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US-Wirtschaft stabilisiert sich – an der Herz-Lungen-Maschine

Hannes Zipfel

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am

USA-Flagge - US-Wirtschaft stabilisiert?

Für private und professionelle Anleger wird es immer schwieriger, die Vitalwerte der US-Wirtschaft richtig zu deuten. Künstliche Stimuli verdecken den natürlichen Konjunkturzyklus. Die für die Regenierung der US-Wirtschaft so wichtige kreative Zerstörung wird unterdrückt.

US-Wirtschaft muss mehr hinterfragt werden

Stellen Sie sich vor, ein Patient auf der Intensivstation ist dank Maschinenmedizin stabil. Der Oberarzt würde seinen Zustand dennoch nicht als „gesund“ bezeichnen und er würde schon gar nicht die Entlassung des Patienten in Erwägung ziehen. Als Angehöriger verlassen sie sich auf die Aussagen Ihres Arztes und folgen i. d. R. seinem Rat. Er wird Ihnen nach bestem Wissen und Gewissen ehrlich Auskunft erteilen. Es sei denn, der Mediziner möchte Sie nicht unnötig beunruhigen – aber das wäre kein gutes Zeichen.

Ähnlich verhält es sich mit den Aussagen und Analysen zur wirtschaftlichen Lage, die nicht nur in den USA historisch betrachtet sehr ungewöhnlich ist. Der Zustand des Patienten wird von denen, die ihn von offizieller Seite her untersuchen, verschwiegen, um niemanden unnötig zu verunsichern. Gleichwohl ist es wichtig, den Zustand der US-Wirtschaft im Wesentlichen zu kennen, um die private Altersvorsorge richtig aufzustellen und als Unternehmer angemessen agieren und planen zu können. Erst jetzt reift bei vielen Sparern die Erkenntnis, dass ihre auf Zinsen basierende Anlagestrategie zum Scheitern verurteilt ist. Aber noch ist es nicht zu spät, um zu verstehen, in welchem Zustand der Patient sich tatsächlich befindet und wie man darauf reagieren muss.

Die Anamnese

Um u. a. den Status der größten Weltmacht auf nahezu allen Gebieten nicht zu verlieren, wurden seit den Siebzigerjahren in jede Schwäche der US-Wirtschaft hinein massiv staatliche Defizite aufgebaut. Der Überkonsum wurde durch das Ausland mitfinanziert und führte zu enormen Handelsbilanzdefiziten. Die Privatwirtschaft hat sich in einen Kreislauf aus Schuldenaufbau und abnehmender Wachstumsdynamik begeben. Die industriellen Kapazitäten bleiben permanent unterausgelastet und es finden daher weniger Kapitalinvestitionen statt. Eine Entwicklung, die so ähnlich auch in den meisten anderen Industrienationen im Trend der letzten Jahrzehnte stattfand. Eine Ausnahme bildet hier zwar Deutschland, das gleichwohl stark vom Export in eben diese Industriestaaten abhängig ist.

Die Diagnose

Oberflächlich betrachtet hat der Präsident der US-Notenbank teilweise sogar Recht, wenn er den Zustand der US-Wirtschaft als „robust“ bezeichnet. Doch dies ist eben eine extrem selektive Wahrnehmung. Vor allem der stabile Arbeitsmarkt mit einer historisch niedrigen Arbeitslosenquote in Höhe von nur 3,6 Prozent wird als Beweis für den guten Zustand der US-Wirtschaft ins Feld geführt. Abgesehen davon, dass hauptsächlich prekäre Arbeitsverhältnisse im Niedriglohnsektor entstehen, ist allein dieser Vital-Wert nicht aussagekräftig, um den Zustand des Patienten ganzheitlich beurteilen zu können. Schaut man z. B. nach Japan, ein Land, dessen Wirtschaft schon seit Jahrzehnten nicht mehr ohne Notfallmedizin der Bank of Japan existieren kann, dann findet man dort permanente Vollbeschäftigung vor.

Dennoch würde es der Präsident der Nippon Ginkō, Haruhiko Kuroda, nicht wagen, das Abschalten der Gelddruckmaschinen oder die Normalisierung der Zinsen auch nur verbal anzukündigen, geschweige denn, diese tatsächlich zu vollziehen. Die Folgen wären ein sofortiger Staatsbankrott Japans und die tiefste Rezession seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, mit unabsehbaren Konsequenzen für das globale Bankensystem und die gesamte Weltwirtschaft.

Der Grund dafür ist wie in den USA das eigentliche Leiden des Patienten: die Überschuldung. Die Amerikaner wollen noch nicht wahrhaben, dass eine über fast fünfzig Jahre verfehlte Geld- und Fiskalpolitik auch die Vereinigten Staaten in eine Schuldenfalle geführt hat. Denn damit wäre das Eingeständnis verbunden, dass es kein Zurück mehr zur einer freien und von geldpolitischen Stimuli autarken Marktwirtschaft in diesem übergeordneten Zyklus geben kann.

Das Ausmaß der Krankheit

Das Ausmaß der Fehlentwicklungen wird deutlich, wenn man bedenkt, welche Dosis an Drogen mittlerweile aufgewendet werden muss, um den Patienten zu stabilisieren. Diese relative Stabilität, die sich zuletzt in einem annualisierten BIP-Wachstum in Höhe von 1,9 Prozent ausdrückte, war u. a. nur dank enormer künstlicher Stimuli und kreditfinanzierter Vorzieheffekte erreichbar:

1. 1 Billion US-Dollar Staatsdefizit im Fiskaljahr 2018/2019 ≙ 4,6 Prozent des BIP
2. 2,7 Billionen US-Dollar gesamtwirtschaftliche Neuverschuldung im Fiskaljahr 2018/2019 ≙ 13 Prozent des BIP
3. Realzinsen knapp unter null
4. Steuerstimuli in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar
5. Lockerung der Regulierung für das Bankensystem
6. Aktienmärkte auf Allzeithoch = positiver Vermögenseffekt
7. Massive Notfallinjektionen der US-Notenbank in den Geldmarkt ab Mitte September

Wie dramatisch und nicht nachhaltig die US-Wirtschaft aufgestellt, ist verdeutlich folgende Relation: Um 1 Dollar Wachstum in der US-Wirtschaft zu erzeugen, müssen mittlerweile 6,58 Dollar neue Schulden aufgenommen werden. Zu Beginn der Siebzigerjahre lag dieses Verhältnis noch bei 50 Cent Neuverschuldung für 1 Dollar Wachstum. Die Höhe der Schulden hat mit insgesamt 74 Billionen US-Dollar (US Total Debt) mittlerweile eine Dimension erreicht, die ohne die Notenpresse der US-Fed nicht mehr tragbar ist. Der Versuch, die Geräte abzuschalten endete für die USA vor Jahresfrist fast tödlich. Noch heute hat der US-Geldmarkt mit den Spätfolgen der versuchten „Normalisierung“ der Geldpolitik und der daraus resultierenden Liquiditätsverknappung zu kämpfen.

Entwöhnung unmöglich

Wenn Patienten im Notfall an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden, dann nur für einen kurzen Zeitraum, da ansonsten eine Entwöhnung kaum noch möglich ist. Der Zeitpunkt, ab dem ein autarkes Überleben noch möglich wäre, ist analog zur Abhängigkeit des modernen Kapitalismus von den Notenbankmaßnahmen lange überschritten.

Anleger sollten sich auf das Wesentliche fokussieren

Daher ist es auch wenig hilfreich, sich als Anleger von den „gemischten“ Konjunkturdaten täglich in die Irre führen zu lassen. Natürlich wird es immer wieder auch positive Wachstumszahlen geben. Genau das sollen die künstlichen Stützungsmaßnahmen ja unter anderem bewirken. Doch daraus eine „Erholung“ oder gar eine „Normalisierung“ der Wirtschaft abzuleiten, würde die falsche Grundlage für die eigene Geldanlage liefern.

Für den mittel- und langfristigen Erfolg bei der Kapitalanlage ist das Verständnis für diese alles dominierenden Tatsache entscheidend: Die Entwicklung der wichtigsten Finanzmärkte weltweit wird im übergeordneten Bild von der Geldpolitik der Zentralbanken sowie der Fragilität der Weltwirtschaft bestimmt, verursacht durch signifikante Überschuldungstendenzen in der Spätphase eines übergeordneten globalen Kreditzyklus. An dieser Tatsache würde weder ein Ende des Brexit-Dramas noch ein „Phase 1“-Handelsdeal oder neuerliche schuldenfinanzierte Steuersenkungen in den USA irgendetwas ändern.

Fazit

Für Privatanleger ergibt sich aus diesem eigentlich trivialen Zusammenhang zwischen Schuldenabhängigkeit des Wachstums und essenzieller Notfallgeldpolitik eine ebenso triviale Anlagestrategie: Kaufen Sie, was die Zentralbanken kaufen. Investieren Sie in Sachwerte ohne Gegenparteirisiko. Sichern Sie sich mittels Gold und Silber gegen eine unkontrollierbare Verschlechterung des Zustands des Patienten ab und bleiben Sie bei Ihrer Strategie.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Hesterberg

    2. November 2019 23:47 at 23:47

    Dem kann ich nur beipflichten. Bei Gold und Silber haben die Anleger weltweit die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt. Die Kurse beider Edelmetalle werden früher oder später explodieren! Viele halten die aktuellen Preise bereits für hoch. Nein, das sind sie nicht, relativ gesehen sind sie sogar noch spottbillig. Das wird sich bald ändern. Ich bin völlig überzeugt davon, dass sich der Goldpreis bald verdoppeln und der Silberpreis verdreifachen wird.

  2. Avatar

    Quintus

    3. November 2019 09:47 at 09:47

    Noch eine Ergänzung zu den kommenden, durch die demographische Umkehr, zu erwartenden Verhältnissen in den USA:

    Bad news are good news:

    ….in einer zentral gesteuerten Welt ist schlecht gut! Je „schlechter“ die zugrunde liegenden Fundamentaldaten, desto „besser“ das synthetisch getriebene Wachstum! Je schlechter die organische Situation, desto mehr werden die Armen geschlagen und die Reichen reicher gemacht. Je schwächer das potenzielle Nachfragewachstum, desto stärker ist die Begründung für die Fed, die Zentralbanken und die Regierungen, das Unvermeidliche zu verzögern. Und wenn ich sage, verzögern Sie das Unvermeidliche, ich (noch die Fed oder ähnliche Akteure) wissen, ob dies ein Jahr, ein Jahrzehnt, oder ??? ist.

    https://www.zerohedge.com/markets/demographics-money-creation-why-fed-monetization-just-getting-warmed

    Ein Jahrzehnt jedoch halte ich für äußerst unwahrscheinlich, da die bereits bestehende Ungleichheit tiefe Gräben in die amerikanische Gesellschaft gerissen hat. Auch wenn sich die Verschuldung Amerikas als großes Problem darstellt, so wird diese erheblich leichter zu lösen sein, als die Probleme
    vor welchen die EU steht. Demographie-Migration-sinkender Export! Durch das Festhalten an alten Konzepten und dem traumtänzerischem verleugnen von Tatsachen ist diese Mammutaufgabe nicht lösbar und wird uns daher noch vor den Amerikanern auf die Füße fallen.

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Hans-Werner Sinn: Warum die Inflation ausbleibt, und wann sie kommt

Claudio Kummerfeld

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Der ehemalige Chef des ifo-Instituts, hoch angesehene und bekannteste Ökonom Deutschlands Hans-Werner Sinn (hier jüngst im Gespräch mit Marc Friedrich) hat aktuell der Mission Money ein ausführliches Interview gegeben. Ein echter zweiter Lockdown müsse in Deutschland vermieden werden, so der Appell von ihm.

Die deutsche Wirtschaft wird laut Hans-Werner Sinn die zweite Corona-Welle überleben. Aber es werde eine große Pleitewelle geben. In einem ersten Schritt würden zahlreiche Unternehmen in die Insolvenz gehen, die bis jetzt dank ausgesetzter Insolvenzpflichten viel neue Schulden angehäuft hätten. Und erst in einem zweiten Schritt würde es dann die Banken hart treffen, weil die ja in Folge der Insolvenzen die Kreditausfälle zu verkraften hätten.

Hans-Werner Sinn mit Schwerpunktthema Inflation

Ein zentral wichtiges Thema im folgenden ausführlichen Interview ist die möglicherweise anstehende Inflation in Europa und Deutschland. Hans-Werner Sinn äußert sich hierzu ausführlich. Vor Corona habe die Geldmenge der EZB 3,2 Billionen Euro betragen, seitdem sei bis heute 1 Billion Euro dazugekommen. Bis Sommer 2021 werde die Summe auf 5,4 Billionen Euro anwachsen. Es entstehe ein gigantischer Geldüberhang.

Hans-Werner Sinn erklärt ausführlich seine große Sorge vor der anstehenden Inflation. Zunächst erklärt er ausführlich, warum es bislang trotz Geldschwemme keine Inflation in Form von Preisexplosionen gebe (ab Minute 23 im Video). Seine Ausführungen dazu sind hochinteressant. Das zusätzlich geschaffene oder besser gesagt in den letzten Monaten nicht ausgegebene Geld sei nicht aktiv, weil es herumliege. Bei den Bürgern auf den Sparkonten oder im Tresor. Bei den Banken liege es laut Hans-Werner Sinn herum zum Beispiel auf deren Zentralbankkonten. Es werde nicht vollständig als Kredit an Wirtschaft oder Verbraucher herausgereicht. Daher wirke die gestiegene Geldmenge nicht inflationär. Denn in Krisenzeiten würden sich die Menschen nicht trauen Geld auszugeben.

Aber nach der Krise, wenn es zum Beispiel einen Impfstoff gegen Corona gebe und die Wirtschaft wieder boomt, dann steige auch wieder der Optimismus bei den Menschen. Gewerkschaften würden höhere Löhne verlangen, die Unternehmen würden die Preise anheben usw. Die Inflation könne dann sehr leicht über das 2 Prozent-Ziel der EZB ansteigen. Dann müsse die EZB die Zügel anziehen. Aber dann stehe man vor einem gewaltigen Problem. Hierzu wollen wir die wirklich sehr interessanten und aufschlussreichen Ausführungen von Hans-Werner Sinn nicht vorwegnehmen. Schauen Sie bitte das Video! Nur so viel. Er erläutert auch dann möglicherweise anstehende Folgeeffekte wie dann platzende Luftbuchungen und ein Bankensterben.

Hans-Werner Sinn
Hans-Werner Sinn. Foto: https://www.hanswernersinn.de/de/Bildarchiv

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Lockdown: Was läuft falsch bei den Corona-Maßnahmen?

Markus Fugmann

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Heute dürften in Deutschland und Frankreich neue Beschränkungen und Corona-Maßnahmen bis hin zum Lockdown verkündet werden. Im Grunde reagieren die durch die starken Anstiege alarmierten Regierungen in Europa alle ähnlich. Nach Informationen des Informations-Mediums für Intellektuelle, also bild.de, dürfen ab 04.November in Deutschland sich maxiximal zehn Menschen treffen, die wiederum maximal aus zwei Haushalten stammen dürfen.

Lockdown, Corona-Maßnahmen und Anreizkonflikte

Viele Menschen gehen davon aus, dass die Corona-Maßnahmen schon gerechtfertigt seien – auf der anderen Seite gibt es jene, die das Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen latent verharmlosen – und nicht selten eine Verschwörung der Eliten vermuten zur Entmündigung der Bürger. Symbol dafür ist ihnen der Lockdown.

Nun müssen die Regierungen die Bevölkerung schützen – aber sind die getroffenen Maßnahmen gerechtfertigt? Professor Christian Rieck macht auf zwei zentrale Probleme der Maßnahmen deutlich, die häufig entweder zu „Überreaktionen“ oder zu „Unterreaktionen führen.  Es gebe viele „Anreizkonflikte“, die zu problematischen Reaktionen der Betroffenen führen, so Rieck.

In folgendem Video erklärt er, was er damit meint:

 

Lockdown und Corona-Maßnahmen - sind sie gerechtfertigt?

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Daniel Stelter: Die Zeitbombe tickt für Deutschland! Was jetzt passieren muß

Markus Fugmann

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Daniel Stelter zählt fraglos zu den besten Köpfen in Deutschland: Er zeigt immer wieder, dass das scheinbar so reiche Land in Wirklichkeit gar nicht so reich ist – und vor allem ab dem Jahr 2030, wenn die Babybommer in Rente gehen, die demografischen Probleme faktisch zu einer Unfinanzierbarkeit der Rentenversprechen führen.

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe Deutschlands

Was also tun? Als Pionier das Klima retten, wie Bundesregierung und EU propgaieren durch eine „Klimaplanwirtschaft„? Überall mehr Staat angesichts der massiven Einbrüche der Wirtschaft in der Coronakrise? Daniel Stelter plädiert für das Gegenteil: für einen funktionierenden Kapitalismus – denn die weiter ausgreifenden Versuche des Staates, die Wirtschaft zu lenken, wird die Wirtschaftstätigkeit bremsen statt zu beschleunigen.

Kürzlich hat Thorsten Polleit in seinem Buch  „Der Antikapitalist: Ein Weltverbesserer der keiner ist“ genau darauf aufmerksam gemacht: der Kapitalismus ist nicht unser Problem, sondern die Lösung – wenn man ihn denn funktionieren lassen würde. Aber der Ruf nach staatlicher Lenkung wird gerade in der Coronakrise immer lauter, immer tiefer mischt sich die „Obrigkeit“ in die Wirtschaft ein (etwa indem man die Insolvantragspflicht aussetzt und damit Zombie-Firmen weiter durchschleppt). Man kauft Zeit durch staatliche Rettungsmaßnahmen, ohne diese Zeit für Reformen zu nutzen. Alle reden „vom Verteilen und Besteuern“, statt die Wohlstandmehrung im Fokus zu haben – so formuliert es Daniel Stelter.

Fakt ist: „Die Lasten steigen, während unsere Wirtschaftskraft sinkt“, so der Ökonom. Also müsste die Struktur geändert werden – etwa bei der tickende Zeitbombe, der Rente. Hier schlägt Daniel Stelter einen Staatsfonds im Stile Norwegens vor, bei dem der Staat jedem Bürger unter 65 Jahren 25.000 Euro schenkt, die dann in die Finanzmärkte investiert werden. Auch in der EU müsste sich einiges ändern – und hier hat Stelter einen ungewöhnlichen Vorschlag: Deutschland und die andere Euro-Länder sollten sich auf Kosten der EZB entschulden können!

In folgendem Video fasst Stelter das zusammen, was für Deutschland und die Lösung seiner Probleme jetzt zwingend notwendig wäre:

 

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe in Deutschland

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