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USA: Donald Trump kündigt neue Zölle in zwei Wochen an

USA: Donald Trump kündigt neue Zölle in zwei Wochen an
US-Präsident Donald Trump auf dem Südrasen des Weißen Hauses in Washington, DC. Foto: Samuel Corum/Sipa/Bloomberg

Nachdem es beim Thema Zölle zuletzt etwas ruhiger geworden war, kommt US-Präsident Donald Trump mit der nächsten Zollankündigung um die Ecke. Er kündigte an, in den kommenden ein bis zwei Wochen Schreiben an Handelspartner zu verschicken, in denen er einseitig Zolltarife festlegen werde. Am 9. Juli läuft eine Frist ab, nach deren Ablauf höhere Zölle für Dutzende Länder wieder eingeführt werden könnten. Am Mittwoch hatte Trump zudem erklärt, die Rahmenvereinbarung mit China sei geschlossen.

Trump kündigt neue Zölle an

“Wir werden in etwa anderthalb bis zwei Wochen Briefe an die Länder verschicken und ihnen erklären, wie der Deal aussieht”, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten in Washington am Rande einer Veranstaltung im John F. Kennedy Center for the Performing Arts. “Irgendwann werden wir einfach Briefe rausschicken und klar sagen: Das ist der Deal, entweder ihr akzeptiert oder nicht.”

Donald Trump kündigt neue Zölle in zwei Wochen an - Deal mit China
Donald Trump und Melania Trump auf dem Südrasen des Weißen Hauses in Washington, DC am Mittwoch, 11. Juni. Foto: Samuel Corum/Sipa/Bloomberg

Ob Trump diese Ankündigung tatsächlich umsetzen wird, bleibt indes offen, so ein Bericht von Bloomberg. Er hat bereits mehrfach Fristen von zwei Wochen gesetzt, seine Maßnahmen dann aber später umgesetzt oder gänzlich darauf verzichtet. So entstand schließlich auch der sogenannte TACO-Trade. TACO steht für „Trump always chicken out“, zu Deutsch etwa: „Trump macht immer einen Rückzieher“. Bereits am 16. Mai hatte Trump gesagt, er wolle „innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen” Zollsätze für die Handelspartner festlegen.

Die US-Aktienindexfutures fielen am Mittwochabend zusammen mit dem Dollar, nachdem Präsident Donald Trump innerhalb von zwei Wochen eine Zollerhöhung angekündigt hatte, wodurch sich die Handelsspannungen erneut verschärften. Zufluchtswerte wie Staatsanleihen und Gold stiegen hingegen.

Im April hatte Trump zunächst erhöhte Zölle für viele Länder angekündigt, diese aber angesichts Marktturbulenzen und Sorgen vor einer globalen Rezession für 90 Tage ausgesetzt. Trotz fortlaufender Verhandlungen gelang bislang lediglich eine umfassende Handelsvereinbarung mit Großbritannien und eine vorübergehende Zollpause mit China.

Zollfrieden mit China wackelt

Doch auch diese Zollpause mit China wurde zwischenzeitlich gefährdet. Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig, Vereinbarungen nicht einzuhalten. Dies führte Anfang der Woche zu intensiven Handelsgesprächen in London über die Umsetzung der Vereinbarung.

Am Mittwoch hatte Trump zudem erklärt, die Rahmenvereinbarung mit China sei geschlossen. China werde Seltene Erden und Magnete liefern, während die USA chinesischen Studenten weiterhin den Zugang zu amerikanischen Hochschulen erlaubten.

Angesprochen darauf, ob er die Frist für Handelsvereinbarungen möglicherweise verlängern könnte, bevor höhere Zölle in Kraft treten, sagte Trump, er sei grundsätzlich offen dafür. “Ich glaube aber nicht, dass das notwendig sein wird”, fügte er hinzu.

Ursprünglich hatte Trump geplant, mit jedem Handelspartner einzeln zu verhandeln. Von diesem Ansatz rückte er inzwischen ab und konzentriert sich stattdessen auf wenige wichtige Wirtschaftspartner. Er räumte ein, dass die Regierung nicht die Kapazitäten habe, Dutzende Einzelverhandlungen zu führen. Gleichzeitig arbeitet die Trump-Administration an bilateralen Vereinbarungen mit Indien, Japan, Südkorea und der Europäischen Union.

US-Handelsminister Howard Lutnick äußerte sich am Mittwoch frustriert über die Verhandlungen mit der EU. Er vermute, dass eine Vereinbarung mit dem 27-Staaten-Verbund zu den letzten gehören werde, die abgeschlossen werden.

FMW/Bloomberg



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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4 Kommentare

  1. Moin. Ich kann es nicht mehr hören. Jeden Tag die selbe Leier und ein ewiges Hin und Her.
    Die Wirtschaftsdaten werden dann so hinmanipuliert, dass es passt. Siehe gestrige US Inflationsdaten.

  2. Ich rege gegenüber der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katharina Reiche und gegenüber der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär an, den Ressortquerschnitt Forschung und Weiterentwicklung diverser Satelliten aus den Bereichen Navigation, Nachrichtendienste und Internet auf der Internationale Raumstation ISS zur Agenda zu erklären. Geeignete Kooperationspartner hierfür sind die Lufthansa, die deutsche und die italienische Automobilindustrie wegen Kompetenz in Sachen Navigation, Satelitten-Standort Bremen, Hamburg wegen Potenziale als Filmstandort, Schleswig-Holstein wegen Kenntnisse und Erfahrungen in Sachen innovative TKMS-U-Boote, Ministerrat wegen journalistische Leitplanken des Medienstaatsvertrags und in diesem Zusammenhang jahrzehntelanger Vorsitz der Rundfunkkommission der Länder, Hessen wegen Premiumpartnerschaft mit den USA.

    1. Die Beliebtheit der USA ist seit dem Amtsantritt des 47. US-Präsidenten Donald John Trump in weiten Teilen Europas deutlich zurückgegangen./Quelle: n-tv-Fernsehtext. Damit können Präsident Trump und ich leben.

  3. Die niedrigeren PCI Daten waren die Steilvorlage für den Orangenen zu einem weiteren Schlag mit der Zollkeule auszuholen.

    Deswegen auch keine Party gestern.

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