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Varoufakis warnt vor Auseinanderbrechen der Eurozone

Von Markus Fugmann

Der griechische Finanzminister Varoufakis hat davor gewarnt, dass die Eurozone auseinander brechen werde, wenn Griechenland aus dem Euro ausscheide: der Euro sei fragil und gleiche einem Kartenhaus, würde man die griechische Karte herausnehmen, so würden die anderen Karten in sich zusammen fallen, so Varoufakis laut einem Transskript des italienischen Fernsehsenders RAI, das Reuter.com vorliegt.

Aber damit nicht genug: der griechische Finanzminister warnte explizit vor einer Pleite Italiens: eine große italienische Institution, deren Namen er nicht nennen dürfe, habe ihm versichert, dass man Griechenland unterstütze, weil auch Italien vor dem Bankrott stünde – nur dürfe man das nicht sagen aus Angst vor der Reaktion der Deutschen.

Varoufakis weiter: man dürfe sich keine Illusionen machen, auch die italienische Verschuldung sei untragbar. Die Äusserungen von Varoufakis veranlassten den italienischen Wirtschaftsminister Carlo Padoan via Twitter zu einem Dementi: Italiens Haushaltslage sei solide und tragbar, die Äusserungen von Varoufakis jenseits der Realität.

Unterdessen hat Ministerpräsident Tsipras der Fortführung der bisherigen Griechenland-Politik durch europäische Institutionen erneut eine klare Absage erteilt. Damit wird das Zeitfenster für eine einvernehmliche Lösung immer geringer, zumal die in Europa entscheidenden Politiker Merkel und Hollande derzeit vorwiegend mit der Lage in der Ukraine beschäftigt sind.

Der ehemalige Fed-Chef Greenspan hält, wie er in einem Radio Interview mit der BBC sagte, das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro für eine Frage der Zeit. Unter den den gegenwärtigen Umständen sehe er auch keine Zukunft für den Euro:

„The problem is that there there is no way that I can conceive of the euro of continuing, unless and until all of the members of eurozone become politically integrated – actually even just fiscally integrated won’t do it.

Der griechische Wirtschaftsminister Wirtschaftsminister George Stathakis sagte dem Wall Street Journal, dass der Rückgang der Steuereinnahmen Griechenland an den Rand des finanziellen Kollaps gebracht habe – bereits im März werde man Liquditätsprobleme haben, wenn sich die Einnahmen nicht verbessern würden.



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1 Kommentar

  1. „habe ihm versichert, dass man Griechenland unterstütze, weil auch Italien vor dem Bankrott stünde – nur dürfe man das nicht sagen aus Angst vor der Reaktion der Deutschen.“

    Die Deutschen leben doch im Märchenland wo selbst Hänsel und Gretel sich ihr eigenes Lebkuchenhaus beschaffen können. Die Deutschen sind, den Sanndmannlein\-fräulein der GROKO sei dank, bereits vor Jahren friedlich eingeschlummert. Es ist warscheinlicher dass Kaiser Friedrich aus dem Kyffhäuser zurückkehrt als dass sich in Deutschland von sich aus was regen würde!

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