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Verbraucherpreise Eurozone Oktober – Energie zieht den Durchschnitt weiter nach unten

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Die Verbraucherpreise für die Eurozone für den Monat Oktober wurden soeben in ihrer ausführlichen Fassung veröffentlicht. Sie steigen wie erwartet um 0,7% nach 0,8% im September. Die Steigerungsrate wird immer schwächer! Die Energiepreise innerhalb der Verbraucherpreise ziehen den Gesamtschnitt brutal nach unten. Energie liegt bei -3,1% im Jahresvergleich, nach -1,8%, -0,6% und +0,5% in den Vormonaten. Lebensmittel können den Schnitt ein wenig stabilisieren mit +1,5%. Italien liegt in der Gesamtrate nur noch bei 0,2%, und Griechenland sogar schon bei -0,3%. Hier weitere Details von Eurostat im Wortlaut:

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Zypern (-0,5%), Griechenland (-0,3%) und Portugal (-0,1%) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Rumänien (3,2%), Ungarn (3,0%) und der Slowakei (2,9%) gemessen. Gegenüber September ging die jährliche Inflationsrate in fünfzehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in acht unverändert und stieg in fünf an. Im Oktober kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Dienstleistungen (+0,69 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,29 Pp.), Industriegütern ohne Energie (+0,07 Pp.) sowie Energie (-0,32 Pp.).

Verbraucherpreise Eurozone

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Europa

Exporte im Oktober höher als im Vorjahr – ein erstaunliches Lagebild

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Eine erstaunliche Lage zeichnet zeigt sich im September und Oktober im deutschen Außenhandel. Die deutsche Industrie, die extrem exportlastig ist, steckt derzeit in einer massiven Rezession. Die Auftragseingänge und die tatsächlichen Umsätze liegen dramatisch unter den Niveaus des Vorjahres, wie auch jüngste offizielle Daten zeigen. Daher müssten eigentlich auch die deutschen Exporte für den Monat Oktober niedriger sein als im Monat Oktober 2018? Aber nein. Wie das Statistische Bundesamt heute früh meldet, liegen die Exporte um 1,9% höher als im Oktober 2018 (schon im September gab es ein erstaunliches Plus von 4,6%). Die Importe fallen um 0,6%.

Die deutsche Außenhandelsbilanz schloss im Oktober 2019 mit einem Überschuss von 21,5 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2018 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +18,7 Milliarden Euro betragen. Ganz eindeutig zeigt sich aus den Details: Der Anstieg der Exporte rührt her aus besseren Geschäften mit Handelspartnern außerhalb der EU! Zitat Statistisches Bundesamt:

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Oktober 2019 Waren im Wert von 70,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 55,2 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Oktober 2018 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 0,1 %, die Importe aus diesen Ländern nahmen um 0,2 % ab. In die Länder der Eurozone wurden im Oktober 2019 Waren im Wert von 43,8 Milliarden Euro (-0,9 %) exportiert und Waren im Wert von 35,5 Milliarden Euro (+0,1 %) aus diesen Ländern importiert. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Oktober 2019 Waren im Wert von 26,2 Milliarden Euro (+1,7 %) exportiert und Waren im Wert von 19,6 Milliarden Euro (-0,7 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Oktober 2019 Waren im Wert von 49,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 42,8 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Oktober 2018 nahmen die Exporte in die Drittländer um 4,6 % zu, die Importe von dort sanken um 1,0 %.

Exporte und Importe im Oktober

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Industrieproduktion in Deutschland: Katastrophaler Rückgang!

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Das Statistische Bundesamt hat soeben die Daten zur Industrieproduktion (Produktion im Produzierenden Gewerbe) für den Monat Oktober veröffentlicht. Sie ist im Vergleich zu Oktober 2018 um 5,3% rückläufig (im Vormonat waren es -4,5%). Die meisten großen Presseorgane achten auf den Monatsvergleich, also von September zu Oktober 2019. Hier gibt es ein kräftiges Minus von 1,7%, obwohl ein Plus von 0,1% erwartet wurde. Gestern hatten wir die aktuellsten Auftragseingänge besprochen, die ebenfalls extrem schwach sind mit -5,5% im Jahresvergleich. Also, die kräftige Rezession in der Industrie geht volle Fahrt weiter.

Industrieproduktion als Chart seit 2011

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EU: Einzelhandelsumsätze schwach – Deutschland auch beim BIP in „Abstiegszone“

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Vor wenigen Minuten wurden die Einzelhandelsumsätze aus der Eurozone veröffentlicht: sie fielen mit -0,6% schwächer aus als erwartet (Prognose war -0,5%). Zum Vorjahresmonat stiegen damit die Einzelhandelsumsätze lediglich um +1,4% und damit deutlich weniger als die erwarteten +2,2%.

Dazu wurden der Vormonat September von zuvor +0,1% auf nun -0,2% nach unten revidiert.

Besonders schwach war mit -1,9% Deutschland und Irland – kein gutes Omen für das Weihnachtsgeschäft. Dazu Eurostat:

„Among Member States for which data are available, the largest decreases in the total retail trade volume were registered in Germany and Ireland (both -1.9%) and Finland (-1.2%). The highest increases were observed in Portugal (+2.1%), Poland (+0.9%), Belgium and Romania (both +0.8%).“

Die Einzelhandelsumsätze im Oktober waren schwach

Das BIP der EU fiel in der letzten Veröffentlichung mit +0,2% aus wie erwartet. Auch hier: Deutschland in Sachen Wachstum in der „Abstiegszone“, während die mittelosteuropäischen Staaten das stärkste Wachstum verzeichnen:

„Among Member States for which data are available for the thirdquarter of 2019, Poland (+1.3%), Hungary (+1.1%) and Estonia (+1.0%) recordedthe highest growth compared with the previous quarter, followed by Bulgaria, Croatia and Slovenia(all+0.8%). The lowest growth was observed in Germany, Italy and Austria (all +0.1%).“

Deutschland ist Schlusslicht beim BIP

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