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US-Wirtschaft: Warum im Aufschwung die Steuereinnahmen kollabieren

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Viele für die US-Wirtschaft wichtige Konzerne haben ihren Sitz in New York

Die US-Wirtschaft erlebt aktuell den längsten Aufschwung ihrer Geschichte. Dennoch kollabieren die Steuereinnahmen aus Unternehmensgewinnen und das Haushaltsdefizit explodiert. Wie passt das zusammen?

Die US-Wirtschaft ist abhängig von künstlichen Stimuli

Über die Abhängigkeit der US-Finanzmärkte von den fiskal- und geldpolitischen Stimuli wurde bereits viel berichtet. Die Steuerreform der Trump-Administration finanzierte durch massive Kapitalrepatriierungen aus dem Ausland einen wesentlichen Teil der kurstreibenden Aktienrückkäufe, allen voran bei Großkonzernen wie z. B. Apple. Die Zinssenkungsserie und der aggressivste Bilanzaufbau der US-Notenbank Fed in ihrer Geschichte trugen ebenfalls zu den aktuell hohen Bewertungen an den Aktienmärkten bei. Doch auch die Realwirtschaft in den USA ist ähnlich wie ein Junkie abhängig geworden von den fiskal- und geldpolitischen Stimuli. Hinzu kommt die Wechselwirkung zwischen steigenden Aktienmärkten und nachgelagert steigender Konsumlaune in den USA. Und der Konsum ist entscheidend für die US-Wirtschaft, so wie der Export entscheidend für Deutschland ist.

Doch anders als die gute Stimmung der US-Verbraucher, die sich zuletzt wieder Richtung Rekordniveau bewegte, es suggeriert, befindet sich die US-Wirtschaft alles andere als in einem selbsttragenden Modus. In diesem Februar geht der Aufschwung in den USA in den 128. Monat. Das ist die längste Wachstumsperiode seit Beginn der quartalsweisen Erhebung der Wachstumszahlen im Jahr 1854. Mit jedem weiteren Monat Wachstum steigt jedoch auch die Verschuldung und damit die Abhängigkeit von geld- und fiskalpolitischen Stimuli.

Unternehmenssteuern kollabieren wie in der Finanzkrise

Typischerweise erhöhen sich in Zeiten starker wirtschaftlicher Aktivität die Steuereinnahmen und die Ausgaben des Staates bleiben relativ stabil. In Zeiten wirtschaftlicher Schwäche ist das Gegenteil der Fall. Die gegenwärtige Wachstumsperiode in den USA geht jedoch einher mit massiv steigenden Ausgaben des Bundes, vor allem im Rüstungsbereich, sowie förmlich kollabierenden Einnahmen im Bereich der Unternehmenssteuern bei gleichzeitig explodierenden Vermögen der Oberschicht.

Insgesamt bewegen sich die Steuereinnahmen des Bundes auf dem Niveau des 1. Quartals 2015. Die Einnahmen aus der Besteuerung von Unternehmensgewinnen sind jedoch massiv rückläufig. Das liegt zum einen an dem im Zuge des „Tax Cuts and Job Act“ gesenkten Körperschaftssteuersatz ab 2018, der auf Bundesebene von 35 Prozent auf 21 Prozent zurückging.

Zum anderen stagnieren die Gewinne der US-Unternehmen in der Breite seit über fünf Jahren. Gegenüber dem 3. Quartal 2014 und dem dritten Quartal 2019 stiegen die Unternehmensgewinne lediglich von 1,79 Billionen US-Dollar auf 1,87 Billionen US-Dollar oder um magere 4,3 Prozent (Zahlen fürs 4. Quartal 2019 sind noch nicht verfügbar). Im Vergleich zum 3. Quartal 2018 bedeutet dies sogar einen Rückgang der Unternehmensgewinne um 5,4 Mrd. US-Dollar.

Trotz Boom in US-Wirtschaft - Einnahmen aus der Körperschaftssteuer sinken

Die Rechnung der Trump-Administration geht nicht auf

Ebenso wie die Unternehmensgewinne stagnierte zuletzt auch die Wachstumsrate der US-Wirtschaft zwei Quartale hintereinander bei 2,1 Prozent. Für das laufende Quartal rechnet der Analystenkonsens in den USA mit 1,5 Prozent Wachstum. Seit dem zweiten Quartal 2018 mit 3,5 Prozent Expansionsrate verflacht sich die US-Wachstumskurve somit sukzessive. Gemäß einer in der letzten Woche veröffentlichten Studie des MIT in Cambridge wird die US-Wirtschaft in den kommenden 6 Monaten sogar mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent in eine Rezession abdriften.

Ursprünglich ging die US-Administration von deutlich höheren und nachhaltigeren Wachstumsraten in Folge der Steuerreform aus und prognostizierte für das Gesamtjahr 2019 ein Plus von 3,5 Prozent für das Bruttoinlandsprodukt. Tatsächlich lag das Wachstum nur bei 2,3 Prozent.

Grundlage der Annahme, dass sich die Steuerreform von selbst trage, war die sogenannte Laffer-Kurve, entwickelt von dem US-Ökonomen und ehemaligen Berater von Präsident Reagan, Arthur B. Laffer. Gemäß dieser Theorie wird die wirtschaftliche Aktivität durch angebotsorientierte Politik so strak stimuliert, dass trotz niedrigerer Steuersätze die Einnahmen des Staates steigen. Dies ist jedoch seit 2018 nicht geschehen. Im Gegenteil hat sich das Staatsdefizit im vergangenen Jahr gegenüber 2018 massiv um 26 Prozent auf fast 1 Billion US-Dollar erhöht. Für das seit Oktober 2019 laufende Fiskaljahr wird ein noch höheres Defizit von über 1 Billion US-Dollar vom Congressional Budget Office erwartet. Dies wäre dann das höchste Defizit seit acht Jahren. Ungeachtet dieser Entwicklung verspricht der amtierende Präsident Donald J. Trump im Wahlkampf weitere Steuersenkungen zur Stimulierung der US-Wirtschaft.

Fazit und Ausblick

Die Länge des US-Aufschwungs, einhergehender mit einer Stagnation der Unternehmensgewinne, sich weiter abflachendem BIP-Wachstum und signifikant steigender Verschuldung ist einmalig in der Geschichte der USA. Besonders der Aspekt der Verschuldung zwingt sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik dazu, das Konjunkturrad am Laufen zu halten – koste es, was es wolle. Aufgrund der Höhe der privaten und öffentlichen Schulden ist eine Rezession nicht mehr verkraftbar.

Die Länge des US-Aufschwungs ist ergo kein Zeichen von Stärke, sondern lediglich der Tatsache geschuldet, dass eine Rezession schlicht keine Option mehr ist. Diese würde zu einer Kettenreaktion aus Kreditausfällen, sinkender Kreditvergabe, wegbrechenden Unternehmensgewinnen, steigender Arbeitslosigkeit und rückläufigem Konsum führen. Mit dem Konsum würde dann auch das Rückgrat der US-Wirtschaft wegbrechen.

Aus diesem Grund sieht die Entwicklung des Bundeshaushaltes auch so aus, als würde sich die US-Wirtschaft bereits mitten in einer Krise befinden. De facto tut sie dies auch, nur dass diese Tatsache in den Wachstumsraten nicht sichtbar wird, da sie künstlich hochgehalten werden. Der Preis für diesen längsten und künstlichsten Aufschwung der modernen Wirtschaftsgeschichte ist die steigende Fallhöhe und der Zwang, die Defizitspirale immer weiter zu drehen und die Geldpolitik immer laxer zu gestalten.

3 Kommentare

3 Comments

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    Hesterberg

    12. Februar 2020 19:29 at 19:29

    Wieder ein wertvoller Artikel von Hannes Zipfel. Kurz und bündig und leicht verständlich auf den Punkt gebracht.

    Viele Anleger und auch viele Politiker verstehen einfach nicht, dass sich die Aktienmärkte nicht dauerhaft und schon gar nicht immer ausufernder von der Realwirtschaft abkoppeln können. Jeder weitere Kursanstieg wird nur umso heftiger wieder korrigiert werden.

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    TM

    13. Februar 2020 10:23 at 10:23

    Im Kalenderjahr 2019 hat die Trump-Regierung mehr Schulden gemacht als Obama 2014 und 2015 zusammen. Aber hat bei Reagan ja auch geklappt. Der ist bis heute das große Idol der Konservativen, die Schulden haben damals nicht interessiert und heute noch weniger.

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    Bondkenner007

    13. Februar 2020 11:00 at 11:00

    Ich hätte gedacht @ TM sei abwesend, denn immer wenn es ums Schönreden von Schulden geht ,taucht er sofort auf.Aber als grosser Schuldenspezialist sollte er vielleicht differenzieren.
    Der Staat kann sehr hohe Schulden machen bis er da endet wo Argentinien u.s.w. endet.
    Aber Zombifirmen werden beim Erneuern der auslaufenden Kredite Probleme bekommen.
    Auch Autokredite ,Privatkredite u.s.w. werden die Wirtschaft nicht mehr ankurbeln weil Alles schon ausgereizt ist.

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Argentinien ist pleite: Überdenken Sie Fremdwährungs-Investments! – Werbung

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Lieber Börsianer,

Das erste Opfer der Krise auf Staatsebene hat sich gefunden. Argentinien kündigte an, für einen Teil der eigenen, auf US-Dollar lautenden Kredite bis Jahresende nicht mehr zahlen zu wollen. Damit ist das erste Schwellenland praktisch zahlungsunfähig und wirft einen Schatten auf die einstmals aussichtsreiche Anlageklasse. Wenngleich nur ein Bruchteil der Emerging Markets in die Staatspleite schlittern wird, so sind doch die Möglichkeiten zur Unterstützung der heimischen Wirtschaft beschränkter als in den USA, den ehemaligen Tiger-Staaten und Europa. Zeit, die Notbremse zu ziehen?

Argentiniens Zahlungseinstellung betrifft bis jetzt ausschließlich nach argentinischem Recht emittierte Anleihen. Somit ist die große Zahlungsunfähigkeit, die auch Kreditausfallversicherungen auslösen und Argentinien vor Jahre vom internationalen Kapitalmarkt abschneiden würde, noch nicht eingetreten. Doch die Zahlungsaussetzung zeigt, wie knapp die Devisen im Land inzwischen sind, das bereits vor dem Ausbruch des Coronavirus als Pleitekandidat galt.

Die Schwellenländer leiden gleich dreifach unter dem Coronavirus:

– Die heimische Wirtschaft erzeugt deutlich weniger Waren und Dienstleistungen.
– Auslandskunden kaufen deutlich weniger Waren und Dienstleistungen, Touristen bleiben aus und somit der Strom von Devisen, der zur Begleichung von in Fremdwährung lautenden Verpflichtungen nötig ist.
– Ausländische Kapitalgeber ziehen aus Angst ihr Kapital aus den Schwellenländern ab und bunkern es in als sicher geltenden Anleihen Europas, der USA und Japans.

Schwellenländer können ihre Wirtschaft kaum unterstützen

Alle drei Probleme machen eine Unterstützung der Wirtschaft durch den Staat nötig, der aber oft selbst kaum Devisenreserven hat und in der Krise auch schwerer bzw. nur mit hohen Zinsen an Devisen herankommt. Weiterhin werten die Währungen der Schwellenländer schnell ab, was Auslandsschulden zusätzlich verteuert. Unter Dollarknappheit leiden durchaus auch fortgeschrittenere Volkswirtschaften. Doch die bekommen bei der US-Zentralbank problemlos…..

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Mit Börsianer-Grüßen,
Thomas Kallwaß
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KfW-Kredite: Scholz verkündet 100 Prozent-Staatshaftung!

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Staatshaftung 100 Prozent für KfW-Kredite - Deutschland-Fahne vor Bundestag

Für die KfW-Kredite (Staatsbank Kreditanstalt für Wiederaufbau) zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkung der Coronakrise gab es bislang nur eine 90 Prozent Staatshaftung. Das war ein Riesenproblem, weil die Banken ja immer noch zu 10 Prozent haften sollten, und das auch für vermeintlich kaputte Unternehmen, deren Kredite nach der Krise ausfallen. Daher wurden in den letzten Tagen viele Anträge von Unternehmern bei den Banken abgeblockt. Eine gigantische Pleitewelle droht, und zwar auch bei eigentlich gesunden Unternehen. Und das nur wegen diesen fehlenden 10 Prozent! Gestern hat die EU-Kommission genehmigt, dass die Staatshaftung für die KfW-Kredite auf 100 Prozent erhöht werden darf. Auf dieses Problem haben wir die letzten Tage mehrfach hingewiesen.

KfW-Kredite mit Riesenproblem – das wird jetzt beseitigt

Genau dieses Problem spricht jetzt geradein diesen Minuten in der Bundespressekonferenz Bundesfinanzminister Olaf Scholz an. Er spricht aktuell von einem neuen Schnellkreditprogramm. Dabei werde die Bank nicht mehr die Kreditvergabe anhand der möglichen zukünftigen Entwicklung des Unternehmens beurteilen (denn genau das ist ja aktuell das große Problem!). Nun sei das Kriterium die Vergangenheit, ob die Unternehmen also vor dem Ausbruch der Coronakrise gesund waren. Es gehe darum, dass man halbwegs sicher sein könne, dass der Staat bei diesen Krediten nicht zu viele Ausfälle haben werde. Im Klartext: Die vorher schon kaputten Unternehmen sollen nicht über diese neuen KfW-Kredite weiter künstlich am Leben erhalten werden, bis sie vielleicht in einem Jahr dann endgültig dicht machen.

Wer in 2019 schon tätig war und Umsätze hatte, wer im letzten Jahr Gewinn gemacht hat, wer eine ordentliche wirtschaftliche Tätigkeit durchgeführt hat, wer Gewinn gemacht hat (alles O-Ton Scholz), der kann ab sofort einen Kredit in Höhe von 3 Monatsumsätzen erhalten, und zwar mit einer Staatshaftung von 100 Prozent! Es sei dafür keine eigene Bewertung der Bank notwendig. Mit dieser 100 Prozent Staatshaftung sei es möglich, dass diese Kredite ganz schnell ausgereicht werden können, so Olaf Scholz ganz aktuell in seinen Ausführungen.

3 Monatsumsätze als Kredit mit 100 Prozent Staatshaftung

Die Details, frisch von Olaf Scholz soeben verkündet: Unternehmen mit 11 bis zu 50 Mitarbeitern können maximal 500.000 Euro Kredit erhalten. Unternehmen mit mehr Mitarbeitern sollen bis maximal 800.000 Euro erhalten. Es gehe um ein mögliches Kreditvolumen von wie gesagt bis zu drei Monatsumsätzen. Und es gehe darum den kleineren Unternehmen schnell Liquidität zukommen zu lassen, ohne dass der Staat all zu viel Geld verliert, so Scholz. Unser Kurz-Kommentar: Das könnte der Durchbruch sein, mit dem KfW-Kredite nun endlich an die Unternehmer fließen können, die bei den Banken in den letzten Tagen abgelehnt wurden. Denn nun haftet der Staat unter diesen Bedingungen zu 100 Prozent, und die Banken haben kein Risiko mehr!

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Dubai und Saudi-Arabien: So brutal ist Corona-Absturz für die Wirtschaft

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Dubai Skyline

Die Coronakrise wirkt sich weltweit negativ auf die Wirtschaftsleistung aus. Auch der Nahe Osten wird hart getroffen. Gestern wurden für Dubai (genauer gesagt für die gesamten Vereinigten Arabischen Emirate) und für Saudi-Arabien die Einkaufsmanagerindizes von IHS Markit veröffentlicht. Sie zeigen den Absturz in der wirtschaftlichen Aktivität. Vor allem Dubai hat anders als Saudi-Arabien de facto keine Öl-Einnahmen, und lebt vor allem vom Tourismus. Deswegen dürfte das Teilemirat der Vereinigten Arabischen Emirate von der Coronakrise besonders hart getroffen werden. Das Handelsblatt titelte am 23. März bereits, dass Dubai vor dem Ruin stehe.

Tja, wie wahr… da wollte man sich in Dubai nach dem Ende der Öl-Vorräte neue Betätigungsfelder suchen. Und nun ist man nicht mehr vom Öl, sondern vom Tourismus abhängig. Und wie alle Volkswirtschaften, die sich auf diese Einnahmequelle fokussieren, hat nun auch Dubai ein ernstes Problem! Denn es ist kaum anzunehmen, dass ab Mai oder Juni die Touristen aus Europa, Nordamerika etc gleich wieder in Scharen nach Dubai strömen werden. Wo Dubai kein Öl mehr hat, da steht Saudi-Arabien besser da? Nein, der Ölpreis-Crash trifft auch die Saudis hart, was zur Coronakrise noch hinzu kommt. Lesen Sie beim Klick an dieser Stelle auch einen interessanten Artikel von Dirk Schuhmanns über die Crash-Situation in Dubai vor dem Ausbruch der Coronakrise. Und nun schauen wir uns die Details an.

Dubai und die gesamten VAE

Dubai ist das bekannteste Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), aber das eigentliche wirtschaftliche Schwergewicht ist das Nachbaremirat Abu Dhabi, welches auch im folgenden Einkaufsmanagerindex enthalten ist. Für die gesamten VAE ist der Einkaufsmanagerindex (ohne Öl) von Februar auf März von 49,1 auf 45,2 Indexpunkte gefallen. Ein Wert unter 50 zeigt eine schrumpfende Wirtschaftsleistung an. Dies sei eine deutliche Verschlechterung in den operativen Konditionen zum Ende des 1. Quartals, und es ist der dritte Rückgang des Index nacheinander. Das zeigt (so meinen wir): In Dubai ging es schon vor der Coronakrise wirtschaftlich bergab. Die aktuelle Krise dient lediglich als Trigger, der den Absturz beschleunigt. Unternehmen würden Arbeitsplätze abbauen – der jüngste Stellenabbau sei der größte jemals gemessene für die VAE, so IHS Markit. Dazu die Anmerkung im Wortlaut:

„UAE’s non-oil private sector suffered a sharp decline in business conditions in March, accelerated notably by the COVID-19 pandemic. New business volumes fell at a steep pace, driven by lower customer sales, reduced tourism and weaker trade as countries across the world closed borders. „Firms rapidly took measures to ease cost pressures, lowering activity, purchases and workforce numbers. As a result, there was little change in total input costs overall. „Meanwhile, the closure of airports in the UAE and working-from-home policies, as seen across the globe, are likely to extend the downturn into April, particularly as there is no end in sight to the pandemic.“

Einkaufsmanagerindex für Dubai und die ganzen VAE

Saudi-Arabien

Für Saudi-Arabien sieht die Lage auch ziemlich düster aus. Der Einkaufsmanagerindex fällt laut IHS Markit für März von 52,5 auf 42,4 Punkte. Das ist der erste Mal, dass der Index seit dem Start der Messung im Jahr 2009 unter die entscheidende Marke von 50 fällt. Und dann gleich so abrupt! IHS Markit weißt darauf hin, dass die Messung nur bis zum 23. März erhoben wurde. Darf man also annehmen, dass die Einkaufsmanagerindizes für Saudi-Arabien, auch auch für Dubai, im April nochmal deutlich absacken? Hier der Kommentar von IHS Markit zu Saudi-Arabien:

„The Saudi Arabia PMI hit a survey-record low amid emergency public health measures to halt spread of coronavirus in March. „Output levels and incoming new work both fell at the fastest rate since the survey began in August 2009, but staffing levels dropped only slightly. „The latest survey data were collected between 12-23 March and therefore signal a steep economic downturn even before the tightening of workplace and travel restrictions to contain the COVID-19 pandemic.“

Einkaufsmanagerindex für Saudi-Arabien

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