Aktien? Oder höher verzinsliche Anleihen, die man dann aber entweder im Ausland findet, oder bei Unternehmensanleihen mit oft zweifelhaften Geschäftsmodellen der Emittenten? Oder doch lieber wie die Masse der Sparer das Geld einfach stumpf auf dem Sparbuch liegen lassen, reale Verluste in Kauf nehmen, und auf die Wiedereinführung von Zinsen warten… irgendwann einmal? Was sind auch noch wichtige Aussagen der Landesbanken-Ökonomen? Zitat:

Für Deutschland bewegen sich die Erwartungen für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2020 gegenüber 2019 auf einer Skala zwischen 0,3 und 1,2 Prozent. Für den Euroraum erwarten die Experten Werte zwischen 0,8 und 1,3 Prozent. Die VÖB-Kapitalmarktstrategen sind sich einig: „Die politischen Risiken übertragen sich zunehmend auf die Weltkonjunktur. Der globale Handel zeigt deutliche Anzeichen von Schwäche.“ Für die USA erwarten die Experten der VÖB-Mitgliedsinstitute deshalb im Jahr 2020 ein geringes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes zwischen 0,6 und 1,8 Prozent. „Wir erwarten zwischen einer und drei weiteren Zinssenkungen der US-Notenbank Fed. Die jüngste Zinssenkung der EZB und die Wiederbelebung des EZB-Kaufprogramms zementieren ebenfalls das Negativzinsumfeld“, erklären die VÖB-Experten.

In ihren Prognosen weichen die einzelnen Landesbanken deutlich von einander ab. Oben in der Grafik sieht man die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum, und unten für die Inflationsrate gemessen anhand des für die EZB entscheidenden HVPI (Harmonisierter Verbraucherpreisindex).

Prognosen Landesbanken

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