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Märkte

USA jetzt weltweit führender Ölexporteur!

Stefan Kasper-Behrs

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am

Wie die Internationale Energie-Agentur (IEA) heute auf ihrer Webseite veröffentlichte, haben die USA Saudi-Arabien vom Thron des weltweit führenden Ölexporteurs gestoßen. Die IEA hat heute ihren monatlichen Ölmarktreport veröffentlicht. Gegründet wurde die IEA von 16 Industrienationen im Jahre 1974 zum gemeinsamen Vorgehen gegen Ölkrisen aufgrund selbiger von 1973.

USA überholen Russland und Saudi-Arabien

In ihrem heutigen Report schreibt die IEA unter anderem, dass sich in den letzten Wochen die Spannungen im Golf entspannt haben, und der Betrieb in der Ölindustrie scheint sich wieder normalisiert zu haben. Im August produzierten drei große Länder (Russland, Nigeria und Irak) 0,6 Millionen Barrel/Tag mehr als ihre Zuteilungen. Saudi-Arabien hingegen produzierte 0,6 MB/Tag weniger als erlaubt. Erste Daten zeigen, dass die USA im Juni Saudi-Arabien und Russland als weltweit führenden Bruttoölexporteur vorübergehend überholt haben.

Im zweiten Quartal 2019 rechnet man mit einem Lagerbestand von 0,8 MB/Tag basierend auf einer stagnierenden OPEC-Produktion, eines stärkeren Nachfragewachstums und eines schwächeren Angebotswachstums außerhalb der OPEC. Auf Jahresbasis geht man aber von einer stark ansteigen Produktion aus. In diesem Jahr geht man von einem Anstieg gegenüber dem letzten Jahr von 1,25 Millionen Barrel/Tag aus, und prognostiziert für 2020 einen Produktionsanstieg von 1 Million Barrel/Tag.

In Norwegen kommen lange erwartete Projekte früher als erwartet in Betrieb und können vorzeitig auf Spitzenproduktion hochgefahren werden. Auch die Ölproduktion in Brasilien wächst schnell – sie erreichte im August 3 MB/Tag, was einer Erhöhung von mehr als 0,4 MB/Tag im Vergleich von vor zwei Monaten entspricht. Weiter heißt es im Monatsbericht, dass die Lageraufstockungen, welche seit Anfang 2018 unaufhörlich verzeichnet wurden, nun zum Stillstand gekommen sind. Die IEA ist aber der Meinung, dass das nur vorübergehend so ist.

Man geht davon aus dass bald wieder die OPEC und ihre Produzenten eine steigende Nicht-OPEC-Ölförderung erleben werden, wobei das implizite Marktgleichgewicht zu einem deutlichen Überschuss zurückkehrt und die Preise damit unter Druck setzt. Ein Preisrückgang wird Trump nicht schmecken, bevor nicht die Ölförderungsgrenzen erhöht werden! Die OPEC hatte erst im Juni 2018 beschlossen, die Produktion um rund eine Million Barrel pro Tag, ca. einen Prozent der weltweiten Nachfrage, auszuweiten. Den USA und China reichte das allerdings nicht aus.

Trump und das Öl

Trump kritisiert den hohen Ölpreis und wetterte gegen das Öl-Kartell. Obwohl die Trump-Regierung durch die Sanktionen gegen Venezuela und dem Iran maßgeblich für den Preisanstieg verantwortlich ist. Durch die Öl-Embargos bescherten die USA den Russen enorme Zusatzeinnahmen, denn das russische Ural-Öl sieg daraufhin stark an. Ziel von Trump ist es sicherlich die OPEC dazu zu bringen die Ölproduktion zu erhöhen. Solange der Preis hoch bleibt, wird ihm das auch gelingen! Und dass der Preis hoch bleibt, dafür wird er wohl sorgen, obwohl es für die US-Wirtschaft schlecht ist.

Der Grund ist möglicherweise ganz einfach: Die USA haben in einer unteren Schicht des schon vorhandenen gigantisch großen Permian Basin 2016 das weltgrößte Ölvorkommen entdeckt, welches in unteren Schichten lagert. Durch die Fracking-Ölfördertechnik ist es nun möglich in diesem Gebiet das weltweit grösste Ölvorkommen zu fördern. In der Gier- und Goldgräberstimmung kommt man organisatorisch und durch Gesetzteshürden nicht damit hinterher den beim Fördern des Öls anfallenden Gasaustritt zu speichern und sinnvoll zu nutzen. Gas welches nicht transportiert und verarbeitet werden kann, wird einfach verbrannt. Laut Prognosen von Analysten wird die Menge der Gasverbrennung im Permian-Becken in der zweiten Jahreshälfte bei rund 18 Mio. Kubikmeter pro Tag liegen. Klimaschutz lässt grüßen!

Ein relativ leicht zu durchschauender Plan!? Erhöhe durch Ölembargos und militärische Drohgebärden den Ölpreis. Kritisiere hinterher den hohen Ölpreis und setze die OPEC unter druck, für höhere Förderquoten. Möglicherweise wird es den USA gelingen – und dann werden sie fördern was das Zeug hält! Zu guter letzt gibt man dem Gas, welches durch die Fracking-Methode als Nebenprodukt gewonnen wird, mit „Freedom Gas for Europe“ noch einen knackigen Namen und drängt es den Europäern zum Kauf auf. Nach der Ukraine hat nun auch Polen einen Vertrag mit den USA für dieses Gas unterzeichnet. Trump will Amerika zum Erfolg führen, Russland schwächen und am Ende als Held da stehen. Koste es was es wolle!

USA - Permian Basin in Texas

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Bitcoin

Goldpreis: Gestern Bitcoin-Absturz, heute Gold! Marktgeflüster (Video)

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar. Was ist da los?

Markus Fugmann

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Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar (und das im buchstäblich selben Moment, als auch der VIX deutlich fiel). Was ist da los? Wiederholt sich das Geschehen aus dem März, als ein heftiger Abverkauf von Bitcoin das Vorspiel für den Absturz der Aktienmärkte im März-Crash war? Auffallend ist die Schwäche im Goldpreis und gestern die Schwäche bei Bitcoin) vor allem deshalb, weil der Dollar alles andere als Stärke zeigt – normalerweise unterstützt ein schwacher Dollar das gelbe Edelmetall. Die heute in den USA verkürzt handelnden US-Aktienmärkte nun immer mehr im „Gier-Modus“ – wie lange geht das noch?

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Gold/Silber

Rüdiger Born über den aktuellen Gold-Absturz – wie tief geht es noch runter?

Rüdiger Born

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Gold im Crash! Aktuell geht der Kurs durch alle Unterstützungen: zunächst die 1850er Marke aus dem September, nun auch die 1800 der letzten Tage. Und das auch noch beschleunigt! Gibt es kein Halten mehr? Auf was man sich einstellen muss und wie man als Marktteilnehmer hier möglichst frühzeitig den nächsten Schritt erkennen kann, zeige ich in diesem Beitrag.

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Märkte

Ölpreis – wird er trotz Coronakrise demnächst expodieren?

Philipp Hopf

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Öl Pumpe

Der Ölpreis hat am Donnerstag im frühen Handel erst einmal wieder etwas abgegeben, bewegen sich jedoch weiterhin in der Nähe seines höchsten Stände seit März, bevor die erste Corona-Welle einen drastischen Preissturz verursacht hatte.

Die Hoffnung auf einen zeitnah verfügbaren Corona-Impfstoff, von der sich eine konjunkturelle Erholung erhofft wird, bleibt einer der hauptsächlichen Antriebe für den Ölpreis. Exxon Mobil sorgte jedoch für eine Dämpfung der Stimmung, änderte seine Prognose für den Ölpreis in den nächsten zehn Jahren und versicherte, dass die negativen Auswirkungen der Pandemie zumindest in den kommenden sieben Jahren stark zu spüren sein werden.

Ölpreis: Brent Öl

Der Ölpreis der Sorte Brent läuft das anvisierte Ziel zwischen $48.61 – $50.79 an und zeigt eine erste deutliche Reaktion. Wir schrieben hierzu im gestrigen Update: „Wir gehen hier im Bereich von $48.61 – $50.79 von einem Zwischenhoch aus, in dessen Anschluss der Markt noch einmal nach Süden abdreht, um in Welle 4 in Grün noch einmal tiefere Notierungen im Bereich von $46.50 – $45.00 anzulaufen.“ Solange sich der Markt nun unter $49.06 hält, sehen wir diesen die laufende Gegenbewegung ausbauen. Das Idealziel hierfür liegt nun jedoch im Bereich von $45.34 – $44.19. Drehen die Bullen direkt wieder nach Norden, ohne eine Gegenbewegung in Welle 4 in Grün abzuarbeiten, betrachten wir dies lediglich als Ausdehnung des laufenden Impulses bis $50.79, bevor sich dann auch hier eine Abwärtsbewegung durchsetzt, und gehen nicht von einem direkten Anlaufen von $55 aus:

Der Ölpreis der Sorte Brent

Zusammengefasst hält sich Brent an das hinterlegte Szenario. Setzt sich dieses weiter durch, werden wir hier einen weiteren Zielbereich zum Trading hinterlegen und sehen Brent anschließend weiter in Richtung Norden durchstarten.

West Texas Intermediate (WTI)

Nachdem auch die Bullen in WTI den anvisierten Bereich von $46.23 – $48.81 anlaufen, bauen auch diese eine deutliche Reaktion aus und drehen wieder nach Süden ab. Solange sich der Markt nun unter $46.26 hält, gehen wir im nächsten Schritt von einer Gegenbewegung in Richtung $42.75 – $41.66 aus, um Welle 4 in Grün abzuarbeiten.

Wir werden hier noch einmal einen Zielbereich hinterlegen, der genutzt werden kann, um Longpositionierungen aufzubauen. Unter 40.06 sollte WTI in der anstehenden Abwärtsbewegung nicht mehr fallen, um nicht deutlich tiefere Notierungen für den Ölpreis der Sorte WTI freizuschalten. Nach der hinterlegten Abwärtsbewegung sehen wir WTI dann wieder die Triebwerke starten und den Bereich von $50 und höher anlaufen.

Der Ölpreis der Sorte WTI

Zusammengefasst hat WTI das anvisierte Zwischenziel im Bereich von $46.23 – $48.41 abgearbeitet und befindet sich nun in der Gegenbewegung. Wichtig bleibt, dass sich der Markt unter $46.26 hält, um hier nicht doch noch mal einen Umweg zu starten, bevor die Abwärtsbewegung sich weiter fortsetzt. Anschließend sehen wir den Index dann auf Sicht der nächsten Wochen neue Zwischenhochs im Bereich von $50 und höher anlaufen.

Mehr von Philli Hopf unter https://hkcmanagement.de/

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