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Europa

Verbraucherpreise Eurozone im Juli: Schwach!

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Soeben wurden die ausführlichen Daten für die Verbraucherpreise für die Eurozone veröffentlicht für den Monat Juli. Im Jahresvergleich steigen sie um 1,0% nach 1,3% im Juni. Die Erwartungen für heute lagen bei 1,1%. Die Energiepreise fallen mit nur noch +0,5% völlig aus als Unterstützer des Gesamtschnitts. Lebensmittel retten ein klein wenig mit +1,9% nach +1,6% im Juni. Aber insgesamt sind 1,0% ziemlich schwach!

Hier weitere Details von Eurostat im Wortlaut:

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Portugal (-0,7%), Zypern (0,1%) und Italien (0,3%) gemessen. Die jährlichen Raten wurden in Rumänien (4,1%), Ungarn (3,3%), Lettland und der Slowakei (je 3,0%) . Gegenüber Juni ging die jährliche Inflationsrate in fünfzehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in zwei unverändert und stieg in elf an. Im Juli kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Dienstleistungen (+0,53 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,37 Pp.), Industriegütern ohne Energie (+0,08 Pp.) sowie Energie (+0,05 Pp.).

Verbraucherpreise Eurozone Juli

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Europa

Erzeugerpreise nach vier Monaten Deflation überraschend im Plus – ein Grund!

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Vier Monate lang lagen die deutschen Erzeugerpreise im Minus mit -0,2%, -0,7%, -0,6% und -0,1%. Und jetzt hat das Statistische Bundesamt heute früh die Erzeugerpreise für den Monat Januar veröffentlicht. Sie steigen im Jahresvergleich um 0,2%, und im Monatsvergleich sogar um 0,8%. Einen höheren Preisanstieg des Gesamtindex gegenüber dem Vormonat hatte es letztmalig im April 2011 gegeben (+0,9 %). Wie kann das sein, dass es aktuell so stark nach oben geht im Monatsvergleich? Die Statistiker benennen dafür einen expliziten Grund. Hauptverantwortlich für diesen Anstieg waren die um 3,6 % höheren Preise für elektrischen Strom und Dienstleistungen der Elektrizitätsversorgung.

Was ist zu beachten? Wir haben es bei anderen Preisstatistiken in den letzten Tagen auch schon erwähnt, so auch heute. Man achte auf den in den letzten Wochen dramatisch gefallenen Ölpreis. Man darf wohl vermuten, dass die Erzeugerpreise und auch die gesamten Verbraucherpreise dank Öl für den Monat Februar deutlich schwächer gemeldet werden?

Für den Jahresvergleich sind aus der heutigen Veröffentlichung folgende Aussagen interessant. Zitat von den Statistikern:

Verbrauchsgüter waren im Januar 2020 um 3,6 % teurer als im Januar 2019. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2019 stiegen diese Preise um 0,1 %. Nahrungsmittel waren 5,2 % teurer als im Vorjahresmonat. Schweinefleisch kostete 35,2 % mehr als vor einem Jahr, Zucker 16,6 % mehr. Billiger als im Januar 2019 waren insbesondere Butter (-17,9 %) und Kartoffelerzeugnisse (-8,3 %).

Energie insgesamt war 1,0 % billiger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2019 stiegen die Energiepreise um 1,9 %. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise 0,7 % höher als im Januar 2019. Gegenüber Dezember 2019 stiegen sie um 0,5 %.

Erzeugerpreise im Langfristchart

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Aktuell: ZEW Index schwach – Einbruch der Stimmung bei Exporteuren

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Der ZEW Index (Februar; Konjunkturerwartungen) ist mit +8,7 deutlich schwächer ausgefallen ausgefallen als erwartet (Prognose war +21,5; Vormonat war 26,7).

Die Einschätzung der aktuellen Lage ebenfalls schwächer, sie liegt bei -15,7 (Prognose war -10,3; Vormonat war -9,5).

Dazu kommentiert das ZEW: besonders starker Stimmungseinbruch in exportintensiven Branchen; Wirtschaft entwickelte sich Ende 2019 und Anfang 2020 schlechter als erwartet Lage „fragil“, Coronavirus belastet die Aussichten..

Der ZEW Index mißt die Stimmung von Analysten hinsichtlich der deutschen Wirtschaft

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Europa

Autozulassungen deutlich rückläufig – nach Verzerrung kommt die Realität!

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Beispielbild für Autos auf der Autobahn

Erinnern wir uns vier Wochen zurück. Da berichteten wir über einen gigantischen Anstieg der Autozulassungen in der EU. Um 21 Prozent stiegen sie im Dezember 2019 im Vergleich zu Dezember 2018! Da konnte man sagen: Wow, läuft doch, welche Krise bitte? Aber ein genauerer Blick zeigte in den Aussagen des europäischen Automobilverbands ACEA, dass dieser riesige Anstieg nur einem Sondereffekt geschuldet war. Aufgrund steuerlicher Änderungen ab Januar 2020 zogen viele Autokäufer in verschiedenen Ländern ihre Käufe noch schnell vor in den Dezember, um alte Steuervorteile aus 2019 noch mitnehmen zu können.

Autozulassungen im Januar rückläufig

Und es kommt nun, wie es kommen musste. Wo die Zahlen im Dezember noch glänzten, da fehlen die Autozulassungen in den Folgemonaten. Im Januar sind die Autozulassungen im Jahresvergleich um 7,5% rückläufig, so ACEA heute früh. Man darf wohl annehmen, dass auch in den Folgemonaten schwache Zahlen reinkommen, weil der enorme Dezember-Anstieg erst einmal auf mehrere Monate hinweg die Nachfrage dämpfen wird. ACEA erwähnt aktuell auch, dass neben diesem steuerlichen Sondereffekt aus Dezember für die rückläufigen Autozulassungen im Januar auch wichtig war, dass es Unsicherheit rund um den Brexit gab, und allgemein schwächelnde wirtschaftliche Konditionen.

Den stärksten Rückgang bei den Autozulassungen hat Frankreich erlebt mit -13,4% im Jahresvergleich. Die großen Flächenländer büßen alle ein, so auch Deutschland mit -7,3%, Spanien mit -7,6% und Italien mit -5,9%. Den Schnitt etwas retten tun viele kleine Länder mit größeren Zuwächsen. In Großbritannien erlebt man mit -7,3% deutlich rückläufige Autozulassungen.

Autozulassungen EU im Januar 2020

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