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USDCAD: Zeit für eine Korrektur

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Obwohl der US-Dollar in den letzten Tagen auf breiter Front zugelegt hat, wird die Luft beim USDCAD auf der Oberseite langsam dünn. Der Widerstand bei 1,3161 hat sich vorerst als zu stark erwiesen, was zu einer Gegenbewegung geführt hat. Technisch gesehen ist es keine Überraschung. Die Indikatoren waren schon im überkauften Bereich. Zusätzlich befindet sich im langfristigen Bereich (Tageschart) bei 1,3161 der 420 MA und bei 1,3150 der 23,6 Fibonacci Retracement. Das sind natürlich große Hürden, die den Kurs ausbremsen.

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Im aktuellen Chart (1 Std.) sieht man deutlich, dass der Kurs in eine Seitwärtsphase wechselt, und die Dynamik lässt nach. Bei 1,3130 hat sich ein Boden gebildet, weil auch hier der Kurs auf die 23,6 Fibo-Linie trifft. Diese Unterstützung ist jedoch nicht sehr stark und wird bald sehr wahrscheinlich genommen werden.

Schwächere Preise im USDCAD immer wahrscheinlicher

Sollte der Support bei 1,3130 in der heutigen Trading Session nachhaltig brechen, werden tiefere Kurse erwartet. Als nächstes Ziel sehe ich klar die 1,3100 „big figure“. Diese Marke wird nicht so leicht nachgeben, da hier viele Orders sitzen. Wenn es aber doch gelingt, kann man dann den Preis von 1,3079 in den Fokus nehmen. Wer dagegen gerne die Long-Seite beim USDCAD favorisiert, sollte den Break-Out über die 1,3160 abwarten. Es wird für den Dollar allgemein etwas schwieriger heute sein, da er von der technischen Seite, bei fast allen Majors, ausgereizt ist. Es ist, wie immer ratsam, die Korrelationen zu den anderen USD-Währungspaaren zu beachten, da diese die Entwicklung von USDCAD mit beeinflussen können.

Auch der Ölpreis ist meisten von Bedeutung, weil Kanada von diesem Rohstoff stark abhängig ist. Heute werden viele Wirtschaftsdaten sowohl aus Europa als auch aus den USA veröffentlicht werden, was zu einer erhöhten Volatilität führen kann. Es erwartet uns eine spannende Handelssitzung. Wird der US-Dollar seine Stärke weiter ausbauen, oder erfahren wir eine Korrektur? Das Schöne ist, dass die Börse immer für eine Überraschung gut ist und wir nie zu 100% sicher sein können, wie die Bewegungen sich entwickeln werden. Vielleicht deswegen verspüren so viele Menschen die Faszination, in die Zukunft zu schauen und das Unbekannte bekannt zu machen.

USDCAD Charttechnik

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    leftutti

    24. Juli 2019 15:39 at 15:39

    Vielleicht deswegen verspüren so viele Menschen die Faszination, in die Zukunft zu schauen und das Unbekannte bekannt zu machen. Das ist eine nette Umschreibung für Hellseherei und Scharlatanerie oder aber für verbotenes Glücksspiel, Zocken, Wetten und Raten um viel Geld 😉

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Pfund – Der wahre Gewinner des Brexits?

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Der Brexit war ja wirklich eine schwere Geburt – auch für das Pfund . Über drei Jahre hat es gedauert und zugleich wurden durch das ganze Dilemma zwei Premierminister(in) verschlissen. Großbritannien, sofern es demnächst noch groß sein wird, ist nach wie vor gespalten. Aktuell ist ein wenig Ruhe eingekehrt und der Fakt der Trennung muss jetzt von allen erst einmal verarbeitet werden. Hier sind wir schon beim Stichwort „verarbeitet“. Die Arbeit geht erst jetzt los, die Unstimmigkeiten zwischen Brüssel und London werden immer größer. Es wird in den Medien keine große Sache daraus gemacht – und nach alter britischer Ignoranz, sagt man zu allem erst einmal nein und dies macht man so lange bis der Dümmere, in diesem Fall Brüssel, nachgibt. Dafür hat England tatsächlich den richtigen groben Sturschädel, Boris Johnson, ausgewählt.

Großbritannien profitiert vom Brexit

Es stellt sich beim Euro vs Pfund die Frage, welche Währung nach dem Brexit längerfristig als Gewinner hervorgehen wird. In diesem Fall ist die Frage ganz klar zu beantworten. Es wird wahrscheinlich das britische Pfund sein. Zukünftig wird ein Abkommen nach dem anderen mit der Europäischen Union geschlossen werden, bis ein ähnlicher Status wie der einer Mitgliedschaft in der Union hergestellt ist. Das wird ein schleichender Prozess werden und nur wenige werden es bemerken. Großbritannien hat dafür keine Verpflichtungen mehr. So leicht hat London noch nie Geld gespart. Schon jetzt wird unter verdeckter Hand von einer Finanzlücke von ca. 70 Mrd. Euro im europäischen Haushalt gesprochen. Historisch gesehen, war eine unabhängige Einheit, siehe Schweiz, mit guten Nachbaren, immer stärker als in einem großen Verbund, der alle Schwachen mitfüttern muss. Und davon gibt es in Europa wirklich genügend. Traut man den offiziellen britischen Wirtschaftsdaten der letzten zwei Monate, dann befindet sich die englische Wirtschaft in einem tadellosen Zustand. Wächst noch ein wenig Gras über die Trennungsdiskussion und die wirtschaftliche Lage auf der britischen Insel verschlechtert sich nicht, dann wird Boris Johnson bald als Held in die Geschichte eingehen.

Euro gegen Pfund kurz vor der Entscheidung

Im langfristigen Chart ist gut zu erkennen, dass der Euro gegen das britische Pfund kurz vor der Unterstützung bei 0,8274 steht. Es sind nur noch wenige Pips und dann muss die Entscheidung fallen. Geht man rein von der Chart- und Markttechnik aus, dann wird diese Marke nicht halten können. Es wird vielmehr eine Entscheidung der Notenbanken werden, da ein zu starkes Pfund nicht wünschenswert ist. Dennoch lügt ein Chart nicht und die Verkaufssignale (rote Kreise) sind vorhanden und sehr wohl intakt. Ein mittelfristig orientierter Händler geht bei solchen Marktlagen nur mit einer Gänsehaut in den Markt. Manchmal ist es besser, ein paar Pips (Punkte im Devisenhandel) ins Land gehen zu lassen um dann eine eindeutige Bestätigung für eine neue Entscheidung vorzufinden. Es kann sehr wohl sein, dass die Untergrenze für EUR/GBP bei 0,8274 halten wird und wir am Markt einen Rebound in Richtung 0,8592 sehen werden. Aus jetziger Sicht würde dies an ein Wunder grenzen, aber davon haben wir in letzter Zeit ja schon genug an den Finanzmärkten gesehen. Kurzfristige Händler können die letzten Pips bis zur Entscheidung auskosten, aber immer in dem Bewusstsein, dass eine schnelle Umkehr jederzeit in dieser Situation möglich ist.

Wer gerne das britische Pfund handelt, sollte immer die Korrelationen zu den anderen Majors wie dem GBP/USD oder GBP/JPY beachten.

Das Pfund zum Euro im Chartverlauf

Wird das Pfund durch den Brexit stärker?

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Euro vs USD bleibt schwach – die 1,0800 Marke in greifbarer Nähe

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Vergeblich hat der Euro gegen den US-Dollar gestern in den Vormittagsstunden versucht, seine Talfahrt zu stoppen. Zwar konnte die Gemeinschaftswährung zunächst den wichtigen Support bei 1,0865 verteidigen und anschließend sogar einen kleinen Angriff auf die Oberseite zu versuchen, doch dann hat die Kraft einfach gefehlt. Es waren die Gewinnmitnahmen (Auflösung von Short-Positionen) der asiatischen Händler, die dazu geführt haben, dass der Euro etwas höher notieren konnte. Der Widerstand bei 1,0885 war aber dann doch zu stark und hier war schon Schluss mit dem Rebound.
Die Bären haben nicht lange gezögert und ihre Short-Orders schnell am Markt platziert. Das hat dann eine neue Dynamik auf der Unterseite ausgelöst und EUR/USD befand sich seitdem nur noch im „Free Fall“.

Auch die negativen Wirtschaftsdaten aus der Eurozone, die in den letzten Tagen veröffentlicht wurden, haben den Euro weiter geschwächt und somit den Abwärtstrend erneut bestätigt.

Die Bedeutung des Coronavirus für den Euro

Mit den steigenden Zahlen der Toten und Infizierten rückt das Coronavirus wieder in den Fokus. Die Nachrichten aus China sorgen für steigende Unsicherheit und Ängste. Es wird langsam spürbar, wie abhängig Europa von China ist und welche drastischen Auswirkungen eine eventuelle Pandemie auch für die Deutschen haben könnte. Die drohenden Lieferengpässe von Medikamenten beunruhigen sogar den Gesundheitsminister Jens Spahn. In seinem Interview hat er mitgeteilt, dass zeitnah Lösungen gefunden werden müssen, wie man die Produktion wieder mehr nach Europa verlagern kann.

Aber auch die anderen Branchen, wie Elektronik und Mobilfunk, bekommen das Coronavirus schon zu spüren. Die vor ein paar Tagen abgesagte Messe in Barcelona ist das beste Beispiel dafür.

Die europäische Wirtschaft wird wahrscheinlich noch stärker als die amerikanische vom Coronavirus betroffen werden. Diese Situation wird sich dann auch auf den Euro gegenüber dem US-Dollar negativ auswirken, was zu weiter fallenden Preisen bei dem Währungspaar führen kann.

Die Marke von 1,0800 wird heute wichtig!

Aktuell befindet sich Euro vs US-Dollar im Bereich von ca. 1,0836 (Freitagmorgen). Im Chart (siehe unten) ist deutlich zu erkennen, dass wir es beim EUR/USD mit einem mustergültigen Abwärtstrend zu tun haben – selten kann man solche klassischen Bilder in der Charttechnik beobachten. Dieses Muster deutet darauf hin, dass die Bewegung auf der Unterseite noch lange nicht fertig ist. Der Euro ist schwach und er wird wohl noch schwächer werden.
Da wir aber Freitag haben und die meisten Händler vor dem Wochenende ihre Positionen schließen wollen, stellt sich die Frage, ob die nächste Short-Welle schon heute oder erst nächste Woche erfolgen wird.

Wenn die Short-Trader in der heutigen Handelssitzung doch noch die Unterseite angreifen werden, wird die signifikante Unterstützung bei 1,0800 angesteuert werden. Dieser Bereich gilt jetzt als das nächste Kursziel im kurzfristigen Bereich. Die Bären wollen die 1,0800 Marke sehen, da viele von ihnen auf diesem Niveau ihre Take Profit Orders platziert haben. Hier sollte der Kurs aber vorerst halten. Der Euro wurde diese Woche schon genug bestraft: er hat in den letzten 5 Tagen über 120 Pips verloren.
Wer die Long-Seite handeln möchte, sollte auf jeden Fall mit einem engen Stopp Loss arbeiten, um das Risiko zu beschränken. Auf der Oberseite wird heute wahrscheinlich nicht viel zu holen sein, denn der nächste Widerstand findet sich schon bei 1,0865.

Es ist allgemein ratsam, zum Wochenabschluss nur kurze Trades zu machen, da es ansonsten dazu kommen kann, dass man Positionen über das Wochenende halten muss – und das kostet Geld und brigt gleichzeitig die Gefahr eines größeren Gaps..

Der Euro hat zum Dollar bei 1,08 eine zentrale Unterstützung

Steht der Euro vor einer weiteren Abwärtswelle?

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Zinsen: Dollarstärke und Ölpreisschwäche setzen Fed unter Handlungsdruck

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Die US-Teuerungsrate gerät durch den Absturz der Ölpreise und die Dollarstärke unter Druck – gemäß ihrem Mandat der „Preisstabilität“ wird die Fed in Sachen Zinsen zum Handeln gezwungen. Wann kommt die nächste Senkung?

Die Fed muss die Zinsen weiter senken

Ebenso wie die Schweizerische Nationalbank durch den hohen Frankenkurs zu ihrer extrem laxen Geldpolitik gezwungen wird, hat auch der starke US-Dollar das Potenzial, die Zinssenkungsserie der US-Fed zu beschleunigen. Zwar ist der Anteil des Exports am US-BIP mit 7,8 Prozent im Vergleich zur Schweiz mit 66,1 Prozent deutlich geringer, dennoch war der Export von US-Gütern und Dienstleistungen in der letzten Dekade für etwa 25 Prozent des wirtschaftlichen Wachstums der USA verantwortlich. Mehr als zwölf Millionen US-Arbeitsplätze hängen direkt vom Export ab. Die Gehälter der exportabhängig Beschäftigten liegen um 15 Prozent über dem Durchschnitt, da die Produktivität in diesen Sektoren deutlich höher ist. Etwa ein Drittel der US-Landwirtschaftsgüter im Wert von ca. 60 Mrd. US-Dollar werden jährlich ausgeführt. Insgesamt betrug das Exportvolumen der USA im vergangenen Jahr 1,65 Billionen US-Dollar.

Ein stark aufwertender Dollar macht US-Produkte am Weltmarkt relativ teuer, das Gleiche gilt auch für die USA als Zieldestination für Touristen. Besonders die aktuelle Coronavirus-Epidemie treibt neben der noch relativ höheren Verzinsung die Anleger in die als sicher geltende Weltleitwährung US-Dollar.

Die Fed ürfte bald gezwungen sein, die Zinsen zu senken

Der relativ hohe Dollar drückt gleichzeitig wechselkursbedingt auf die Preise der US-Importe in Höhe von jährlich ca. 2,6 Billionen US-Dollar. Das Gleiche gilt für die zuletzt stark rückläufigen Notierungen für Rohöl, die die Preise für Benzin, Diesel und Energie nach unten drücken. Außerdem leidet die heimische Fracking-Industrie unter dem aktuellen Preisniveau. Erst ab ca. 50 US-Dollar pro Barrel lohnt sich das kostenintensive horizontale Bohren und Sprengen im Schiefergestein nach Öl und Gas. Der gesamte Öl- und Gassektor macht gut 8 Prozent der US-Wirtschaftsleistung aus. In dieser Industrie werden aktuell 10,3 Millionen Arbeitnehmer beschäftigt und sie ist einer der größten Schuldner der Wall Street (Thema Junk-Bonds).

Die fallenden Ölpreise wirken Inflationssenkend - mit Wirkung auf die Zinsen

Damit kommt gleich von mehreren Seiten durch den aktuell starken Dollar und den Ölpreisverfall Druck auf die US-Wirtschaft und die Teuerungsrate auf.

Die Notenbank kann diese Entwicklungen nicht lange ignorieren. Das Gleiche gilt für die wiederholten Forderungen an die US-Notenbank vonseiten des Weißen Hauses. Präsident Trump wünscht neben der sofortigen Senkung der Zinsen auch immer wieder einen schwächeren Dollar – aus Wettbewerbsgründen.

Zinsen als Mittel zur Wahrung der „Preisstabilität“

Offiziell hat die US-Notenbank ein duales Mandat: die höchst mögliche Beschäftigung unter Wahrung der Preisstabilität. Wobei Preisstabilität nach der Definition der Fed bei einer jährlichen Konsumentenpreisteuerung von 2 Prozent vorliegt. Aktuell liegt sie um 20 Prozent darunter (1,6 Prozent).

Teuerungsraten unter der Zielmarke der Fed gelten als für den Konsum schädlich, da ein Abdriften in Preisdeflation droht. In Erwartung gegebenenfalls noch tieferer Preise würde es dann erfahrungsgemäß zu Konsumzurückhaltung kommen. Geschieht dies, droht eine Deflationsspirale, die in Folge schwächeren Konsums den Arbeitsmarkt belastet und die Konsumbereitschaft der Verbraucher noch weiter einschränkt. Dadurch wäre wiederum das zweite Mandat der Fed, die höchst mögliche Beschäftigung, in Gefahr. Daher hat die Teuerung und das Erreichen der jährlichen Zielrate von zwei Prozent eine herausragende Bedeutung für die US-Notenbank und ist wesentlich mit ausschlaggebend für die Entwicklung der von der Notenbank direkt festgelegten Zinsen.

Nach der reinen volkswirtschaftlichen Lehre unterscheidet man zwischen Inflation (von lat. inflatio „Aufblähen“) und Teuerung. Inflation bezieht sich auf die Geldmenge und Teuerung auf die Veränderung der Preise von Rohstoffen, Gütern, Waren und Dienstleistungen. Wenn in den Medien von „Inflationsrate“ die Rede ist, so ist eigentlich die Teuerungsrate gemeint, was irreführend ist. Nur zum Vergleich: die echte Inflationsrate (Wachstum der Geldmenge M1 = Bargeldumlauf und Übernachteinlagen) wächst aktuell in der Eurozone mit einer Jahresrate von 8 Prozent, die breiter gefasste Geldmenge M3 wächst mit 5 Prozent. Die Teuerungsrate (HVPI Eurozone 28) wird mit lediglich 1,5 Prozent angegeben und dennoch sogar bei Eurostat als „Inflationsrate“ deklariert.

Die US-Notenbank orientiert sich bei ihrer Messung der Preisveränderungsrate zur Bestimmung ihres „Inflationsziels“ (Teuerungsziel) an dem sogenannten Personal Consumption Expenditure Index (PCE), der die jährlichen Ausgabensteigerungen der US-Verbraucher an Hand eines definierten Warenkorbs misst. Dieser PCE Index lag im Januar um 1,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat, nach 1,4 Prozent im Dezember. In den kommenden Monaten droht die Rate jedoch signifikant zu fallen.

Die Zielrate für die jährliche Preissteigerung für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) in Höhe von zwei Prozent pro Jahr ist gleichwohl willkürlich festgelegt und gilt offiziell als „Preisstabilität“. Wobei die Fed jüngst klargestellt hat, dass sie im Interesse der Beschäftigung eine höhere Teuerung toleriert – ebenso wie übrigens die EZB. Dazu hier ein kritischer Artikel von Prof. Hans-Werner Sinn. Eine niedrige Rate toleriert die Fed nach Aussagen von Jerome Powell allerding längerfristig nicht.

Fazit und Ausblick

Mehrere parallele Entwicklungen werden die Fed früher als von der Mehrheit der Marktteilnehmer bisher erwartet zu einer weiteren Lockerung ihrer Geldpolitik inklusive Senkung der Zinsen zwingen. Neben der sich fortsetzenden globalen Wachstumsschwäche, die auch die USA nicht verschont, drücken die Belastungen der Coronavirus-Epidemie u. a. auf die Ölpreise und treiben die Weltleitwährung US-Dollar als „Sicheren Hafen“ nach oben.

Dieses Bündel an Faktoren lässt das Erreichen des Inflationsziels als einen wichtigen Bestandteil des dualen Mandats der Fed noch weiter außer Reichweite geraten. Um eine Abwärtsspirale der US-Wirtschaft bis hin zur Rezession zu vermeiden und damit das zweite Mandat der höchstmöglichen Beschäftigung nicht zu gefährden, muss die Fed noch im ersten Quartal 2020 die Zinsen weiter senken.

Die Fed unter Druck, die Zinsen zu senken

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