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USA drohen Deutschland in Sachen Huawei – Merkel müsste mal klar Stellung beziehen

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In einem Brief an das Bundeswirtschaftsministerium hat der US-Botschafter in Berlin Richard Grenell laut „WSJ“ ganz offen damit gedroht, dass die USA nur noch eingeschränkt Geheimdienst-Erkenntnisse mit Deutschland austauschen werden für den Fall, dass Deutschland sein noch aufzubauendes 5G-Netz mit Technik des chinesischen Giganten Huawei ausrüsten sollte.

So macht man aggressiv Wirtschaftspolitik für die eigene Industrie, möchte man sagen! Genau so geschah es vor Kurzem ja auch in Sachen Nordstream 2. Die Deutschen, ach ja, die sollen doch kein Gas mehr vom bösen Ivan kaufen, sondern doch viel lieber das teurere und dreckige Fracking-Gas aus den USA, das zudem noch verflüssigt und per Schiff über den Atlantik transportiert werden muss zu Abnahme-Terminals, die es noch gar nicht gibt. Bei Nordstream 2 drohen die USA aktuell mit Beschränkungen auf dem US-Markt für alle deutschen Unternehmen, die an Nordstream 2 beteiligt sind.

Dass die USA quasi alle Banken und Unternehmen vom US-Markt ausschließen, die auch nur das Wort Iran aussprechen, ist schon längst in die Praxis umgesetzt. Aber vor allem der aktuelle Fall Huawei ist an Dreistigkeit kaum mehr zu übertreffen. Wirtschaftspolitik mit Menschenleben (Anti-Terror-Kampf) gegenrechnen, damit überschreitet der gute Herr Grenell alle Grenzen. Und um Menschenleben geht es ja, wenn man Geheimdienst-Infos nicht mehr vollständig austauscht.

Wer ist Richard Grenell eigentlich? Er fiel schon öfters durch eine recht ungestüme Art auf, und hat sogar schon versucht sich auch in die deutsche Innenpolitik einzumischen. Grenell ist kein Berufspolitiker, sondern war Nachrichtensprecher bei Fox News (welch Wunder). Später war er (wie es sich gehört) auch für Breitbart News tätig, dem Leuchtfeuer der radikalsten Trump-Wähler. Aber er war auch jahrelang für George Bush Pressesprecher des UN-Botschafters in New York. Also ganz unerfahren ist er nicht in Sachen Politik. Zuletzt wurde er dann durch Donald Trump als US-Botschafter in Berlin eingesetzt. Will er mit solchen Aktionen wie diesem Huawei-Brief zuhause Eindruck schinden? Will da jemand später in Washington Karriere machen?

Mehrere führende deutsche Unionspolitiker haben in den letzten Stunden die Aufforderung der Amerikaner empört zurückgewiesen. Das ist natürlich das Mindeste, was man als Reaktion bringen kann. Bei Huawei und Nordstream 2 gilt nun gleichermaßen: Weicht Deutschland zurück, wird Nordstream 2 wie auch immer eingeschränkt, und wird Huawei von 5G ausgeschlossen, verliert die Bundesregierung international ihr Gesicht. Von da an wüssten die Amerikaner, dass sie mit Mutti Merkel ganz leichtes Spiel haben auch bei anderen Sachverhalten. Wer da schon kuscht, den kann man auch bei anderen Sachverhalten in die Ecke stellen!? Die Bundesregierung wird durch diesen aktuellen Brief in eine Lage gebracht sich klar positionieren zu müssen, für das eine oder für das andere. Und das liegt Angela Merkel ja bekanntlich überhaupt nicht.

Grenell USA Huawei
Richard Grenell (links) Berlins Bürgermeister Michael Müller im letzten Jahr.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Volker Carus

    12. März 2019 16:42 at 16:42

    Wieso traut ihr euch eigentlich nie solche tendenziösen Artikel unter Klarnamen zu veröffentlichen, sondern immer nur anonym als „Redaktion“?

    • Markus Fugmann

      12. März 2019 17:24 at 17:24

      @Volker, Sie finden den Artikel „tendenziös“? Wir finden den Fakt, den der Artikel beschreibt, „skandalös“ – was würden die Amerikaner sagen, wenn wir ihnen vorschreiben würden, welche Technik sie auf keinen Fall einsetzen sollten? Kopfschüttel…

  2. Frank

    12. März 2019 22:18 at 22:18

    Merkel bezieht nie klar Stellung.
    Aus sitzen,wie immer.
    Außerdem ist dat Merkel abhängig von den USA.
    Die USA hatte als erstes alle Stasi Akten.
    Das sagt alles.
    Dat Merkel wird von der NSA abgehört, und sagt nix.
    Die USA schickt durch den angefachten Krieg in Syrien und Afrika alle Flüchtlinge nach Deutschland.
    Und das Merkel lässt alle rein.
    Wie geht so was?

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BMW Analyse: 2018´er Zahlen drücken auf Aktienkurs

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Die Aktie der Bayrischen Motoren Werke BMW notiert seit Ende 2015 auf einem vergleichsweise tiefen Niveau und hat seit diesem Zeitpunkt eine grobe Seitwärtsphase zwischen 68,11 und 100,00 Euro eingeschlagen. Die letzten Monate waren hingegen von einem untergeordneten Abwärtstrend geprägt, der noch immer anhält. Aber seit einem Test des Unterstützungsbereichs von 68,00 Euro macht sich wieder Zuversicht breit, die Aktie bastelt offenbar an einem größeren Boden und könnte diesen im Erfolgsfall auch schon sehr bald positiv auflösen. Zeitgleich sieht sich das Papier jedoch zahlreichen Widerständen entgegen, hier wären zum einen der EMA 200 auf Tagesbasis um 76,74 Euro zu nennen, zum anderen der Horizontalwiderstand bei rund 77,00 Euro und die bestehende Abwärtstrendlinie. Vorbörslich präsentiert sich das Papier etwas leichter, ob diese Tendenz angesichts der schwachen Verkaufszahlen aus Ende 2018 ein guter Indikator ist, wird sich erst noch zeigen müssen.

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Long-Chance bei BMW

Solange das BMW-Papier unterhalb der Mehrfachhürde von 77,00 Euro tendiert, ist kaum Handlungsbedarf seitens der Käufer gegeben. Erst darüber kann tatsächlich ein größeres Kaufsignal mit einem Zielbereich von zunächst 82,00 Euro abgeleitet werden, darüber bestünde sogar die Möglichkeit, bis an die Zwischenhochs auch Sommer 2018 um 85,25 Euro zuzulegen. Als Bestätigung sollten Investoren jedoch erst noch den Tagesschlusskurs abwarten. Eine Verlustbegrenzung kann in diesem Szenario um das Niveau des gleitenden Durchschnitts EMA 50 bei derzeit 73,22 Euro angesetzt werden. Als Anlagehorizont müssen bei diesem Schwergewicht jedoch mehrere Monate einkalkuliert werden. Unterstützungen sind hingegen um 73,22 Euro anzutreffen, darunter an dem wichtigen Niveau von 71,40 Euro. Diese Marke stellt nämlich die potenzielle rechte Schulter einer inversen SKS-Formation seit Oktober letzten Jahres dar und sollte möglichst nicht mehr unterschritten werden. In diesem Fall könnte nämlich ein Kurssturz zurück auf die Jahrestiefs von 68,11 Euro drohen.

Einstieg per Stop-Buy-Order : 78,00 Euro
Kursziel : 82,00 / 85,25 Euro
Stop : < 73,20 Euro
Risikogröße pro CFD : 4,80 Euro
Zeithorizont : 1 – 3 Monate

BMW Analyse




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Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktuell: Doch kein Deal USA-China? Headlines vom US-Handelsministerium

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Soeben Headlines vom US-Handelsministerium:

– einige Mitglieder des US-Handelsministeriums: China scheint die Forderungen der USA abzulehnen

– Chinas Haltung habe sich praktisch nicht verändert

– die USA wollen nähere Auskünfte über Vorgehen Chinas in Sachen Datendiebstahl

Die US-Futures deutlich tiefer..

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Artikel 13 aktuell: Jede Menge PRO, jede Menge CONTRA

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Zum Thema Artikel 13 des neuen EU-Urheberrechts wurden nun schon so viele Argumente ausgetauscht. Aktuell kann man in sozialen Medien ganz klar beobachten, dass von beiden Seiten offene Briefe veröffentlicht werden, oder dass Gruppen von Künstlern oder Lobbyorganisationen verkünden, dass so und so viele Künstler dafür oder dagegen sind. Damit soll natürlich für den Betrachter der jeweiligen Nachricht der Eindruck erweckt werden, dass „die Künstler“ ja eigentlich alle EINE bestimmte Meinung haben. Dass wir von FMW beim Thema Artikel 13 parteiisch sind und ihn ablehnen, sollte inzwischen kein Geheimnis mehr sein! Aber wir denken bei so einem Thema klar Stellung zu beziehen ist nicht so schlimm, denn große Leitmedien haben ja auch ganz klar Stellung bezogen, nämlich pro Artikel 13. Nur erwähnen sie es nicht – sie berichten aber tendenziös in diese Richtung.

Gegen Artikel 13

Aktuell hat ein Unternehmer aus Deutschland einen offenen Brief präsentiert, der auch an alle EU-Parlamentarier verschickt wurde. Unterschrieben haben ihn 130 Unternehmen und Organisationen (hier nachzulesen im Original). Hier die Headline-Aussage:

Nextcloud Founder and CEO Frank Karlitschek addresses an open letter urging members of the EU Parliament to vote against Articles 11 and 13 of the proposed Copyright Directive. The letter, which was signed by more than 130 companies and business alliances from 16 European countries, was sent to each member of the EU Parliament. As founder and CEO of Nextcloud I fear that Articles 11 and 13 of this directive create a serious disadvantage for European startups. The fact that more than 100 companies from different European countries signed our text within a few days shows that I am far from being the only one. I urge every politician to protect European businesses and vote against Article 11 and Article 13.

Auch gibt es aktuell eine sehr beeindruckende Analyse (hier nachzulesen), wer zukünftig unter Artikel 13 die wahren Profiteure sein werden, und wie sich das neue Gesetz real auswirken wird auf Medienschaffende. Die Analyse ist (unsere subjektive Wahrnehmung) bestechend!

Pro Artikel 13

Die Befürworter von Artikel 13 haben ein „Manifest“ veröffentlicht (hier einzusehen). Initiiert wurde es von der grünen EU-Abgeordneten Helga Trüpel, der wir ja vorhin schon einen eigenen Artikel gewidmet haben. Sie postet auf Twitter derzeit gefühlt 1000 Mal pro Tag etwas pro Artikel 13. Und dann nutzt sie das Neuseeland-Attentat um damit unsäglich für ein neues Urheberrecht zu werben. Aktuell (10 Minuten nach unserem Artikel) fühlte sie sich wohl dazu genötigt klarzustellen, dass ihr Tweet natürlich nichts mit Artikel 13 zu tun gehabt habe. Na ja… sie tweetete von neuen „guten Regeln für die kommerziellen Plattformen“, die nötig seien. Aber ständig postet sie sonst nur (!) zu Artikel 13. Also darf man ihren Tweet doch wohl klar in einen Kontext zu diesem Thema setzen!

Ein jüngst veröffentlichtes angebliches Umfrageergebnis der Lobbyorganisation Article 13 zeigt, dass die Bürger in der EU angeblich total pro Artikel 13 eingestellt sind. So wollen sie mehrheitlich, dass die US-Tech-Giganten stärker reguliert werden, und dass Künstler in der EU mehr Geld erhalten sollen usw. Tja, es kommt halt immer darauf an, was man fragt, und wie man fragt. Fragt man zum Beispiel „wollen sie reich werden“, würden wohl fast 100% der Menschen mit JA antworten. Aber würde man fragen „Wissen Sie, wie Sie reich werden können“, dann würden wohl nur ganz wenige Prozentpunkte mit JA antworten.

Extrem aktiv in Sachen Artikel 13 ist derzeit eine der Lobbygruppen für Urheber schlechthin, die GEMA. By the way… kein Gegner von Artikel 13 hat je behauptet, dass er gegen eine verbesserte Vergütung von Künstlern sei. Alternativvorschläge von Gegnern für eine bessere Künstlervergütung (ohne Uploadfilter) wurden bloß von Axel Voss und Co konsequent ignoriert, auch schon vor mehreren Monaten. Ein wahres Feuerwerk an Tweets haut die GEMA derzeit täglich raus, welche Künstler denn alle für Artikel 13 sind. Hier nur einige Beispiele.

Axel Voss

Der „Chef-Lobbyist der Verlage“ (so sagen es „Spötter“ auf Demos) Axel Voss von der CDU zeigt sich trotz diverser Interviews, trotz seines Zurückruderns beim „Verbot von YouTube“ etc weiterhin unbeirrt. Trotz all der Fakten, all der Argumente der Gegenseite, bringt er ganz aktuell ein kurzes Promo-Video seiner Partei zu Ariktel 13, das alle Kritik und alle Probleme wie immer total ignoriert. Alles werde problemlos laufen, Memes seien zukünftig weiterhin erlaubt, Uploadfilter seien nicht zwingend notwendig. Parodien und Zitate seien ebenfalls weiterhin möglich. Ja, und die real anstehenden technischen Probleme? Die werden nicht erwähnt.

Urheberrechtsreform:Ist das freie Internet in Gefahr?NEIN!

Gepostet von Axel Voss am Dienstag, 19. März 2019

Dass Axel Voss von der ganz realen technischen Umsetzung seines „Babys“ und von konkreten Alltagsvorgängen in Social Media-Plattformen nur „begrenzt“ Ahnung hat, kann man ansatzweise erahnen im folgenden Video. Wird es konkret, fallen ihm Antworten sichtlich schwer (oder bilden wir uns das nur ein?).

Diskussion

Wer zwischen den Stühlen steht, und doch gerne mal sehen möchte, wie Pro und Contra zu Artikel 13 ihre Argumente austauschen, ist im folgenden Video gut aufgehoben. Mehrere Befürworter und Gegner haben gestern Abend diskutiert. Im Video geht es los ab Minute 14, daher bitte bis dorthin vorspulen.

Demo gegen Artikel 13 am 2. März in Berlin
Ein Demo-Bild vom 2. März in Berlin. Foto: Gero Nagel – https://zweifeln.org/2019/Copyright-Riotcop/ CC BY 4.0

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