Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Ölpreis-Schock im Ansatz schon erkennbar

Symbolbild für Preise im Euro-Geldscheinen

Wir denken ein paar Tage zurück. Es findet derzeit ein großer Öl-Krieg statt, ausgelöst durch Saudis und Russen. Aber schon vorher crashte der Markt kräftig im Zuge des Nachfrageschocks, ausgelöst durch das Coronavirus! Von Anfang Januar bis Ende Februar ist der Nordsee-Ölpreis Brent am Terminmarkt von 71 auf 50 Dollar gefallen. Gut, bis heute ist er auf 27,60 Dollar kollabiert! Aber schauen wir nur bis Ende Februar. Allein schon dieser Absturz war gewaltig. Und für diesen Artikel sind wohl auch eher die Kursverluste bei Öl aus Januar interessant, denn was am Terminmarkt als Ölpreis zu sehen ist, kommt ja mit einer gewissen Verzögerung an der Tankstelle bei den Verbrauchern in Europa an. Der Ölpreis wird die Steigerungsrate der Verbraucherpreise in Euroland deutlich einbrechen lassen, zumindest nach allem menschlichen Ermessen!

Verbraucherpreise für Öl im Fokus

Was wir heute sehen, ist daher ein Rückblick auf das, was am Terminmarkt im Januar und vielleicht noch Anfang Februar geschehen ist. Denn heute haben die Statistiker von Eurostat für die Eurozone die endgültigen und ausführlichen Daten der Verbraucherpreise für den Monat Februar veröffentlicht. Sie steigen im Jahresvergleich um 1,2 Prozent, nach 1,4 Prozent im Januar. Die Statistik zeigt es deutlich. Wo der Terminmarkt für Öl im Herbst 2019 noch gestiegen war, konnten auch die Verbraucherpreise im Energiebereich zulegen mit +0,2 Prozent und +1,9 Prozent (Dezember und Januar). Jetzt im Februar sinken sie um 0,3 Prozent. Das wird nur ein lauer Vorbote sein auf den Rückgang in den März-Zahlen! Sie dürften den Gesamtschnitt der Verbraucherpreise deutlich beeinflussen. Aktuell können die Lebensmittelpreise den Schnitt noch hochziehen, denn sie steigen um 2,1 Prozent.

Eurozonen Verbraucherpreise im Februar

Hier weitere Details von Eurostat im Wortlaut:

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Italien (0,2%), Griechenland (0,4%) und Portugal (0,5%) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Ungarn (4,4%), Polen (4,1%) und Tschechien (3,7%) gemessen. Gegenüber Januar ging die jährliche Inflationsrate in einundzwanzig Mitgliedstaaten zurück, blieb in einem unverändert und stieg in fünf an.

Im Februar kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Dienstleistungen (+0,72 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,41 Pp.), Industriegütern ohne Energie (+0,13 Pp.) sowie Energie (-0,03 Pp.).



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