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USA: Worum es Fed und US-Reigerung wirklich geht!

Billionen durch die US-Regierung, die Fed mit ihrem QE - im Endeffekt geht es um den Konsum in den USA

USA: worum es Fed und US-Regierung wirklich geht

Das Reopening in den USA läuft, schon fast 40 Prozent der Amerikaner sind vollständig geimpft – das große Thema der Aktienmärkte ist natürlich derzeit Inflation und Tapering. Aber es lohnt dennoch ein Blick, welche Sektoren am unbeschadetsten durch die Corona-Krise gekommen sind. Denn es wirft einen Blick darauf, was die Administration der USA mit ihren bisherigen, über fünf Billionen Dollar schweren Rettungspaketen aufrechterhalten wollten.

USA: It’s Consumption, Stupid!

Zweifellos ist das eine Verunstaltung des alten Bill-Clinton-Slogans („It´s the economy, stupid!“), aber die Floskel macht deutlich, worum es in der Wirtschaft der USA vorrangig geht: Es ist der Konsum, mit 70 Prozent am Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten beteiligt, in einer Höhe von 16 Billionen Dollar, was allein schon zur größten Wirtschaftsmacht reichen würde – noch vor China.

In der folgenden Grafik wird die Performance von verschiedenen Sektoren, auf ETF-Basis, dargestellt und wie sie sich seit dem Hoch vor dem Ausbruch der Pandemie in den USA entwickelt haben. Es ist natürlich die Branche, die den Konsum abbildet, die im Land der unbegrenzten Kreditkarten am Besten gelaufen ist!

USA und der Konsum

In diesem Retail-ETF wird besonders auch der Online-Einzelhandel abgebildet, der während der Corona-Maßnahmen so richtig boomte, plus 105 Prozent und das in einer Wirtschaftskrise.

Der ETF beinhaltet zyklische Konsumgüter, Güter des nicht alltäglichen Gebrauchs (Autos, Möbel), die normalerweise in einer Rezession als Erstes gestrichen werden.

Damit wird auch klar, warum Jerome Powell in seinen Statements zur Begründung der Maßnahmen immer auf die Stützung der Wirtschaft und der Hilfsmaßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit hinweist: Es geht aber im Endeffekt um den Konsum in den USA. Erst recht für die US-Regierung, die schon unter Trump Arbeitslosen zum Teil eine höhere staatliche Unterstützung gewährte, als die Menschen in ihrem Job verdienen würden (plus Helikoptergeld). Egal was außerhalb den USA so geschieht, bei einem Konsum von 16 Billionen Dollar – im Vergleich hierzu das globale BIP von zuletzt 85 Billionen Dollar heißt es einfach: Americans First!

Die Nachzügler

Trotz einer fortschreitenden Öffnung der Wirtschaft liegen viele Bereiche noch im Argen. Die Bereiche Freizeit und Energie haben in den USA gerade erst das Vorkrisenniveau überschritten, Fluglinien und Hotels liegen noch etwa 15 Prozent darunter. Er ist vermutlich doch ein ziemlicher Nachholeffekt zu erwarten, was aber etwas verwunderlich erscheint, angesichts des Antizipationseffekts an den Börsen. Aber für diesen Branchen braucht man auch ausländische Gäste und hier scheint man dem „Braten noch nicht so richtig zu trauen.“



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