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USA in der Rezession? Wenn ja, Aktien kaufen – sagt Deutsche Bank..

FMW-Redaktion

Es wird derzeit viel gerätselt, ob die USA bereits in einer Rezession sind. Für den produzierenden Sektor dürfte das bereits gelten: die gestern veröffentlichten ISM-Daten zeigten den veriten Monat in Folge einen Wert unter der 50er-Marke, sprich Kontraktion. Dazu die schwachen US-Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter, nur der Dineszleistungsektor, der jedoch in de USA ungleich größer ist, steht besser da.

Nun aber kommt die Deutsche Bank in Gestalt ihres Chefvolkswirts Torsten Slok zu einer erstaunlichen Schlußfolgerung: wenn man annehme, dass die USA bereits in einer Rezession seien, dann sollte man jetzt Aktien kaufen!

“The irony is that if you have the view that things are really bad at the moment and we are currently in a recession, then it is actually a good idea to buy risky assets today.”

Und wie lautet die Begründung für diese durchaus ungewöhnliche Schlußfolgerung? Slok sagt, dass die Folgen des kollabierten Ölpreises weit entfernt seien etwa von den Konsequenzen der geplatzten Immobilienblase in den USA. So seien die Probleme im amerikanischen Junk-Bond-Markt um den Faktor 15 kleiner als die „Ungleichgewichte“ („imbalances“) am amerikanischen Häusermarkt im Jahr 2006.

Also alles kein Problem? Glaubt man Slok – dann nein. Rezessionen in den USA nach dem 2.Weltkrieg, so Slok, dauerten im Durchschnitt nicht einmal ein Jahr. Die beste Zeit für Aktienkäufe, das zeige der Blick in die Vergangenheit, seit in der Mitte dieser Rezessionen. Da der produzierende Sektor schon seit einigen Monaten negativ sei, dürfte also nun der optimale Zeitpunkt sein, so Slok. Sein Rat: wer glaube, dassdie USA in der Rezession sei, solle nun Aktien kaufen. Aber auch Junk-Bonds. Na dann: viel Glück!



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3 Kommentare

  1. Das ist ja eine tolle Logik von Herrn Slok. Aber was ist, wenn aus einer (bisher nur auf das produzierende Gewerbe beschränkten) Rezession eine die Gesamtwirtschaft erfassende tiefere und/oder länger anhaltende Rezession werden sollte? Zeitraum und Umfang einer Börsenbaisse hängen ja auch von der Schwere einer wirtschaftlichen Kontraktion ab. Vielleicht gibt es sogar eine Weltwirtschaftskrise. Diese Möglichkeit scheint Herr Slok gar nicht für möglich zu halten.

  2. test test 1 2 112

  3. Lassen Wirtschaft und Unternehmensgewinne nach, dann steigen zwangsläufig die KGV’s, was sich in einem Niedrigzinsumfeld jedoch mit Aktienrückkäufen übertünchen lässt (Apple lässt grüßen). Dreh- und Angelpunkt ist die Versorgung von Unternehmen und Spekulanten mit (billiger) Liquidität. Schlechte Wirtschaftsdaten sind sogar ein Zusatzbooster für steigende Kurse, weil sie Chancen auf noch mehr Zinssenkungen und QE durch die Zentralbank erhöhen.

    Kaum jemand versteht, daß die Börse kein Konjunkturbarometer ist! Sie wird von billiger Liquidität und „Kursphantasie“, sprich einer guten Börsenstimmung, getrieben. Liquidität ist derzeit ausreichend vorhanden und die Stimmung steht gerade etwas auf der Kippe. Ich schätze sie tendenziell eher positiv ein (jedenfalls im Moment..), kann aber schnell kippen.

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