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Konjunkturdaten

US-Verbraucherpreise höher – Inflation steigt, erste Spuren des Handelskriegs, Löhne wachsen kaum mit

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Die US-Verbraucherpreise (Juli) sind mit +0,3% ausgefallen wie erwartet (Prognose war +0,3%; Vormonat war +0,1%). Zum Vorjahresmonat stiegen die Preise jedoch stärker, nämlich um +1,8% (Prognose war +1,7%; Vormonat war +1,6%).

Das dürften die ersten wirklich spürbaren Auswirkungen des Handelskriegs sein:

In der Kernrate (ohne Nahrung und Energie) stiegen die Preise zum Vormonat stärker als erwartet, nämlich um +0,3% (Prognose war +0,2%; Vormonat war +0,3%) und zum Vorjahresmonat um +2,2% (Prognose war +2,1%; Vormonat war +2,1%).

Und während die Preise deutlich steigen, bleibt die Entwicklung der Löhne hinter den Erwartungen zurück – das wird ein Problem für die hochverschuldeten US-Konsumenten:

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Europa

Handelsbilanz der EU: Dramatische Verschlechterung für Donald Trump

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Cointainerschiff Hafen Beispielfoto

Donald Trump hat im großen Bild gesehen mehrere Ziele. Die Mauer zu Mexiko ist wichtig, die Re-Industrialisierung der USA, und vor allem der Abbau des großen Defizits der USA in ihrer Handelsbilanz. Die USA importieren deutlich mehr, als dass sie exportieren – das ist ein Dauerzustand. Daher müssen sich US-Verbraucher, Kommunen und Staat immer mehr verschulden um die Importe bezahlen zu können. Somit fließt konstant Geld aus den USA ab. Die Handelsbilanz der EU für den Warenverkehr mit dem Ausland zeigt seit einiger Zeit eine dramatische Verbesserung gegenüber den USA – so auch heute.

In diesem Zusammenhang möchte man aktuell sagen: Leute, bitte, dass niemand die folgenden Daten dem Donald Trump heute früh auf den Schreibtisch legt. Dann könnte er spontan auf die Idee kommen zum Beispiel jetzt Autozölle gegen die EU einzuführen. Denn die bösen Europäer wie auch die bösen Chinesen haben ja die armen Amerikaner seit Jahrzehnten mit ihren Exporten über den Tisch gezogen!?! Die Amerikaner wurden also genötigt deutsche Autos und chinesische Fernseher zu kaufen? Naja, aber genug davon. Zu den Zahlen.

Handelsbilanz dramatisch verschlechtert für die USA

Eurostat veröffentlicht für die Handelsbilanz im Warenverkehr gegenüber einzelnen Handelspartnern immer Year to date-Zahlen, also von Jahresanfang bis zum aktuellen Zeitpunkt. Letzten Monat lag der Überschuss der EU in der Handelsbilanz gegenüber den USA von Januar-August bei 102,7 Milliarden Euro nach +90,6 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Heute haben wir die Zahlen für Januar-September erhalten, also ein größerer Bezugszeitraum. Hier liegt der EU-Überschuss gegen die USA bei 115,2 Milliarden Euro nach 101,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Wie gesagt, dass bloß niemand Donald Trump davon erzählt!

Übrigens: Was die EU bei den Amerikanern „abzwackt“, verliert man an die Chinesen. Das EU-Defizit in der Handelsbilanz mit Waren gegenüber China liegt für Januar-September bei 145,5 Milliarden Euro nach -131,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Auch hier verschlechtern sich die Werte gegenüber dem Zeitraum Januar-August. Vereinfacht gesagt nur bezogen auf die drei großen Blöcke USA, China und EU kann man sagen: China produziert die große Masse der Waren. EU und USA sind übelst defizitär gegenüber China. Aber die EU kann dieses Defizit zu großen Teilen ausgleichen, in dem man kräftig in die USA exportiert. Die Amerikaner können ihr China-Defizit aber nicht ausgleichen, und sind deftig im Minus!

Handelsbilanz EU Januar-September

Hier weitere aktuelle Daten zur aktuellen Handelsbilanz von Eurostat im Wortlaut:

Nach ersten Schätzungen lagen die Warenausfuhren des Euroraums (ER19) in die restliche Welt im September 2019 bei 196,2 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 5,2% gegenüber September 2018 (186,5 Mrd.). Die Einfuhren aus der restlichen Welt beliefen sich auf 177,6 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 2,1% gegenüber September 2018 (173,9 Mrd.). Infolgedessen registrierte der Euroraum im September 2019 einen Überschuss von 18,7 Mrd. Euro im Warenverkehr mit der restlichen Welt, gegenüber +12,6 Mrd. im September 2018. Der Intra-Euroraum-Handel belief sich im September 2019 auf 163,4 Mrd. Euro, ein Anstieg von 0,9% gegenüber September 2018.

Im Zeitraum Januar-September 2019 beliefen sich die Warenausfuhren des Euroraums in die restliche Welt auf 1 741,9 Mrd. Euro (ein Anstieg von 2,9% gegenüber Januar-September 2018) und die Einfuhren auf 1 586,3 Mrd. (ein Anstieg von 2,7% gegenüber dem Vorjahr). Infolgedessen verzeichnete der Euroraum einen Überschuss von 155,5 Mrd. Euro, gegenüber +147,3 Mrd. im Zeitraum Januar-September 2018. Der Intra-Euroraum-Handel belief sich im Zeitraum Januar-September 2019 auf 1 470,9 Mrd. Euro, ein Anstieg von 1,4% gegenüber JanuarSeptember 2018.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Daten zur US-Industrieproduktion

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Soeben wurden offizielle Daten zur US-Industrieproduktion veröffentlicht. Hier die wichtigsten Daten in Kurzform. Die US-Industrieproduktion im Monat Oktober ist um 0,8% gefallen (erwartet -0,4%). Im Jahresvergleich sinkt sie um 1,1%. Die Kapazitätsauslastung der US-Industrie lag im Oktober bei 76,7% (erwartet 77,1%/Vormonat 77,5%).

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Einzelhandelsumsätze, NY Empire, Außenhandelspreise

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Soeben wurden mehrere wichtige Wirtschaftsdaten veröffentlicht. Am Wichtigsten sind die US-Einzelhandelsumsätze. Hier die wichtigsten Daten in Kurzform.

US-Einzelhandelsumsätze Oktober im Monatsvergleich +0,3% (erwartet +0,2%).

New York Empire Produktion Index November 2,90 (erwartet 5,00).

Exportpreise Oktober im Monatsvergleich -0,1% (erwartet -0,1%).

Importpreise Oktober im Monatsvergleich -0,5% (erwartet -0,2%).

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