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USDRUB: Verschnaufpause auf dem Weg nach oben?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Nachdem die Abwertung des russischen Rubel in den letzten Wochen dramatische Züge angenommen hat, legt z.B. das Währungspaar US-Dollar vs. Rubel (USDRUB) auf dem Weg nach oben jetzt mal eine Verschnaufpause ein. Musste man für 1 US-Dollar im Mai noch 50 russische Rubel zahlen, waren es in der Spitze vor einer Woche schon 71 Rubel. Diese Woche ist Verschnaufen angesagt, aktuell runter auf 67. Fundamental hat sich nichts geändert. Nächste Woche neuer Anlauf über die 70?

USDRUB 27.08.2015

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    Jörg

    27. August 2015 11:49 at 11:49

    Beim Rubel muß man berücksichtigen, daß die Währungen praktisch aller Öl-exportierenden Länder abstürzten: Z. B. Norwegen (http://www.ariva.de/usd-nok-us-dollar-norwegische_krone-kurs/chart?t=year&boerse_id=130) oder Iran (http://www.finanzen.net/devisen/us_dollar-rial-kurs). Eine Ausnahme bildet lediglich Saudi-Arabien (http://www.finanzen.net/devisen/us_dollar-saudi_riyal-kurs) – hier dürfte noch ein Absturz kommen.

    So wie die „Sanktionen“ stellt auch der Währungsverfall für Rußland eine wirklich Chance dar, sich vom verheerenden Neoliberalismus zu trennen. Schließlich waren es ja gerade Jelzin und seine Ziehsöhne Putin und Medwedew, die fast das gesamte Staatsvermögen „privatisiert“ – d. h. in Wahrheit: enteignet(!) hatten (die Liberalisten sind sogar noch schlimmer Enteigner als die Kommunisten!). Außer Bodenschätzen sind die einzigen erfolgreichen russischen Exporteure die paar Staatsbetriebe, die Jelzin-Putin-Medwedew nicht zu „privatisieren wagten: Die staatlichen Rüstungs- und Raumfahrtbetriebe. Und deren Produkte sind auf dem Weltmarkt heiß begehrt!

    Die Russen werden jetzt begreifen, daß sie den Liberalismus zu Hölle schicken müssen. D. h. es müssen jede Menge Staatsbetriebe gegründet werden. Denn solange diese nicht unter der Knute von Liberalisten und Kommunisten zu leiden haben, sind diese praktisch immer erfolgreich. Man erinnere sich an den Staatsbetrieb „Volkswagenwerk“ der 1950er und 1960er Jahre: „Käfer“ und „Bully“ (VW-Bus) begannen eine Triumphzug durch die ganze Welt. In den USA wurden beide das Fahrzeug der jungen Leute in den USA (und anderswo). In der BRD wurde damals der „R4“ des französischen Staatsbetrieb Renault das Lieblingsauto der Jugendlichen hier.
    Zur wilhelminischen Zeit trugen die Staatbetriebe ganz enorm zum jährlichen Staatshaushalt des Deutschen Reiches bei.

    Außerdem werden die russischen Liberalisten nun gezwungen sein, die russische Landwirtschaft (und andere Erwerbszweige) mit Direktiven und fortlaufenden lenkenden Eingriffen produktiv zu machen. Die liberalistische „Religion“, man müsse nur alles laufen lassen bzw. „der Markt wird es schon richten“ wird nun zum Teufel geschickt und man wird sich wieder dem bewährten Merkantilismus zuwenden müssen. Das mafiotisch-parasitäre, von den US-Oligarchen in Rußland installierte Oligarchen.-System (das es zuvor dort nie gegeben hatte) wird dadurch allerdings angegriffen. Interessant wird es sein, zuzusehen, wie es versuchen wird (auf Kosten der Bürger) zurückzuschlagen.

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Devisen

Goldpreis steigt nach Yellen-Rede – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis reagiert recht merkwürdig auf die gestern Abend gehaltene Online-Rede der neuen US-Finanzministerin Janet Yellen vor dem US-Kongress. Wir sprachen vorgestern vorab darüber, und was ihre möglichen Aussagen für den Goldpreis bedeuten könnten. Ein stärkerer US-Dollar würde den Goldpreis schwächen. Vorab waren Redeinhalte durchgesickert. Aber ob sie auch wirklich genau das sagen würde? Nun, es kam wie erwartet. Janet Yellen (hier alle wichtigen Redeinhalte) sagte ganz eindeutig, dass man nicht wie die Trump-Regierung einen niedrigen US-Dollar sehen möchte.

Nein, man überlässt es dem freien Devisenmarkt den fairen Wert für den US-Dollar zu finden, ohne jede verbale Beeinflussung. Trump hatte auf einen billigeren US-Dollar gedrungen, damit die US-Wirtschaft wettbewerbsfähiger wäre (damit wären US-Produkte im Ausland günstiger). Janet Yellen sprach gestern von einer stabile Währung, deren Preis von den Marktkräften bestimmt werden solle. Man strebe keinen schwächeren US-Dollar an. Es sei inakzeptabel absichtlich schwächere Wechselkurse anzuvisieren um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen, so Yellen. Und der Goldpreis, wie reagierte der auf diese Worte?

Warum steigt der Goldpreis nach der Yellen-Rede?

Nun, ihre Worte bringen ganz eindeutig Phantasie für einen höheren US-Dollar. Dann würde der Goldpreis fallen. Aber das Gegenteil passiert seit gestern Abend. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere wichtige Währungen) fiel von 90,50 auf aktuell 90,27 Indexpunkte. Der Goldpreis steigt seit gestern Abend von 1.840 auf aktuell 1.855 Dollar. Damit zeigt er Stärke, als klassische negative Korrelation zum US-Dollar.

Nun, offenbar geht der Markt kurzfristig vor nach dem Motto „Sell on good news“? Der US-Dollar war die letzten Tage vor der Yellen-Rede gestiegen (in Erwartung genau dieser Aussagen), und jetzt kam die Yellen-Rede exakt wie erwartet auf den Tisch. Also, erstmal Gewinne im Dollar machen, und der Goldpreis kann steigen? Auch kann man den aktuellen Anstieg im Gold erklären mit anderen gestrigen Aussagen von Janet Yellen. Ebenfalls wie erwartet will sie nun erstmal jede Menge neue Schulden machen um US-Bürger und Wirtschaft zu stützen in dieser Krise. Das ist tendenziell positiv für Gold. Aber, als Frage formuliert: Kommt der Drang hin zu einem stärkeren US-Dollar bald wieder zum Vorschein, und Gold schwächelt doch? Vorsicht ist also geboten im restlichen Verlauf dieser Woche.

Chart zeigt Kursverlauf von Goldpreis gegen US-Dollar
Im Chart sehen wir seit gestern früh den steigenden Goldpreis in rot-grün gegen den fallenden US-Dollar.

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Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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