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Asien

US-Zölle gegen Mexiko abgesagt, China-Überschuss explodiert – wie reagiert der US-Markt?

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Am Samstag hat Präsident Trump die US-Zölle gegen Mexiko in letzter Sekunde abgesagt. Mexiko habe sich nämlich bereit erklärt massiv gegen illegale Einwanderer vorzugehen, die über Mexiko in die USA gelangen wollen. So wird Mexiko voraussichtlich zur vorgeschobenen Barriere für Millionen von Armutsflüchtlingen aus den kleinen verarmten Ländern Mittelamerikas. Und Donald Trump kann seine Droh-Kulisse erstmal auf Eis legen, und bei Nicht-Gelingen des Grenz-Deals schnell wieder hervorzaubern. Aber erst einmal ist Entwarnung angesagt, was auch gut ist für deutsche Autobauer, die von Mexiko aus die USA beliefern. Es sind gute Nachrichten für deutsche und US-Aktienmärkte. Aber Achtung… lesen Sie bitte unter den folgenden drei Tweets weiter.

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China-Überschuss

China hat heute früh für den Monat Mai einen Außenhandelsüberschuss in Höhe von 41,65 Milliarden Dollar bekanntgegeben. Dies sind deutlich mehr als erwartet (ca 20) und auch deutlich mehr als im April mit +13,8. Der starke Zuwachs liegt zwar auch am leicht steigenden Export (+1,1% im Jahresvergleich), aber vor allem an den stark rückläufigen Importen (-8,5% im Jahresvergleich). Der Überschuss Chinas im Handel mit den USA steigt von 21 auf 26,9 Milliarden Dollar. Und das dürfte Donald Trump mehr als nur wütend machen. Man kennt seine aufbrausende und impulsive Art ja inzwischen bestens. Wird ihm auf die Schnelle ein neuer Zoll, eine neue Strafe gegen China einfallen, um diese Zahl „mal eben“ schnell zu „bekämpfen“?

Tja, die abgesagten US-Zölle gegen Mexiko sind natürlich positiv zu sehen für die Aktienmärkte. Aber durch dieses massive Ansteigen der chinesischen Überschüsse (auch gegen die USA) steigt die Möglichkeit, dass schon bald von Donald Trump wieder irgendein Wut-Tweet abgesetzt wird, mit irgendeiner neuen „Maßnahme“ gegen China. Also: Kurzfristig steigende Aktienindizes, mit der ständigen Angst vor einem neuen Tweet? Aktuell wird der Dow-Future gegenüber Freitag Abend 90 Punkte höher taxiert. Aber eine sichere Prognose ist das nicht. Bis 15:30 Uhr ist es ja noch fast fünf Stunden.

Trump sagt US-Zölle gegen Mexiko erst mal ab
Donald Trump.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Denker

    10. Juni 2019 12:33 at 12:33

    Na siehate, alles Fakenews. Alles wird wieder gut.

  2. Gixxer

    10. Juni 2019 14:00 at 14:00

    Normal wäre das jetzt ja wieder schlecht für den Aktienmarkt, da die Wahrscheinlichkeit fallen müsste, dass die Zinsen gesenkt werden.
    Aber auch das wird ignoriert. Es ist wieder so weit: gute Nachrichten sind gute Nachrichten und schlechte Nachrichten sind auch gute Nachrichten.

  3. Hartmut Leuschner

    11. Juni 2019 13:51 at 13:51

    Solange der Internethandel blüht und die Waren in China gefertigt werden,solange kann das amerikanische Genie hinstellen und Zölle erheben wie er will,jeder Händler wird sich vor einer Zollerhöhung mit Waren eindecken wollen. Und nicht nur Amazon.
    Da ist es kein Wunder wenn die Chinesen in ihrer Handelsbilanz Überschüsse erzielen.
    Das Genie sollte nur aufpassen, dass sich die Chinesen ihre Exportwaren statt in Dollar plötzlich in Yuan bezahlen lassen und der Dollar sich im freien Fall befindet.

    Nein,abwägig ist das nicht,eine solche Situation hatten wir 2006/2007 schon einmal,bis es mit der Lehmann Pleite 2008 geknallt hat.
    Die Chinesen wissen durch ihre staatlichen Agrikulturbanken sehr gut wie hoch die Exporte sind und wann sie zuschlagen müssen.

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Asien

China – Abschwung auf breiter Front

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In den letzten Tagen und Wochen haben sich die Finanzmärkte vor allem auf die Entwicklungen um Saudi-Arabien, die EZB, die Fed-Entscheidung morgen – und natürlich auf die leichten Entspannungssignale im Handelskrieg fokussiert (am Freitag Besuch einer niederrangigen Delegation aus China in Washington als Vorbereitung für die Reise Liu Hes vermutlich Anfang Oktober). Aber ein Blick auf die Entwicklung der ökonomischen Daten aus China zeigt, dass das Reich der Mitte einen deutlichen konjunkturellen Abschwung erlebt!

Nicht zufällig hat daher Chinas Premier Li Keqiang (vom Westen weitgehend unbeachtet) gestern gewarnt, dass das derzeitige Wachstumsziel von 6% nur sehr schwer zu halten sei aufgrund der Abschwächung der Weltwirtschaft und des zunehmenden Protektionismus (letzteres eine Spitze gegen Trump).

In der Nacht auf den heutigen Dienstag dann Daten zu den Immobilienpreisen in China, die schon deshhalb so zentral sind, weil das Vermögen der Chinesen zu 75% in Immobilien geparkt ist (bei den Amerikanern sind dagegen 75% des Vermögens in den Finanzmärkten, weswegen für Chinesen ein Crash am chinesischen Aktienmarkt kein Problem wäre, wohl aber ein Crash am Immobilienmarkt!). Die Preise stiegen nur um 8,8% zum Vorjahresmonat, aber die sich abschwächende Tendenz ist klar erkennbar:

Interessant ist, dass sich die Immobilienpreise auch in Australien, also der Volkswirtschaft, die am stärksten von China abhängig ist, nach einem vorherigen Exzess derzeit im freien Fall befinden:

Auch Chinas Industrieproduktion mit einem klaren Abwärtstrend (nur kurz unterbrochen Anfang des Jahres):


source: tradingeconomics.com

Ähnlich das Bild übrigens auch bei den Einzelhandelsumsätzen – und das obwohl Peking den Binnenkonsum maßgeblich stimuliert durch Steuersenkungen etc.:


source: tradingeconomics.com

Für die deutschen Autobauer besonders problematisch ist der deutliche Rückgang der Autoverkäufe in China mit teilweise zweistelligen Prozentrückgängen im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat:


source: tradingeconomics.com

Chinas Wirtschaft ist übrigens nach wie vor eine produzierende Wirtschaft, weniger eine Konsumwirtschaft – das wird sichtbar anhand der Prognosekraft von Suchbegriffen für die konkunkturelle Entwicklung! Während im Westen der Konsum dominiert, sind es in China Suchanfragen nach Essen, Industrie etc., die die beste Vorhersage für die Entwicklung von Chinas Wirtschaft ermöglichen:

 

Die Abkühlung der chinesischen Konjunktur setzte bereits vor dem Handelskrieg (Start durch Trump im Juni 2018) ein und geschieht derzeit trotz teils massiver Stimulus-Maßnahmen Pekings. Es wird Zeit, dass die Märkte sich wieder dem Treiber der letzten jahre  in Sachen Weltwirschaft zuwenden – und damit ihre fast infantile Hinwednung an die vermeintlich segensreichen Notenbanken wieder reduzieren..

 

Die Wirtschaft in China kühlt deurtlich ab

 

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Asien

China robust? Keine Probleme für globale Konjunktur? Ein zweiter Blick lohnt sich

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Wenn es heute früh zum Thema China Berichte in Sachen Wirtschaft gibt, dann geht es um die Inflationsrate. Sie wurde heute früh für August mit +2,8% im Jahresvergleich veröffentlicht bei +2,7% Erwartung. Der folgende Chart zeigt konstante Preissteigerungen in den letzten zwölf Monaten. Also, läuft doch alles? Die Konjunktur in China scheint so gut zu laufen, dass die Preise ordentlich angeheizt werden?


source: tradingeconomics.com

Neben der Inflationsrate (Verbraucherpreise) gibt es ja auch stets vorlaufende Preise, also Indikatoren. Sie geben zumindest Anhaltspunkte, wie die Verbraucherpreise in mehreren Monaten aussehen könnten, da sie ja ganz am Ende der Preiskette stehen. Ebenfalls heute wurden für China die Produzentenpreise veröffentlicht. Nach -0,3% im Jahresvergleich im Juli sind es jetzt für August -0,8%. Also Deflation bei den Preisen der Produzenten. So rosig sieht die Gesamtlage damit schon gar nicht mehr aus! Das heißt nicht, dass sich die Inflation in China demnächst in eine Deflation verwandelt. Aber die Inflationsrate könnte schwächeln.


source: tradingeconomics.com

Und dann haben wir da noch die Autoverkäufe in China, die seit geraumer Zeit kräftig rückläufig sind. Sie machen auch den stark in China engagierten deutschen Herstellern zu schaffen. Laut aktuellen Zahlen fallen die Autoverkäufe mit -9,9% nun zum 14. Mal in 15 Monaten. Der Chart zeigt die Lange Strecke der rückläufigen Verkaufszahlen, und sie hält weiter an. Das dürfte sich auch negativ auf die Quartalszahlen der Hersteller hierzulande auswirken.

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Asien

Deutschland und Japan: So katastrophal sind die Rückgänge in der Industrie!

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So wirklich angekommen scheint das Thema in der breiten Öffentlichkeit noch nicht zu sein. Denn der Arbeitsmarkt ist weiterhin quasi am Rand der Vollbeschäftigung. Bau und Dienstleistungen produzieren neue Jobs, und alles wird gut? Dem ist nicht so. Denn für Volkswirtschaften mit großer Bevölkerungszahl bildet die Industrie die Basis, auf der vor allem die Dienstleistungsindustrie aufbaut! Kleine Länder wie Luxemburg können sich zum Beispiel auf Finanzdienstleistungen als Einnahmequelle konzentrieren. Das geht, weil das Land aufgrund seiner kleinen Landmasse geringe Kosten für die Infrastruktur hat.

Und aufgrund seiner geringen Bevölkerungszahl kann Luxemburg in einem langfristigen Zustand der Vollbeschäftigung leben, wenn die Menschen reihenweise als Wirtschaftsprüfer oder Fondsmanager tätig sind. Aber in großen Flächenländern wie Deutschland, Frankreich etc mit großer Bevölkerungszahl, da braucht es die Industrie als Basis, um die breite Masse der Bevölkerung auch in Dienstleistungsjobs ernähren zu können. Ohne diese Basis geht es nicht! Deswegen ist es auch so wichtig, dass die Politik die aktuelle Schwäche in der Industrie viel stärker in Augenschein nehmen sollte. Aber wie wir gestern schon zeigten.

Unser Wirtschaftsminister Peter Altmaier will eine bevorstehende Rezession mit Maßnahmen bekämpfen, die vielleicht erst in 3, 4 oder 5 Jahren wirken könnten. Ein Witz. Denn wenn die Politik gegensteuern wollte, dann müsste jetzt sofort etwas geschehen. Sehen Sie dazu unseren Artikel von gestern. Aber wir schweifen ab. Anlass dieses Artikels sind Daten, die heute früh in Japan veröffentlicht wurden. Japan und Deutschland gelten als die klassischen Exportländer. Und gerade diese beiden Länder weisen seit Monaten drastische Rückgänge in der Industrieproduktion aus. Japan meldet heute für den Monat Juni im Jahresvergleich einen Rückgang von 3,8%. Damit sinkt die Industrieproduktion in Japan im Jahresvergleich nun schon den fünften Monat in Folge (erste Grafik). Und die jeweiligen monatlichen Rückgänge sind kräftig!


source: tradingeconomics.com

Und Deutschland? Hier sieht es nicht besser aus. Zuletzt vor einer Woche hatten die Statistiker hierzulande die Industrieproduktion für Juni im Jahresvergleich mit -5,2% vermeldet. Hallo? Das ist katastrophal! Damit gibt es bei uns nun acht Monate in Folge deutliche Rückgänge! Zahlreiche Entlassungen in der Industrie gibt es schon. Aber die Dramatik der Lage fällt am Arbeitsmarkt wohl noch nicht auf, weil gleichzeitig Bau und Dienstleistungen wie gesagt neue Jobs schaffen. Aber am Bau, da braut sich gerade was zusammen in Deutschland. Schon in den Vormonaten schwächelten die Neugenehmigungen für den Wohnungsbau, und auch heute geht es weiter bergab. Wir werden dieses Thema in einem Folgeartikel genauer ansprechen.


source: tradingeconomics.com

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