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Europa

Verbraucherpreise im November: Weiterer Anstieg pausiert erst mal

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Die deutschen Verbraucherpreise sind im November im Jahresvergleich um 2,3% gestiegen. Das zeigt die aktuelle Vorabschätzung, die aber stets Mitte des Monats bestätigt wird. Die Erwartungen lagen bei 2,4% (Vormonat 2,5%). Damit ist der stetige Anstieg erst einmal gestoppt. Dennoch: Zumindest für Deutschland verfestigt sich schon seit Monaten eine Inflation über 2,0%, womit wir hierzulande das Inflationsziel der EZB überschritten haben (2,0% oder knapp darunter). Nach wie vor pushen die Energiepreise (+9,3% nach 8,9% im Oktober) den Schnitt nach oben. Die Steigerung bei Nahrungsmitteln liegt nur noch bei 1,4%, wo sie noch vor ein paar Monaten über 3% lag.

Verbraucherpreise

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Europa

Das Jobwunder in Deutschland – sorgt die Automobilindustrie für ein Ende des Jobaufbaus?

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In vielen europäischen Ländern reibt man sich verwundert die Augen, angesichts der Daten auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Nachdem die deutsche Arbeitslosigkeit seit den 1980-er-Jahren in Wellenbewegungen eigentlich stetig gestiegen war bis zum Höhepunkt im Jahre 2005, ist diese seither stetig gefallen. Von 4,9 Millionen im Jahr 2005, also vor der Finanzkrise (im Zuge des Finanzschocks 2008 ist diese trotzdem weiter gefallen), bis auf aktuell unter 2,4 Millionen. Oder anders ausgedrückt, von 11,7% auf 5,3%. Doch jetzt ziehen dunkle Wolken am Himmel auf und diese werden ausgerechnet vom Paradepferd der deutschen Wirtschaft, der Automobilindustrie, generiert.

 

Der große Umbruch in der Automobilindustrie

Das große Thema im Kfz-Bereich ist, neben dem Skandalthema Dieselmanipulation, die Revolution (oder Evolution?) in den Antriebssystemen, Stichwort Elektroantrieb. Gerade hier macht der Volkswagenkonzern „Nägel mit Köpfen“, mit allerdings bedeutsamen Folgen: Der Wegfall vieler Stellen bei den großen Automobilherstellern.

Allein bei Volkswagen sind es bis zu 16000 Stellen, die in den kommenden Jahren wegfallen sollen, bei Audi über 13000 und bei Ford Deutschland 5000. Einzig BMW sprach bisher von anspruchsvollen Herausforderungen, nach der heutigen Gewinnwarnung dürften derartige Pläne aber bald folgen.

Da die Automobilindustrie sehr viele Zulieferer nährt, wird dies im Bereich dieser Firmen, oft aus M-Dax und S-Dax, zu einem spürbaren Kahlschlag kommen. Hier seien nur der Kabelspezialist Leonie und Scheffler genannt, die 2000, bzw. 1000 Stellen abbauen wollen. Die Meldungen über Sparprogramme und Stellenkürzungen aus der Branche sorgen mittlerweile fast täglich für Schlagzeilen.

Die genannten Zahlen könnten nur der Anfang sein, denn schließlich wurden in der Vergangenheit bis zu einem Drittel der Gewinne dieser Schlüsselindustrie in China erwirtschaftet und von dort kommt derzeit keine Gewissheit, dass das konjunkturelle Tal der Tränen schon bald durchschritten ist. Hinzu kommt, dass die chinesische Führung voll auf Elektroantrieb setzt und da könnten die deutsche Autohersteller gar nicht so schnell liefern, selbst wenn sie es wollten.

 

Fazit

Insgesamt betrachtet, setzt sich eine Entwicklung in Gang, die man wegen des großen Themas Digitalisierung sowieso schon befürchtet hatte, allerdings eher von anderen Berufssparten ausgehend.

 

Von Mathias Bigge – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2551222

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Europa

Erzeugerpreise stabil mit +2,6% – Gott sei dank gab es den Ölpreis-Absturz!

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Wie meinen wir das? Warum gab es „Gott sei dank“ den Ölpreis-Absturz vor wenigen Monaten? Erstmal zu den harten Fakten. Um 2,6% sind die Erzeugerpreise von Februar 2018 bis Februar 2019 in Deutschland gestiegen, wie die Statistiker aktuell vermelden. Damit bleibt die Teuerung beim wichtigsten Frühindikator für die Verbraucherpreise (Inflation) recht stabil nach 2,6% im Januar, 2,7% im Dezember und 3,3% im November.

Energieprodukte insgesamt (Öl, Gas, Strom) verteuerten sich im Februar um 7,5%, und sind somit Preistreiber bei den Erzeugerpreisen. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise um 1,3% höher als im Februar des Vorjahres. Aber jetzt schaue man sich bitte die folgende Grafik an, die bis ins Jahr 2014 zurückreicht. Zwar sind die Erzeugerpreise für Öl (hellblau) ganz aktuell gestiegen, aber in den Vormonaten drastisch eingebrochen. Gleichzeitig sind die Strompreise (dunkelblau) seit zwei Jahren massiv am Ansteigen. Fazit: Ohne die zuletzt schwächelnden Ölpreise hätten die Strompreise den Gesamtschnitt bei den Erzeugerpreisen wohl drastisch hochgezogen!

Erzeugerpreise

Hier weitere Details zu den ganz aktuellen Zahlen vom Statistischen Bundesamt im Wortlaut:

Investitionsgüter und Gebrauchsgüter waren im Februar 2019 jeweils um 1,6 % teurer als im Februar 2018 (beide +0,1 % gegenüber Januar 2019).

Vorleistungsgüter waren im Februar 2019 um 1,1 % teurer als im Februar 2018. Gegenüber dem Vormonat Januar 2019 fielen die Preise leicht um 0,1 %. Einen besonders hohen Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat wies Getreidemehl mit einem Plus von 11,9 % auf. Zeitungsdruckpapier kostete 9,3 % mehr, Futtermittel für Nutztiere 8,4 %. Billiger als ein Jahr zuvor waren vor allem Blei, Zink, Zinn und Halbzeug daraus (-14,0 %), Sekundärrohstoffe (-7,6 %) sowie elektronische integrierte Schaltungen (-5,9 %).

Verbrauchsgüter waren im Februar 2019 um 0,8 % teurer als im Februar 2018. Im Vergleich zum Vormonat Januar 2019 stiegen diese Preise geringfügig um 0,1 %. Nahrungsmittel waren 0,5 % teurer als im Februar 2018 (unverändert gegenüber Januar 2019). Verarbeitete Kartoffeln kosteten 15,8 % mehr als ein Jahr zuvor, Backwaren 3,4 % mehr. Billiger waren insbesondere Zucker (-18,2 %), Frucht- und Gemüsesäfte (-4,5 %), Milch (-4,1 %) und Kaffee (-3,4 %).

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Europa

Aktuell: Wichtige Wirtschaftsdaten aus Großbritannien

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Ganz frisch kommen wichtige Wirtschaftsdaten aus Großbritannien auf den Tisch. Hier die wichtigsten Eckpunkte.

Verbraucherpreise Februar im Jahresvergleich +1,9% (erwartet +1,8%).

Einfuhr-Erzeugerpreisindex Februar im Jahresvergleich +3,7% (erwartet +4,3%).

Einzelhandelspreise Februar im Jahresvergleich +2,5% (erwartet +2,5%).

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