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US-Wahl 2020 – Spannung bis zuletzt? Der Faktor Hurrikan Laura

Die US-Wahl rückt näher, die Spannung steigt langsam aber sicher an. Wer wird gewinnen? Dass politische Voraussagen auf Dauer nicht seriös sein können, darauf hat schon der Nobelpreisträger Daniel Kahnemann hingewiesen: „Zero-Validity-Environment“, so hat er es beschrieben. Dies könnte erst recht im aktuellen Wahlkampf Trump gegen Biden der Fall sein. Noch sind es über 9 Wochen bis zum entscheidenden Wahltag. Dabei gibt es noch so viele Imponderabilien bis dahin und jetzt ist noch ein Faktor hinzugekommen.

Die bisherigen Unwägbarkeiten vor der US-Wahl:

  • Wird sich die US- Wirtschaft bis Anfang November erholen und aus der Rezession kommen?
  • Was macht der US-Konsum, der unmittelbar mit dem Arbeitsmarkt korreliert ist? Schließlich sinken die Chancen eines amtierenden Präsidenten in einer Rezession rapide.
  • Wie entwickeln sich die Coronazahlen bis dahin? Die USA haben bereits eine Infektionsrate von fast zwei Prozent (6 Mio Infizierte), aber die Dunkelzffern (Faktor 10) zeigen, dass das Thema für New York weitgehend durch sein könnte.
  • Wie steht es mit der Entwicklung eines Impfstoffes? Was wäre, wenn in der letzten Woche vor den Wahlen die entscheidende Meldung für einen Durchbruch käme, die Trump sofort seiner Politik zuschreiben würde?
  • Dazu kommen noch zahlreiche innen- und außenpolitische Ereignisse, die man heute noch nicht auf dem Schirm haben kann.

In den letzten Tagen hat sich eine Entwicklung ergeben, die gerade für den Leugner des Klimawandels, Donald Trump, im Vorfeld der US-Wahl auf die Füße fallen könnte – die früh einsetzende Hurrikansaison.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Kilometern pro Stunde bedroht der Hurrikan Laura die US-Bundestaaten Texas und Louisiana, mit einer bis zu sechs Meter hohen Welle. Man warnt vor schweren Zerstörungen bis ins Landesinnere hinein. Menschen müssen evakuiert werden und dies in Zeiten von Corona. Was ist mit den Schutzunterkünften?

Die US-Klimabehörde NOAA rechnet damit, dass 2020 ein Rekordjahr für Wirbelstürme werden könnte. Erwartet werden 19 bis 25 Stürme, von denen bis zu elf zu Hurrikans werden könnten. Die Wirbelsturm-Saison endet Ende November.

Was bedeutet das für den Wahlkampf, wenn sich das Negativszenario verwirklichen sollte? Donald Trump ignoriert nach seinem Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen das Thema, Joe Bidens Regierungsprogramm aber setzt genau hier an. Sollten große Schäden auftreten, viele Menschen ihre Unterkünfte verlieren, wäre das ein lohnendes Thema für die Demokraten, auch angesichts des Höhepunkts einer Hurrikansaison genau vor den US-Wahlen.

Wie erwähnt, Wahlergebnisse sind schwer vorauszusagen, die Unsicherheiten werden aber aktuell wohl gerade noch um eine Facette erweitert..

Der Hurrikan Laura könnte den Ausgang der US-Wahl beeinflussen



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3 Kommentare

  1. „Leugner des Klimawandels“ gibt es nur ganz wenige, wenn überhaupt.
    a) Die Kernfrage ist, ob es eine von Menschen gemachte gibt. Im Mittelalter war es sehr warm, es gab 2 Ernten. Grünland war grün bewaldet…
    Wenn der Mensch die Flüsse verunreinigen oder das Meer mit Plastik oder Öl zumüllen kann, heißt das noch lange nicht, daß er die Erderwärmung herbeiführen kann.
    b) Das ganze Theater soll ja nur ein großes Geldeinsammeln und die Planwirtschaft der Weltelite begründen. Z.B. Milliarden Vorschriften, einhergehend mit der Totalüberwachung. Man muß ja genau prüfen, wie jemand lebt, ob er der Welt und damit der ganzen Menschheit schadet. (Perfekte Emotionalität und Aggressionspotential-Spender!) Außerdem bringen die Verbote noch viele Vorteile. Stromautos kurbeln die Wirtschaft an, da die ganze Industrie neue Technologie verwenden muß. Bringt Geld (Strafgelder), generiert neuen Umsatz (Dieselfahrzeuge werden wertlos), schränkt den Bewegungsspielraum der Leute ein. (E-Autos extrem teuer. Weniger Demos.)
    c) Die Lügen der Klimahysteriker scheint das zu bestätigen.
    https://www.achgut.com/artikel/beweise_bitte_ein_star_der_klimaforschung_vor_gericht
    Nordpol schmilzt, Grönland wird wieder grüner, aber beim Südpol wächst das Eis rapide.
    https://www.wiwo.de/technologie/green/frage-der-woche-warum-waechst-das-suedpol-eis-trotz-erderwaermung/13547676.html
    Wurde von den deutschen Medien irgendwie vergessen.

  2. Wenn man nach der Börse geht, müsste Trump wieder gewählt werden. Und aktuell, auch dank Powell gestern, ist da keine Änderung in Sicht.

  3. Das Klima ändert sich seit bestehen der Erde und wird sich so lange ändern bis die Sonne in etwa zwei Millarden Jahren die Gashülle wegpustet.
    Das „Klima“, also über mindestens 30 Jahre gemittelte physikalische Parameter, ist auch nie „stabil“. Es kennt nicht mal stabile Punkte. Aufgrund der inneren Systemdynamik ist es weder vorhersehbar noch gezielt beeinflussbar. Damit ist das Thema final diskutiert.
    Die Menschheit hat sich immer an veränderte Bedingungen angepasst und das wird sie auch weiterhin. Wer das nicht hinkriegt wird zu Recht ausgemendelt.

    Aber was soll man auch von der NOAA schon erwarten. Würde doch ein Ende der Klimahysterie ihr eigenes Ende bedeuten. Sollte Trump wiedergewählt werden könnte er viel Steuergelder sparen indem er derartigen vollkommen überflüssigen Behörden einfach mal den Stecker zieht.

    Zu den wesentlichen Punkten:
    Schlägt die Wirtschaftskrise in Form von breiter Geldknappheit in den nächsten Wochen voll durch, kommt es darauf an wer dafür die Schuld abkriegt.

    Es könnte durchaus passieren, das bis in den November in der Breite rauskommt das Corona schlicht eine mittelschwere Grippewelle war (die auch noch komplett durch ist). Dann muss Trump nur noch klar stellen, das die Demokraten das benutzt haben um die Wirtschaft aus reinen Machtinteressen zu zerschreddern.

    Dazu kommen die weiter laufenden Plünderungen an vielen Stellen im Land. Da gibt es sehr witzige Wahlwerbespots insbesondere von schwarzen Amerikanern die für die Republikaner in den Wahlkampf ziehen.

    Die Impfstoffnummer kann man getrost vergessen. Erstens ist es in den letzen 40 Jahren nicht gelungen einen Impfstoff gegen RNA Viren zu entwickeln und zweitens ist inzwischen nur noch eine Minderheit bereit sich so ein Zeug spritzen zu lassen. Außer man wenig Interesse an der eigenen Gesundheit. Davon machen die Wähler ihre Entscheidung nicht abhängig.

    Auch Bidens zunehmend erkennbare Altersdemenz könnte eine wichtige Rolle spielen.

    Es bleibt jedenfalls spannend und wird wahrscheinlich wieder relativ knapp. Ich tippe aktuell auf Trump, würde meinen Wetteinsatz allerdings nicht in große Höhen treiben.

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