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Valneva mit Rallye Tag 2, Robinhood sackt ab, Blick auf Meme Stocks Rallye

Arzt mit Spritze

Valneva ist mehr als noch gestern für europäische Trader die Aktie Nummer 1 mit einem vorbörslich kräftigen Plus. Robinhood verliert nach zwei wenig positiven Meldungen. Und wir schauen auf die starken Kursbewegungen bei den „neuen“ Meme Stocks.

Valneva Rallye Tag 2

Die Aktien des französischen Biotech-Unternehmens Valneva waren die letzten Tage gut gestiegen, aber vor allem gestern gab es dann einen kräftigen Schub mit letztlich +16,3 Prozent. Heute früh sehen wir vorbörslich einen erneuten Schub von +26 Prozent auf Tradegate. Die Sachlage hat sich nicht geändert. Am 23. August meldete Valneva, dass man in Großbritannien für seinen Totimpfstoff einen Antrag auf Zulassung in Großbritannien gestellt hat im Kampf gegen das Coronavirus. Die Firma peilt bis Jahresende eine Zulassung an. Die Wette läuft, und die Börsianer preisen derzeit offenbar dieses Event gerade in die Unternehmensbewertung ein. Man kann jetzt schon sehen, dass diese Aktie heute wohl die interessanteste Trader-Story für deutsche Privatanleger sein wird – denn bei L&S wie auch Tradegate ist die Valneva-Aktie aktuell vorbörslich die am aktivsten gehandelte Aktie.

Robinhood sackt ab

Der US-Broker Robinhood verlor gestern im US-Handel 6,9 Prozent. Dies liegt einmal an der CNBC-Meldung, dass Paypal offenbar darüber nachdenkt seinen Kunden auch den Aktienhandel anzubieten. So ein großer Zahlungsdienstleister, bei dem sehr viele Amerikaner Kunden sind – wenn die alle über ihr Paypal-Konto auch Aktien handeln könnten, das wäre schon eine deftige Konkurrenz für Robinhood. Und zweitens drückt aktuell gegen die Aktie, dass der Chef der US-Börsenaufsicht SEC Gary Gensler gestern gegenüber Barrons sagte, dass das betriebswirtschatliche Modell von Robinhood (Payment for Oderflow) ein inhärenter Interessenkonflikt sei. Robinhood verlangt von seinen Kunden keinerlei Gebühren, leitet die Trades aber statt an Börsen an andere Marktteilnehmer wie zum Beispiel Hedgefonds weiter. Die zahlen Robinhood dafür eine kleine Gebühr. Ob Payment for Orderflow verboten wird? Unklar. Aber auf jeden Fall kam gestern etwas Unsicherheit in die Aktie.

Blick auf neue Meme Stocks

Gestern hatten wir bereits auf die „neuen“ Meme Stocks geschaut. Bei einigen Titeln war richtig Action angesagt. Die Aktien von Root (ROOT) konnten gestern vorbörslich massiv ansteigen, verloren aber im regulären Handel ihren kompletten Gewinn wieder. Bei Globalstar (GSAT) sieht es anders aus. Weil hinter dem Anstieg die Hoffnung steht, dass bei der Möglichkeit der Satelliten-Telephonie über das iPhone 13 auch Globalstar profitieren könnte, hielt die Aktie gestern ihr erhöhtes Nivea und gewann 64 Prozent!

Die Firma Affirm (AFRM) bietet für Konsumenten die Möglichkeit jetzt zu kaufen, und erst später zu bezahlen. Die gestrige Meldung des Unternehmens über einen Deal mit Amazon bedeutete natürlich den Mega-Boost für die Aktie. Auch sie konnte gestern mit +46 Prozent ihren vorbörslichen Anstieg im regulären Handel behaupten. Bei Support.com (SPRT) sah man gestern ohne Nachrichtenlage ebenfalls die Behauptung des Gewinns mit letztlich +38 Prozent. Die „neuen“ Meme Stocks scheinen dann gestern doch noch die „alten“ Meme Stocks etwas aufgeweckt zu haben. AMC konnte 6 Prozent ansteigen und Gamestop 2 Prozent. Für aktive Trader könnte auch heute ein spannender Tag werden.



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1 Kommentar

  1. Robin Hood - bald ohne food

    Orderflow -Verkäufe sind Gratisgewinne für die Hochfrequenzhändler und Futter für die Forrunner.Dass man da noch diskutieren muss, ob es verboten wird ,st für jeden ehrlichen Menschen ein Hohn und eine Schande ,dass es je zugelassen wurde.Ausländische Banken wurden wegen Beihilfe zu Steueroptimierung mit Strafen verknurrt, während Beihilfe zu illegalen Gewinnen anscheinend toleriert wird.Im Land des Weltpolizisten, wo kleine Schurken erschossen werden gelten da andere Masstäbe, denn die Profiteure selbst machen da die Spielregeln.Man kann nur hoffen, wenn die Amis in der Restwelt die Demokratie eingeführt haben ( inkl.Afghanistan) dass sie es am Schluss zuhause auch noch schaffen.
    Diese Robin Hooders sind eigentlich nur Hilfsarbeiter für die Dicken und sind auch mitverantwortlich für die dauernden Short- Squeezes.
    Eigentlich dürften sie nicht gegen die Shortis kämpfen.Die Shortis probieren überrissene Kurse zu normalisieren, während die ewige Kurstreiberei am Schluss nur einigen Grossen hilft, denn nach dem Knall wird die grosse Mehrheit wieder als Verlierer dastehen.
    Fazit: Die Robin Hooders füllen ihren Gegnern die Taschen und machen genau das Gegenteil von dem was sie möchten.
    Ob es Unwissen oder kurzfristige Geldgier ist sei dahingestellt.

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