Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für die USA (S&P Global PMI für September) veröffentlicht – einer der besten Gradmesser für die Wirtschaft der USA:
Gesamtindex: 5, (Vormonat war 53,0) – 8-Monatshoch
Dienstleistungen: 53, 9 (Prognose war 54,20; Vormonat war 54,5) – 3-Monatstief
Verarbeitendes Gewerbe: 5, (Prognose 52,2; Vormonat war 53,0) – 39-Monatshoch
Marktreaktion: Bisher gering – die Daten waren innerhalb der Erwartung, wenngleich der Text von S&P Global aufmerken lässt (siehe unten). Die Märkte warten auf die Aussagen von Fed-Chef Powell (18.35Uhr)..
Dazu schreibt Chris Williamson für S&P Global, das die Daten erhoben hat (eigene Übersetzung):
„Das weitere robuste Produktionswachstum im September rundet das bisher beste Quartal des Jahres für US-Unternehmen ab. Die Daten der PMI-Umfrage stimmen mit einem Wirtschaftswachstum von 2,2 % auf Jahresbasis im dritten Quartal überein. Allerdings hat sich das monatliche Wachstum gegenüber dem jüngsten Höchststand im Juli verlangsamt, und im September haben die Unternehmen auch ihre Einstellungsaktivitäten zurückgefahren. Auch über eine Abschwächung der Nachfrage wird zunehmend berichtet, was die Preissetzungsmacht einschränkt. Obwohl erneut Zölle als Treiber für höhere Inputkosten sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor genannt wurden, ist die Zahl der Unternehmen, die ihre Verkaufspreise erhöhen konnten, um diese Kosten an die Kunden weiterzugeben, zurückgegangen, was auf sinkende Margen hindeutet, aber auch ein gutes Zeichen für eine Abschwächung der Inflation ist. Die Umfragedaten deuten dennoch darauf hin, dass die Verbraucherpreisinflation in den kommenden Monaten über dem Zielwert der Zentralbank von 2 % bleiben wird. Im verarbeitenden Gewerbe gibt es jedoch auch Anzeichen dafür, dass das enttäuschende Umsatzwachstum zu einem beispiellosen Anstieg der Lagerbestände geführt hat, was ebenfalls zu einer weiteren Abschwächung der Inflation in den kommenden Monaten beitragen könnte. Der Lageraufbau deutet natürlich auch auf gewisse Abwärtsrisiken für die künftige Produktion hin. Während die Wachstumsaussichten sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor weiterhin von Sorgen über das politische Umfeld und insbesondere die Zölle getrübt werden, hat sich die Stimmung der Unternehmen im September erfreulicherweise verbessert, was zum Teil auf die erwarteten positiven Auswirkungen niedrigerer Zinsen zurückzuführen ist.“
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