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US-Wirtschaft: hinter der schönen Fassade

Läuft doch super für die US-Wirtschaft, oder? Bei genauerem Hinsehen sieht es nicht mehr so gut aus..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Läuft doch super für die US-Wirtschaft, oder? Letzten Freitag die tollen US-Arbeitsmarkdaten, ein bißchen stark aufgehübscht durch die wundervollen „seasonal adjustments“, aber Schwamm drüber. Wenn es dem Arbeitsmarkt gut geht, ist doch alles prima, oder?

Nunja, vielleicht doch nicht. Denn die heutigen US-Konjunkturdaten haben gezeigt, dass da etwas schief läuft. Denn grundsätzlich stellt sich doch die Frage: wann wächst eine Wirtschaft? Die Antwortet lautet schlicht: entweder, indem mehr produziert wird in einer Arbeitsstunde als zuvor – oder indem eben mehr Stunden gearbeitet werden.

Und genau das alles ist nicht der Fall. So fiel die Produktivität im zweiten Quartal um -0,5% – prognostiziert war eigentlich ein Anstieg um +0,4%. Und das ist nun das vierte Quartal in Folge, in dem die Produktivität in den USA rückläufig ist (erstmalig seit 2013). Gleichzeitig aber steigen die Lohnstückkosten im zweiten Quartal um +2,0% – und damit mehr als die prognostizierten 1,8%. Und das ist für US-Unternehmen keine so furchtbar gute Mischung: die Produktivität der Arbeitnehmer sinkt, während die Kosten der Unternehmen für eben diese Arbeitnehmer steigen. Aber Hauptsache die Aktien steigen – die Gewinne werden dann schon folgen, auch wenn die Daten dagegen sprechen..

Warum aber steigt die Produktivität nicht? Erstens werden die Arbeitnehmer auch in den USA durchschnittlich älter, was die Produktivität nicht eben erhöht. Dann wahrscheinlich, weil die Unternehmen nicht genug in die Effizienz der Produktion investieren oder neue Technologien nur sehr langsam integrieren. Und eine große Rolle dürften die sozialen Medien spielen: viele Arbeitnehmer verbringen viel Zeit mit Facebook und anderen Medien: nach neuesten Daten verbringen die amerikanischen User inzwischen mehr als 50% ihrer Zeit, die sie sich im Internet aufhalten, mit sozialen Medien wie Facebook. Was das an Verlust für die Produktivität bedeutet, läßt sich nicht genau beziffern – aber der Effekt dürfte erheblich sein! Kaum vorstellbar nämlich, dass die Amerikaner sich bei Facebook nur in ihrer Freizeit aufhalten..

All das dürfte sich negativ auf das Wirtschaftswachstum in den USA auswirken. Aber Hauptsache ist doch, die Aktien steigen weiter..

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    Dreistein

    10. August 2016 07:30 at 07:30

    Da fragt man sich warum der Dollar gegenüber dem Euro steigt! Bekannt ist das doch schon länger und das in den USA die geschaffenen Arbeitsplätze nicht in der Industrie sondern in den dienstleistenden Gewerbe endstanden sind ist auch bekannt und die tollen Arbeitslosenzahlen auch nur an den Haaren herbeigezogen sind ist auch klar!

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