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US-Transport Index: Deutliche Anzeichen für eine Rezession – und warum der Handelsstreit zunächst in den Hintergrund rücken könnte

In d n USA gibt es eine Indikation, die auf eine ernsthaften Abschwung oder gar auf eine Rezession hindeutet

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Auch wenn es in den USA konjunkturell anscheinend noch gut läuft wie im Konsum oder im Dienstleistungssektor ablesbar, so gibt es doch eine Indikation, die auf eine ernsthaften Abschwung bzw. eine Rezession hindeutet – es ist der US-Transport Index. Hierzu ein paar Fakten:

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Eine Indikation im Sturzflug

Die inneramerikanischen Frachtraten sinken auf Jahresbasis nun schon sechs Monate in Folge, der größte Rückgang erfolgte im Mai, als die an den Spotmärkten ausgehandelten Transportkapazitäten im Jahresvergleich um 62 Prozent einbrachen.

Auch Daten des Cass Freight Index deuten in den ersten sechs Monaten auf eine wesentlich geringere Aktivität als im Vorjahr hin. Ein Rückgang wie seit dem November 2009 nicht mehr gesehen. Der Index bildet die Transporte mittels LKWs, Eisenbahnen, Flugzeugen und Frachtschiffen innerhalb der USA ab. Während die Bestellungen von schweren Lkws bis ins Jahr 2019 hinein noch florierten, brachen diese laut ACT Research im Mai um 70 Prozent zum Vorjahresmonat ein, auf Monatsbasis um 27 Prozent. Für die ersten fünf Monate des Jahres zeigt sich eine Schrumpfung der Bestellungen um 64 Prozent.

Die USA befinden sich eindeutig in einer Transportrezession. Die Gewinne der Logistikkonzerne jedweder Größe befinden sich ganz klar in einem Abwärtstrend, abzulesen am US-Transportation Index. Wie heißt es im US-Börsenjargon: Am Ende des Tages kehrt der Dow Jones zum Transportindex zurück – und beide Indizes haben sich jüngst ein Stück weit voneinander entfernt.

 

Erste Insolvenzen als Vorboten der Rezession

Das US-Unternehmen New England Motor Freight, die Nummer 19 in der Branchhe musste 2019 schon den Gang zum Konkursrichter antreten, Falcon Transport beschloss erst vor Kurzem 600 Mitarbeiter zu entlassen.

 

Fazit

Das große Thema in nächster Zeit wird nach meiner Ansicht nicht mehr der Handelskrieg als übergeordneter Konflikt sein, als Machtkampf um die Führungsrolle in der Welt. Nein, es wird ein Kampf der beiden Großmächte sein um die Verhinderung einer Rezession für die die Zolleskalation, der Protektionismus und weitere Maßnahmen den Boden bereitet haben. Da kann mir keiner erklären, dass hunderte Ökonomen in beiden Staaten die Anzeichen nicht bemerkt hätten.

Im Falle einer Schrumpfung des Welthandels wäre sowohl das Projekt Seidenstraße In China erstmal verzögert (Verschuldung der chinesischen Firmen mit über 150% zum BIP) und für Trump seine Wiederwahl 2020 ernsthaft gefährdet.

Begründung: Selbst wenn China weiter um 6 Prozent pro Jahr wachsen würde und die USA nur um ein bis zwei Prozent, auch dann wären die USA in 10 Jahren noch vorne. Das ergibt sich schon aus der Größe des Bruttoinlandsprodukts der Großmächte (China 13 Bio.$ – USA 20,4 Bio.$).

Und dass China in den nächsten Jahren um 10% pro Jahr wächst, ist nahezu ausgeschlossen.

Es geht meines Erachtens kurzfristig nur um die Gesichtswahrung vor der Partei (China) oder vor den Wählern (USA) und wie man eine mögliche kommende Rezession meistert. Das Thema Kampf um die Vorherrschaft wird bleiben und nach den Wahlen 2020 so richtig angegangen werden. Im Übrigen sind ein Großteil der beteiligten Herrschaften aus den USA dann bereits sehr alte Männer, wenn die Wachablösung droht. Wilbur Ross, Robert Lighthizer, Larry Kudlow, John Bolton und Donald Trump sind zwischen 71 und 81 Jahre alt und werden die Wachablösung in keinem Amt erleben. Selbst wenn Trump wiedergewählt wird, beträfe das Thema Vorherrschaft erst seinen Nachfolger und auch erst in dessen zweiter Amtsperiode. Im Übrigen geht es Donald Trump vorrangig seit Langem (schon 1989) um eines – der Beendigung des Handelsbilanzdefizits der USA.

Ergo: Aus meiner Sicht werden beide Staaten in nächster Zeit mit einer sehr fundamentalen Konjunkturproblematik zu tun haben, am Ende des längsten Aufschwungs seit 1857. Wann ist in den USA je ein Präsident in einer Rezession wiedergewählt worden, vor allem wenn er den Abschwung durch seine Politik selbst verursacht hat?

Aktuell: Die heutigen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe aus Japan (schlechtester Wert seit drei Jahren) und China (49,3 Punkte, unterhalb der Wachstumsschwelle) senden wiederum eindeutige Zeichen.

 

Auch wenn es in den USA konjunkturell anscheinend noch gut läuft wie im Konsum oder im Dienstleistungssektor ablesbar, so gibt es doch eine Indikation, die auf eine ernsthaften Abschwung bzw. eine Rezession hindeutet

Von Terabass – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11848631

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