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Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Ölpreis-Schock im Ansatz schon erkennbar

Claudio Kummerfeld

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am

Symbolbild für Preise im Euro-Geldscheinen

Wir denken ein paar Tage zurück. Es findet derzeit ein großer Öl-Krieg statt, ausgelöst durch Saudis und Russen. Aber schon vorher crashte der Markt kräftig im Zuge des Nachfrageschocks, ausgelöst durch das Coronavirus! Von Anfang Januar bis Ende Februar ist der Nordsee-Ölpreis Brent am Terminmarkt von 71 auf 50 Dollar gefallen. Gut, bis heute ist er auf 27,60 Dollar kollabiert! Aber schauen wir nur bis Ende Februar. Allein schon dieser Absturz war gewaltig. Und für diesen Artikel sind wohl auch eher die Kursverluste bei Öl aus Januar interessant, denn was am Terminmarkt als Ölpreis zu sehen ist, kommt ja mit einer gewissen Verzögerung an der Tankstelle bei den Verbrauchern in Europa an. Der Ölpreis wird die Steigerungsrate der Verbraucherpreise in Euroland deutlich einbrechen lassen, zumindest nach allem menschlichen Ermessen!

Verbraucherpreise für Öl im Fokus

Was wir heute sehen, ist daher ein Rückblick auf das, was am Terminmarkt im Januar und vielleicht noch Anfang Februar geschehen ist. Denn heute haben die Statistiker von Eurostat für die Eurozone die endgültigen und ausführlichen Daten der Verbraucherpreise für den Monat Februar veröffentlicht. Sie steigen im Jahresvergleich um 1,2 Prozent, nach 1,4 Prozent im Januar. Die Statistik zeigt es deutlich. Wo der Terminmarkt für Öl im Herbst 2019 noch gestiegen war, konnten auch die Verbraucherpreise im Energiebereich zulegen mit +0,2 Prozent und +1,9 Prozent (Dezember und Januar). Jetzt im Februar sinken sie um 0,3 Prozent. Das wird nur ein lauer Vorbote sein auf den Rückgang in den März-Zahlen! Sie dürften den Gesamtschnitt der Verbraucherpreise deutlich beeinflussen. Aktuell können die Lebensmittelpreise den Schnitt noch hochziehen, denn sie steigen um 2,1 Prozent.

Eurozonen Verbraucherpreise im Februar

Hier weitere Details von Eurostat im Wortlaut:

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Italien (0,2%), Griechenland (0,4%) und Portugal (0,5%) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Ungarn (4,4%), Polen (4,1%) und Tschechien (3,7%) gemessen. Gegenüber Januar ging die jährliche Inflationsrate in einundzwanzig Mitgliedstaaten zurück, blieb in einem unverändert und stieg in fünf an.

Im Februar kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Dienstleistungen (+0,72 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,41 Pp.), Industriegütern ohne Energie (+0,13 Pp.) sowie Energie (-0,03 Pp.).

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Allgemein

Arbeitsmarkt im Corona-Märchenland – weniger Arbeitslose!

Claudio Kummerfeld

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Eingang zu einer Außenstelle der Bundesagentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin im Märchenland-Zustand, aber nur auf den ersten Blick. Man kann in der schlimmsten Rezession der letzten Jahrzehnte eine weiterhin sehr geringe Arbeitslosigkeit präsentieren, weil es hierzulande anders als in vielen anderen Ländern das Instrument der Kurzarbeit gibt. Zählt man diesen Ersatz für die Arbeitslosigkeit nicht zur offiziellen Arbeitslosenquote hinzu, dann kommt der deutsche Arbeitsmarkt derzeit ganz wunderbar durch die Coronakrise und den zweiten Lockdown.

Im November ist die offizielle Arbeitslosigkeit gemäß heute veröffentlichten Daten sogar rückläufig. Im Monatsvergleich sinkt sie von 2,76 auf 2,70 Millionen arbeitslose Personen. Die offizielle Arbeitslosenquote sinkt von 6,0 Prozent auf 5,9 Prozent. Gegenüber November 2019 steigt die Arbeitslosigkeit um 519.134 Personen an (Quote damals 4,8 Prozent). Die tatsächliche Arbeitslosigkeit (ohne Kurzarbeit) namens „Unterbeschäftigung“ sinkt von 3,56 auf 3,52 Millionen, oder von 7,6 Prozent auf 7,5 Prozent.

Kurzarbeit steigt

Tja, die zweite Corona-Welle und der „sanfte Lockdown“ beschert dem Arbeitsmarkt auf den ersten Blick keine Verschlechterung, dafür aber der Kurzarbeit. Letztlich in der Realität arbeitslos, werden viele Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie „geparkt“ als Kurzarbeiter. Laut heutiger Aussage der Bundesagentur für Arbeit wurde im Zeitraum vom 1. bis einschließlich 25. November für 537.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vormonat erklärt sich laut der Bundesagentur mit dem seit Anfang November bestehenden Teil-Lockdown.

Endgültige Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit stehen bis September zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im September für 2,22 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergelds hat nach dem bisherigen Höchststand im April mit knapp 6 Millionen sukzessive abgenommen. Das ifo-Institut hatte gestern zum Thema Kurzarbeit im November berichtet. Demnach steige die Kurzarbeit spürbar an. Der Anteil der Firmen mit Kurzarbeit ist demnach im November erstmals seit Monaten wieder angestiegen, und zwar von 24,8 Prozent im Oktober auf 28,0 Prozent im November. Die Bundesagentur für Arbeit sagt zu den Zahlen heute im Wortlaut:

Der Arbeitsmarkt hat auf die Einschränkungen im November reagiert – glücklicherweise aber im Moment nicht mit einer Zunahme von Entlassungen. Allerdings sind die Betriebe wieder zurückhaltender bei der Personalsuche und haben im November wieder für deutlich mehr Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt.

Grafik zeigt aktuelle Details aus November zum deutschen Arbeitsmarkt

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone November: Deflation den vierten Monat in Folge!

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse wird zusammengepresst

Soeben hat Eurostat als Vorabschätzung die Verbraucherpreise der Eurozone für den Monat November veröffentlicht. Im Jahresvergleich ist es ein Wert von -0,3 Prozent nach ebenfalls -0,3 Prozent im Oktober. Erwartet für heute wurde eine Veränderung von -0,2 Prozent. Damit erlebt die Eurozone (basierend auf dem Modell des Harmonisierten Verbraucherpreisindex) den vierten Monat in Folge Deflation! Dies hängt natürlich auch mit der seit Juli geltenden Mehrwertsteuersenkung in Deutschland zusammen, welche in vier Wochen wieder rückgängig gemacht wird.

Man sieht: Die Preissteigerung bei Lebensmitteln bleibt relativ konstant mit +1,9 Prozent. Ebenfalls ändern sich die Verbraucherpreise im Negativen auch relativ konstant. Die Energiepreise sinken um 8,4 Prozent – das sind ähnlich hohe negative Werte wie in den Vormonaten. Wie gesagt, ab Januar könnte der Gesamtschnitt wieder Richtung Null-Linie tendieren mit den steigenden deutschen Mehrwertsteuersätzen.

Datenblatt zeigt aktuelle Verbraucherpreise in der Eurozone

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Europa

Verbraucherpreise im November: Dritter Monat in Folge Deflation

Claudio Kummerfeld

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Kartoffel mit Löffel und Münzen

Soeben hat das Statistische Bundesamt vorab die Verbraucherpreise für den Monat November veröffentlicht. Im Jahresvergleich sind sie mit -0,3 Prozent den dritten Monat in Folge deflationär (Vormonate jeweils -0,2 Prozent im Jahresvergleich). Erwartet für heute waren ein Minus von 0,1 Prozent. Die Inflationsrate ist unter anderem durch die seit 1. Juli 2020 geltende Mehrwertsteuersenkung beeinflusst, wie die Statistiker in ihrer Headline-Mittelung erwähnen. Hier die Daten im Detail:

Datenblatt zeigt Veränderungen der Verbraucherpreise im Detail

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