USA

Vor allem Republikaner werden pessimistischer US-Verbrauchervertrauen Uni Michigan schwach

Iran-Krieg als Faktor

Foto: Bilanol - Freepik.com

Das US-Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (August), das stark beachtet wird auch wegen der Erwartungen der Konsumenten zur Inflation, ist mit 51,0 Punkten deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 55,2 / Vormonat war 55,4). Das ist nach den schwachen Einzelhandelsumsätzen heute die nächste Enttäuschung.


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Märkte reagieren auf Druck, gute Entscheidungen nicht

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 51,8 (Prognose war 55,0 / Vormonat war 54,8).

Die Konsumentenerwartung liegt bei 50,6 (Prognose 55,4 / Vormonat war 50,7).


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Erwartungen zur Inflation:
1 Jahr: Von 4,2 % jetzt auf 4,3 %.
5 Jahre: Von 3,3 % jetzt auf 3,3 %

Dazu schreibt Joanne Hsu, die die Umfrage verantwortet (eigene Übersetzung):

„Die Verbraucherstimmung sank im August um etwa 8% und beendete damit zwei aufeinanderfolgende Monate der Verbesserung. Während die Einschätzung der persönlichen Finanzlage nur geringfügige Rückgänge verzeichnete, sank die Erwartung hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage kurzfristig um 11% und langfristig um 17%. Ein Rückgang der Stimmung war über das gesamte politische Spektrum hinweg zu beobachten, wobei die Republikaner im August den stärksten Rückgang im Monatsvergleich verzeichneten. Die Stimmung unter den Republikanern liegt nun 19% unter den Werten unmittelbar vor dem Iran-Konflikt und ist auf dem tiefsten Stand seit der Wahl 2024. Obwohl die Abschwächung der Stimmung zu Beginn des Monats in verschiedenen demografischen Gruppen weit verbreitet war, waren besonders starke Rückgänge bei älteren Verbrauchern, Verbrauchern mit geringerem Einkommen und Personen ohne Hochschulabschluss zu beobachten. Diese Gruppen sind alle besonders anfällig für eine durch die Inflation bedingte Erosion der Kaufkraft. Unter allen Verbrauchern rechnen nur 8% damit, dass ihr Einkommenswachstum im kommenden Jahr die Inflation übersteigen wird – ein Rückgang gegenüber 18% im Dezember 2024, was die Überzeugung widerspiegelt, dass hohe Preise weiterhin eine Belastung darstellen werden.

Die Inflationserwartungen für das kommende Jahr stiegen von 4,2 % im Juli auf 4,3 % in diesem Monat. Der aktuelle Wert liegt deutlich über den 3,4 %, die im Februar vor Beginn des Iran-Konflikts verzeichnet wurden, sowie über allen Werten des Jahres 2024. Die langfristigen Inflationserwartungen blieben den dritten Monat in Folge stabil bei 3,3 % und lagen damit weiterhin etwas über der Spanne von 2,8 % bis 3,2 % für das Jahr 2024.“

 



Über den RedakteurMarkus Fugmann
Historische Analyse und gesellschaftspolitische Expertise mit Blick auf die Finanzmärkte in Wort (Artikel) und Videos – immer mit dem Fokus auf die Frage: „Warum geht uns das etwas an!“
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1 Kommentar

  1. Die für die US-Volkswirtschaft wichtigen Konsumenten sind eben im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg skeptisch, daß der 47. US-Präsident Donald John Trump sein Versprechen, für moderate Tankstellenpreise zu sorgen, in naher Zukunft einhalten kann.

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