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US-Tech-Werte als sicherer Hafen? Ein dümmlicher Mythos wird entlarvt

Die Wall Street erfand ein absurdes Konstrukt: die großen US-Tech-Werte seien sicherer Hafen im Umfeld des Handelskriegs! Dieser Mythos fällt jetzt in sich zusammen..

Redaktion

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am

Die Wall Street malt sich die Welt, wie sie ihr gefällt! Und weil das so ist, erfand irgendjemand ein geradezu absurdes Konstrukt: dass nämlich die großen US-Tech-Werte ein sicherer Hafen seien, gerade im Umfeld eines Handelskriegs.

Man muß schon den Hut ziehen vor so viel Fantasie! Ein Blick auf die nackten Zahlen nämlich hätte gezeigt, dass das Gegentel der Fall ist: es sind vor allem die großen US-Tech-Werte, die richtig viel Geld in China verdienen! So wie der US-Halbleiter-Hersteller Micron (knapp die Hälfte seines Gesamtumsatzes), der gestern von Peking durch ein Gerichtsurteil angezählt wurde, so eine Texas Instruments, eine Intel etc. etc.:


(Grafik durch anklicken vergrößern)

Jochen Stanzl findet für den Mythos, US-Tech-Werte seien ein sicherer Hafen, klare Worte:

Die Wall Street selbst lebt in einer ganz eigenen Welt, wie anhand dieses Videos von Peter Tuchman evident ist: „the market seems stable“ – echt jetzt? Auffallend ist, dass US-Investoren gestern umgeschichtet haben aus Tech-Werten in Aktien, die stark auf den US-Binnenmarkt fokussiert sind (die im Russell 2000 enthalten sind):


By Cartoosh – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6093877

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Beobachter

    4. Juli 2018 13:02 at 13:02

    Schon wieder eine gute , einleuchtende Analyse ( wie immer wenn er nicht neben dem Baader Bullen steht)
    Vereinfacht gesagt, die Nasdaq Titel haben seit der Trump–Wahl am meisten zugelegt, müssten eigentlich
    auch am meisten verlieren wenn der Donald im Porzellanladen wütet wie ein Elephant.
    Die Weltfinanzmärkte sitzen auf einem Pulverfass
    weil: Grosse Pensionsfonds, alle DICKFISCHE inkl. CH Notenbank, alles was Rang u.Namen hat ist in den anscheinend immer nur steigenden Tech– Aktien investiert .
    Während früher die Pensionsgelder eher in konservativ bewertete Titel wie GE oder GM u.s.w
    Investiert waren, liegen sie heute zu einem grossen Teil bei wenigen sehr hoch bewerteten Titeln.
    Das kann nicht mehr lange gut gehen, übrigens ist wie F,Homm sagt fast unbemerkt in China der Bärenmarkt
    schon Tatsache.Hat man die Chinesen immer als staatsgesteuertes Monster betrachtet, ist es eher die westliche Finanzwelt. Haben die Chinesen immerhin eine 20% Korrektur zugelassen.Viele meinen, bei uns wäre das nicht mehr möglich.
    2018 IST ALSO EIN WENDEPUNKT
    weil: Deutschland gewinnt nicht mehr immer im Fussball.
    England verliert nicht immer im Penaltyschiessen.
    Die Börsen steigen nicht immer.
    Die Zinsen fallen nicht immer.
    Die Bären haben nicht immer unrecht

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Finanznews

Aktienmärkte: Bis US-Wahl jede Rally „gedeckelt“? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ist von nun an jede Rally der Aktienmärkte „gedeckelt“, solange die Unsicherheit über den Ausgang und die Folgewirkungen der US-Wahl besteht? So sieht es zumindest die US-Großbank Goldman Sachs. Entscheidend ist vor allem, ob Trump im Vorfeld der Wahl doch noch sagt, dass er auch eine Niederlage akzeptieren würde – was jedoch aufgrund seiner konstanten Kritik an der Briefwahl in den USA eher unwahrscheinlich ist. Gerade angesichts der deutlich steigenden Zahl an Brief-Wählern dürfte die Fersehdebatte zwischen Biden und Trump heute besondere Bedeutung haben, und wenn Biden keine schlechte Figur machen sollte, wäre das für die US-Demokraten schon ein wichtiger Punktsieg. Die Aktienmärkte sind im Vorfeld der Debatte nervös und zappeln hin und her..

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Rüdiger Born: Chancen im Nasdaq

Rüdiger Born

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Aktienmärkte: Dänemark, der Börsenstar des Jahres

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Jeden Tag blicken wir gespannt auf die Aktienmärkte in den USA, um an der Wall Street die wundersame Rally der Hightechwerte zu verfolgen. Apple, Amazon und Co haben den Nasdaq zu einem Highflyer gemacht, dessen Performance aufgrund von nur sieben Titeln die Indizes der Welt in den Schatten gestellt hat.

Aber relativ unbemerkt gibt es in Europa einen der kleinsten Aktienmärkte, der sogar in Schlagweite zur Technologiebörse in den USA geblieben ist: der OMX in Dänemark.

Aktienmärkte: Der dänische Leitindex trotzt Corona

Dänemark ist nicht nur ein relativ kleines Land in Europa mit gerade einmal 5,8 Millionen Einwohnern, auch umfasst der Leitindex OMX Copenhagen nur 20 Aktien. Was ihn aber nicht davon abgehalten hat, sich im Coronajahr an die Performance-Spitze der größeren Aktienmärkte der Welt zu setzen. Zum Ende letzter Woche ergab sich dabei folgende Performance zum 1.1. 2020:

OMX Kopenhagen + 16,9 Prozent
CSI China + 11,6 Prozent
S&P 500 + 0,5 Prozent
Dax – 9,1 Prozent
Einzig der Nasdaq 100 lieferte mit plus 22 Prozent noch etwas mehr. Allerdings spielt auch der Wechselkurs noch eine Rolle und da hat die dänische Krone gegenüber dem Euro sogar noch etwas aufgewertet.

Gründe für das gute Abschneiden

Da ist zum einen die Entwicklung von COVID-19 in dem skandinavischen Land zu nennen. Aufgrund eines frühen Lockdowns litt das Land nicht so sehr unter den ökonomischen Folgen der Pandemie, das dänische Bruttoinlandsprodukt verlor im zweiten Quartal um 6,9 Prozent, weniger als der Durchschnitt in Europa (-12,1%), aber auch weniger als Deutschland oder den USA (-9,7%/9,5%). Hinzu kommen die weltweit üblichen Rettungspakete, die auch die dänische Regierung verabschiedet hat. Alles das wäre aber nicht in der Lage, den Index so zu „pushen“ – es ist vielmehr die Zusammensetzung des Leitindex in Dänemark.

Es sind eine Reihe von Pharma- und Biotechfirmen, die im Index sehr dominant vertreten sind und die von der Pandemie im Besonderen profitiert haben: Der weltgrößte Insulinhersteller Novo Nordisk, die Medizintechnikfirma Ambu, Coloplast, Genmab, CHR Hanssen und Novozymes, Firmennamen, die in unseren Breiten nicht allzu bekannt sind. Damit kommen die Gesundheitsfirmen auf die Hälfte der Marktkapitalisierung des Index in Höhe von 370 Millionen Euro. Dennoch ganz schon imposant im Vergleich zu unserem DAX, dem Leitindex in einem Land mit 83 Millionen Menschen, der gerade eine gute Billion Euro auf die Wage bringt.

Ein großer Nachteil eines Engagements ist damit schon erklärt, denn man fokussiert sich dann ziemlich stark auf eine Branche mit wenigen Titeln. Zumal die Unternehmensbewertung durch die Hausse deutlich nach oben gegangen ist. KGVs von 22 (Novo Nordisk) bis hin zu 60 (Genmab) oder 110 (Ambu) zeigen ein weiteres Gefahrenmoment auf. Aber die Wachstumsstory ist noch intakt und der dänische Index ist noch wenig auf dem Radar internationaler Fonds gesichtet – anders als etablierte Aktienmärkte dieser Welt. Natürlich gibt es zu Zeiten von Corona auch Verlierer im OMX, wie den Bürodienstleisters ISS, die Danskebank oder die Brauerei Carlsberg. Diese vermochten es aber nicht, die Performance des Index arg zu dezimieren.

Fazit

„We Are Red We Are White, We Are Danish Dynamite“, lautete einmal ein Song des fußballbegeisterten Dänemark, insbesondere beim Gewinn des Europameistertitels 1992 in Schweden. Ausgerechnet gegen den damals amtierenden Weltmeister Deutschland. Scheint so, als ob für die Börse des kleinen nordischen Landes in diesem Jahr auch wieder so ein kontinentaler Titel möglich ist.

Der Index OMX ist der heimliche Star der Aktienmärkte Europas

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