Das Thema Zölle bestimmt derzeit das Geschehen an den Märkten. Seit US-Präsident Trump seine Zolldrohungen in die Tat umsetzt, wächst die Sorge vor einem internationalen Handelskonflikt. Er hat unter anderem Kanada, Mexiko, China und die EU ins Visier genommen. Sollte er tatsächlich alle seine Zolldrohungen umsetzen, könnten die Zölle ein Niveau erreichen wie während der Großen Depression, der schweren Wirtschaftskrise in den USA in den 1930er Jahren. Dies hätte erhebliche Auswirkungen auf die Konjunktur, die Inflation und die globalen Handelsbeziehungen.
USA: Zölle wie in der Weltwirtschaftskrise
Am Samstag verhängte er zunächst Importzölle gegen Kanada, Mexiko und China, wobei er die Zölle gegen die Nachbarländer nur zwei Tage später wieder aufschob. Doch die Maßnahmen gegen China traten in Kraft und China reagierte postwendend mit gezielten Gegenmaßnahmen und eigenen Zöllen. Damit könnte der Handelskrieg aus der ersten Amtszeit von Donald Trump wieder aufflammen und die USA und China vor einem Handelskrieg 2.0 stehen. Auch die EU steht weiterhin im Visier des US-Präsidenten, es droht ein Pauschalzoll. Zwar ist sich die Trump-Administration noch nicht einig, aber einige Mitglieder befürworten einen Zoll von 10 Prozent auf alle EU-Importe. Sollten alle geplanten Importzölle in Kraft treten, würden die USA die höchsten Zölle seit der Weltwirtschaftskrise erheben.
Die Analysten von Bravos Research haben das Thema aufgegriffen und versucht, die möglichen Folgen für die USA zu analysieren und zu bewerten.
Trump droht mit US-Importzöllen
Die Wall Street glaubt immer noch, dass Trump ein Dealmaker ist, der Zölle nur als Druckmittel einsetzt – aber das könnte sich als Irrglaube erweisen. Nicht umsonst bezeichnet er sich selbst als „Tariff Man“. Donald Trump hat in den letzten Wochen immer wieder mit Zöllen auf breiter Front gedroht. Dazu gehören Importzölle in Höhe von 25 Prozent gegen Kanada und Mexiko, 10 Prozent gegen China, die auf bis zu 60 Prozent steigen könnten, und Importzölle auf breiter Front von pauschal 10 Prozent, z.B. gegen die Europäische Union. Die folgende Grafik zeigt, wie hoch der US-Zollsatz wäre, wenn alle von den USA geplanten Zölle in Kraft treten.

Die Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Finazmärkte wären wohl erheblich. Erste Auswirkungen sind bereits sichtbar: So erreicht der Goldpreis angesichts der aktuellen Unsicherheit fast täglich neue Rekordhöhen, während die Rally an den Aktienmärkten einen Dämpfer erhalten hat. Trumps Ziel ist es, mit den Zöllen die heimische Industrie anzukurbeln und die Produktion in die USA zurückzuholen, indem ausländische Produkte durch Zölle verteuert und US-Produkte dadurch wettbewerbsfähiger werden. Die Erhöhung der Einnahmen der USA durch Zölle, deren Verschuldung ständig zunimmt, ist ein weiterer entscheidender Punkt. Zölle können eine gute Einnahmequelle sein, um das Defizit zu reduzieren, stellen aber gleichzeitig ein Inflationsrisiko dar.
Wirtschaftsexperten befürchten, dass die Zölle die Verbraucherpreise in die Höhe treiben könnten. Sie sehen durchaus die Gefahr einer zweiten Inflationswelle, die mit den Zöllen einhergehen könnte. Dies könnte vor allem für die Aktienmärkte gefährlich werden, die in den letzten zwei Jahren auch wegen der rückläufigen Inflation gestiegen sind. Aber gibt es wirklich einen Beweis dafür, dass die Zölle den Anstieg der Inflation beeinflussen? Dieser und anderen Fragen gehen die Analysten von Bravos Research im folgenden Video nach.
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken












