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US-Wahl 2020 – Spannung bis zuletzt? Der Faktor Hurrikan Laura

Wolfgang Müller

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Die US-Wahl rückt näher, die Spannung steigt langsam aber sicher an. Wer wird gewinnen? Dass politische Voraussagen auf Dauer nicht seriös sein können, darauf hat schon der Nobelpreisträger Daniel Kahnemann hingewiesen: „Zero-Validity-Environment“, so hat er es beschrieben. Dies könnte erst recht im aktuellen Wahlkampf Trump gegen Biden der Fall sein. Noch sind es über 9 Wochen bis zum entscheidenden Wahltag. Dabei gibt es noch so viele Imponderabilien bis dahin und jetzt ist noch ein Faktor hinzugekommen.

Die bisherigen Unwägbarkeiten vor der US-Wahl:

  • Wird sich die US- Wirtschaft bis Anfang November erholen und aus der Rezession kommen?
  • Was macht der US-Konsum, der unmittelbar mit dem Arbeitsmarkt korreliert ist? Schließlich sinken die Chancen eines amtierenden Präsidenten in einer Rezession rapide.
  • Wie entwickeln sich die Coronazahlen bis dahin? Die USA haben bereits eine Infektionsrate von fast zwei Prozent (6 Mio Infizierte), aber die Dunkelzffern (Faktor 10) zeigen, dass das Thema für New York weitgehend durch sein könnte.
  • Wie steht es mit der Entwicklung eines Impfstoffes? Was wäre, wenn in der letzten Woche vor den Wahlen die entscheidende Meldung für einen Durchbruch käme, die Trump sofort seiner Politik zuschreiben würde?
  • Dazu kommen noch zahlreiche innen- und außenpolitische Ereignisse, die man heute noch nicht auf dem Schirm haben kann.

In den letzten Tagen hat sich eine Entwicklung ergeben, die gerade für den Leugner des Klimawandels, Donald Trump, im Vorfeld der US-Wahl auf die Füße fallen könnte – die früh einsetzende Hurrikansaison.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Kilometern pro Stunde bedroht der Hurrikan Laura die US-Bundestaaten Texas und Louisiana, mit einer bis zu sechs Meter hohen Welle. Man warnt vor schweren Zerstörungen bis ins Landesinnere hinein. Menschen müssen evakuiert werden und dies in Zeiten von Corona. Was ist mit den Schutzunterkünften?

Die US-Klimabehörde NOAA rechnet damit, dass 2020 ein Rekordjahr für Wirbelstürme werden könnte. Erwartet werden 19 bis 25 Stürme, von denen bis zu elf zu Hurrikans werden könnten. Die Wirbelsturm-Saison endet Ende November.

Was bedeutet das für den Wahlkampf, wenn sich das Negativszenario verwirklichen sollte? Donald Trump ignoriert nach seinem Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen das Thema, Joe Bidens Regierungsprogramm aber setzt genau hier an. Sollten große Schäden auftreten, viele Menschen ihre Unterkünfte verlieren, wäre das ein lohnendes Thema für die Demokraten, auch angesichts des Höhepunkts einer Hurrikansaison genau vor den US-Wahlen.

Wie erwähnt, Wahlergebnisse sind schwer vorauszusagen, die Unsicherheiten werden aber aktuell wohl gerade noch um eine Facette erweitert..

Der Hurrikan Laura könnte den Ausgang der US-Wahl beeinflussen

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    sabine

    27. August 2020 21:21 at 21:21

    „Leugner des Klimawandels“ gibt es nur ganz wenige, wenn überhaupt.
    a) Die Kernfrage ist, ob es eine von Menschen gemachte gibt. Im Mittelalter war es sehr warm, es gab 2 Ernten. Grünland war grün bewaldet…
    Wenn der Mensch die Flüsse verunreinigen oder das Meer mit Plastik oder Öl zumüllen kann, heißt das noch lange nicht, daß er die Erderwärmung herbeiführen kann.
    b) Das ganze Theater soll ja nur ein großes Geldeinsammeln und die Planwirtschaft der Weltelite begründen. Z.B. Milliarden Vorschriften, einhergehend mit der Totalüberwachung. Man muß ja genau prüfen, wie jemand lebt, ob er der Welt und damit der ganzen Menschheit schadet. (Perfekte Emotionalität und Aggressionspotential-Spender!) Außerdem bringen die Verbote noch viele Vorteile. Stromautos kurbeln die Wirtschaft an, da die ganze Industrie neue Technologie verwenden muß. Bringt Geld (Strafgelder), generiert neuen Umsatz (Dieselfahrzeuge werden wertlos), schränkt den Bewegungsspielraum der Leute ein. (E-Autos extrem teuer. Weniger Demos.)
    c) Die Lügen der Klimahysteriker scheint das zu bestätigen.
    https://www.achgut.com/artikel/beweise_bitte_ein_star_der_klimaforschung_vor_gericht
    Nordpol schmilzt, Grönland wird wieder grüner, aber beim Südpol wächst das Eis rapide.
    https://www.wiwo.de/technologie/green/frage-der-woche-warum-waechst-das-suedpol-eis-trotz-erderwaermung/13547676.html
    Wurde von den deutschen Medien irgendwie vergessen.

  2. Avatar

    Gixxer

    28. August 2020 07:44 at 07:44

    Wenn man nach der Börse geht, müsste Trump wieder gewählt werden. Und aktuell, auch dank Powell gestern, ist da keine Änderung in Sicht.

  3. Avatar

    thinkSelf

    28. August 2020 09:06 at 09:06

    Das Klima ändert sich seit bestehen der Erde und wird sich so lange ändern bis die Sonne in etwa zwei Millarden Jahren die Gashülle wegpustet.
    Das „Klima“, also über mindestens 30 Jahre gemittelte physikalische Parameter, ist auch nie „stabil“. Es kennt nicht mal stabile Punkte. Aufgrund der inneren Systemdynamik ist es weder vorhersehbar noch gezielt beeinflussbar. Damit ist das Thema final diskutiert.
    Die Menschheit hat sich immer an veränderte Bedingungen angepasst und das wird sie auch weiterhin. Wer das nicht hinkriegt wird zu Recht ausgemendelt.

    Aber was soll man auch von der NOAA schon erwarten. Würde doch ein Ende der Klimahysterie ihr eigenes Ende bedeuten. Sollte Trump wiedergewählt werden könnte er viel Steuergelder sparen indem er derartigen vollkommen überflüssigen Behörden einfach mal den Stecker zieht.

    Zu den wesentlichen Punkten:
    Schlägt die Wirtschaftskrise in Form von breiter Geldknappheit in den nächsten Wochen voll durch, kommt es darauf an wer dafür die Schuld abkriegt.

    Es könnte durchaus passieren, das bis in den November in der Breite rauskommt das Corona schlicht eine mittelschwere Grippewelle war (die auch noch komplett durch ist). Dann muss Trump nur noch klar stellen, das die Demokraten das benutzt haben um die Wirtschaft aus reinen Machtinteressen zu zerschreddern.

    Dazu kommen die weiter laufenden Plünderungen an vielen Stellen im Land. Da gibt es sehr witzige Wahlwerbespots insbesondere von schwarzen Amerikanern die für die Republikaner in den Wahlkampf ziehen.

    Die Impfstoffnummer kann man getrost vergessen. Erstens ist es in den letzen 40 Jahren nicht gelungen einen Impfstoff gegen RNA Viren zu entwickeln und zweitens ist inzwischen nur noch eine Minderheit bereit sich so ein Zeug spritzen zu lassen. Außer man wenig Interesse an der eigenen Gesundheit. Davon machen die Wähler ihre Entscheidung nicht abhängig.

    Auch Bidens zunehmend erkennbare Altersdemenz könnte eine wichtige Rolle spielen.

    Es bleibt jedenfalls spannend und wird wahrscheinlich wieder relativ knapp. Ich tippe aktuell auf Trump, würde meinen Wetteinsatz allerdings nicht in große Höhen treiben.

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

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Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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