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USA und Venezuela: geht es um „Demokratie“?

Redaktion

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Keine Frage: Venezuela ist nicht wirklich ein Hort der Demokratie – und schon gar nicht ein Ausweis dafür, dass sozialistische Herrschaftssysteme erfolgreich sein könnten! Nach der Verstaatlichung der Ölindustrie des Landes unter Chavez flossen zwar Gelder an die ärmeren Schichten der Bevölkerung, aber die staatliche Mißwirtschaft und Ineffizienz (vor allem bei der Öl-Förderung) grassierte in dem Öl-reichsten Land der Erde (die Ölvorkommen Venezuelas liegen laut OPEC bei knapp 300 Milliarden Barrel und damit weit vor Saudi-Arabien mit ca. 265 Milliarden Barrel).

Die Lage der Bevölkerung ist katastrophal: die Supermärkte leer, die Kriminalität immens: in der 6-Millionen-Metropole Caracas werden durchschnittlich 30 Menschen pro Tag ermordet – das ist die höchste Mordrate der Welt.

Der Ölreichtum des Landes ist dabei Fluch und Segen zugleich. Fluch vor allem deshalb, weil das Land komplett abhängig ist von den Öl-Einnahmen einerseits, und andererseits damit natürlich Begehrlichkeiten weckt. Derzeit findet gewissermaßen ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA auf der einen und Russland und China auf der anderen Seite statt – es geht um knallharte Interessen.

Die USA sehen das Land gewissermaßen als strategischen Vorhof – und das sozialistische Regime in Venezuela war den verschiedenen US-Regierungen stets ein Dorn im Auge. Nun hat sich kürzlich der Parlamentspräsident Juan Guaidó bekanntlich zum Interimspräsidenten ernannt – und nur 30 Minuten später erkannte ihn die Trump-Administration an. Das legt nahe, dass die USA vorab informiert gewesen sei dürften von dem Schritt Guaidós (bzw. diesen sogar dazu ermutigt hatten).

Folgendes Video zeigt einige interessante Hintergründe der aktuellen Lage – es stammt von RT Deutsch (denen wir insofern kritisch gegenüber stehen, als wir uns wünschen würden, dass der Sender ebenso kritisch über Rußland bzw. Putin berichten würde, wie er das gegenüber dem Westen tut!). Aber eines ist doch klar – und das bringt das Video auf den Punkt: die Wahrung der „Demokratie“ ist eher nicht das Hauptinteresse der USA in diesem Konflikt:

 

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6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    tm

    31. Januar 2019 14:35 at 14:35

    „dass der Sender ebenso kritisch über Rußland bzw. Putin berichten würde, wie er das gegenüber dem Westen tut“

    Nun ja, gegen kritische Berichterstattung wäre ja nichts zu sagen, aber rt verbreitet Propaganda und Lügen.

    Also klar, dass es Trump um Demokratie geht, können wir vergessen, klar. Dennoch ist Maduro eben nicht der rechtmäßige Präsident, sondern ein Diktator.

    • Avatar

      Hinterfrager

      31. Januar 2019 17:13 at 17:13

      Folker Hellmeyer hierzu gestern:

      „Bei dem Thema Venezuela gilt es in der Analyse nicht darum, für oder gegen jemanden zu sein. Es geht hier nicht um Moral, sondern es geht um elementarste Strukturfragen.
      Es geht um internationales Recht und Vertragsrecht.

      Fakt ist, dass es ein innenpolitisches Problem Venezuelas ist (u.a. Wahlen, Versorgung). Da Venezuela ein souveräner Staat ist, ist dieses Problem innenpolitisch zu lösen. Jede Form der außenpolitischen Einmischung stellt einen Angriff auf die Souveränität dar.

      Die Entscheidung der US-Regierung, der offiziellen Regierung Venezuelas das Verfügungsrecht über Aktiva in den USA bei US-Banken zu entziehen und dem selbst ernannten Präsiden ten (kein offizielles Mandat!) zuzuschanzen, wirft massivste Fragen über Eigentums- und Rechtsfragen in den USA auf.“

      https://solvecon-invest.de/wp-content/uploads/2019/01/Forex-Report-2019-0130.pdf

      Frage an tm: Könnte Europa das Gleiche blühen, wenn wir eines Tages nicht mehr zum „Freundeskreis“ der USA gehören sollten? Gründe dafür fänden sich in Washington sicherlich genügend, und das gerne auch kurzfristig und erratisch…

      • Avatar

        tm

        31. Januar 2019 17:22 at 17:22

        Dass es bei Trump nicht um Moral geht, ist m.E. keine Frage.

        Nun ist es doch aber so, dass sich der Parlamentspräsident zum Interimspräsidenten ernannt hat und er beruft sich dabei auf die Verfassung, die sagt, dass der Parlamentspräsident diesen Posten innehat, wenn es keinen legitim gewählten Präsidenten gibt.

        Nun steht für mich außer Zweifel, dass Maduros Wahl illegitim war. Und angesichts der Entwicklung können die USA oder die EU einfach so tun, als wäre nichts passiert. Das wäre wohl das, was Sie unter „Nicht-Einmischung“ verstehen. Tatsächlich wäre eine Nicht-Reaktion aber ein klares Stellungbeziehen für Maduro und gegen Guaidó und damit natürlich auch eine Einmischung.

        Nunja, ich hoffe doch, dass es dann noch einen Staat gibt, der eingreift, sollte Deutschland mal eine Diktatur werden. Sie nicht?

        Das alles ändert aber nichts daran, dass Trump auch hier unfassbar dilletantisch agiert.

        • Avatar

          Hinterfrager

          31. Januar 2019 21:03 at 21:03

          @ tm

          Ja, ich glaube an internationale Abkommen und Institutionen, die genau dafür verantwortlich zeichnen. Womöglich haben Sie ja schon einmal von einem Gremium gehört, dass bereits seit Ende des Zweiten Weltkriegs besteht und sich UNO nennt…

  2. Avatar

    frank

    31. Januar 2019 16:48 at 16:48

    Wichtig ist doch dass die Kommunisten verschwinden, egal wie. Hier wäre auch ein inszenierter Putsch oder ein direktes militärisches Eingreifen der USA wünschenswert! Verstehe nicht wie viele die Kommunisten verteidigen. In Venezuela würde auch bei einem Eingreifen von Außen kein Chaos ausbrechen, da Venezuela kein islamisches Land ist. Die Macht könnte man nach einem kurzen Militärschlag einfach an demokratische Kräften übergeben. Ähnlich wie im Nachkriegsdeutschland müsste man eine Entnazifizierung durchführen und alle ehemaligen Kommunisten bestrafen oder wegsperren.

  3. Avatar

    Gixxer

    31. Januar 2019 23:22 at 23:22

    Unabhängig von der Tatsache, ob Venezuela jetzt eine Demokratie oder eine Diktatur ist und ob Maduro oder Guaido der rechtmäßige Präsident ist, finde ich es doch erstaunlich, dass die Amis sich hier einmischen.
    Es gibt genügend andere Staaten auf der Welt, die sind ebenfalls Diktaturen, da schert es die Amis aber einen Scheiß. Es kann sogar sein, dass sie munter Geschäfte mit dem Regime tätigen. Aber in Venezuela ist das anders. Hier muss natürlich die Demokratie verteidigt werden.
    Ich finde das heuchlerisch ohne Ende.
    Warum sagt man nicht einfach, um was es geht? Es geht darum, dass es nicht sein darf, dass ein Land mit einem derartigen Ölreichtum von einem Sozialisten oder von mir aus auch Kommunisten regiert wird.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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