Europa

Verbraucherpreise März: Nahrungsmittel +2,9%, Butter +27%, Äpfel +31%

Schaut man sich an, welche Verbraucherpreise über dem Schnitt liegen, dann muss man sagen: Eine tatsächliche Inflation ist bei dem normalen Verbraucher deutlich spürbar, wird aber in der durchschnittlichen Zahl nicht wiedergespiegelt! Wohnungsmieten liegen noch...

FMW-Redaktion

Die deutschen Verbraucherpreise im März steigen wie Anfang des Monats vorab gemeldet um 1,6% im Vergleich zu März 2017, wie heute offiziell vermeldet wurde. Der „Harmonisierte Verbraucherpreisindex“ (HVPI), der für die EZB entscheidend ist, steigt wie erwartet um 1,5%. Wie die letzte Grafik zeigt, schwächt sich der prozentuale Zuwachs der Verbraucherpreise in den letzten Monaten leicht ab.

Preisdämpfer für Verbraucherpreise

Energiepreise verteuerten sich im selben Zeitraum nur noch um 0,5%, und fallen somit als Preistreiber völlig aus. Ebenfalls den Schnitt runterziehen tun die Bereiche Bekleidung mit -0,4%, sowie die Bereiche Verkehr und Gesundheit mit jeweils nur +1,2%.

Preistreiber für Verbraucherpreise

Schaut man sich an, welche Verbraucherpreise über dem Schnitt liegen, dann muss man sagen: Eine tatsächliche Inflation ist bei dem normalen Verbraucher deutlich spürbar, wird aber in der durchschnittlichen Zahl nicht wiedergespiegelt! Wohnungsmieten liegen noch genau auf dem Schnitt von 1,6%. Hotelübernachtungen stiegen im Preis um 2,3%. Alkohol und Tabak legen um 3,7% zu, und entscheidend: Nahrungsmittel verteuern sich insgesamt um 2,9%! Darunter fallen zum Beispiel Butter mit +27%, Äpfel mit +31% und Sahne mit +37%. Hier weitere Details im Wortlaut vom Statistischen Bundesamt:

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich von März 2017 bis März 2018 um 2,9 %. Der Preisanstieg binnen Jahresfrist hat sich damit im März 2018 wieder verstärkt (Februar 2018: + 1,1 %). Teurer als ein Jahr zuvor waren im März 2018 vor allem Speisefette und Speiseöle (+ 14,9 %), Molkereiprodukte und Eier (+ 10,4 %) sowie Obst (+ 7,4 %). Preisrückgänge gab es hingegen bei fast allen Gemüsesorten, dadurch gingen die Preise für Gemüse insgesamt um 6,6 % zurück. Dieser Preisrückgang war – wie bereits im Februar 2018 – auch durch die hohen Gemüsepreise vor einem Jahr bedingt.

Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich im März 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um + 1,4 %. Neben dem Preisanstieg bei Nahrungsmitteln (+ 2,9 %) verteuerten sich einige Waren binnen Jahresfrist deutlicher, insbesondere Zeitungen und Zeitschriften (+ 4,8 %), Tabakwaren (+ 4,5 %) und Bier (+ 3,5 %). Günstiger hingegen wurden zum Beispiel Geräte der Unterhaltungselektronik (− 3,9 %) und Informationsverarbeitungsgeräte (− 3,5 %).

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im März 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 % und damit stärker als die Preise für Waren. Bedeutsam für die Preiserhöhung bei Dienstleistungen waren die Nettokaltmieten (+ 1,6 % gegenüber März 2017), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Noch etwas stärker verteuerten sich binnen Jahresfrist zum Beispiel Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+ 3,2 %), Pauschalreisen (+ 3,2 %) sowie Dienstleistungen für Verpflegung in Restaurants, Cafés und Straßenverkauf (+ 2,2 %). Günstiger für die Verbraucher waren hingegen unter anderem Telekommunikationsdienstleistungen (− 0,7 %).

Verbraucherpreise März

Verbraucherpreise März Gruppen

Verbraucherpreise Verlauf



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

2 Kommentare

  1. „dem normalen Verbraucher “

    aha, „normale“ Verbraucher konsumieren also ausschließlich Lebensmittel…

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage