Europa

Verbraucherpreise: 7,9 Prozent Rekordanstieg – Lebensmittel +11,1 Prozent!

Die Verbraucherpreise für den Monat Mai steigen laut aktueller Meldung kräftig an, die Steigerungen bei Lebensmitteln sind deftig!

Brennender Geldschein als Symbol für Inflation

Die deutschen Verbraucherpreise für den Monat Mai wurden soeben vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Im Jahresvergleich steigen sie um 7,9 Prozent nach 7,4 Prozent im April. Für heute war ein Anstieg von 7,6 Prozent erwartet worden. Das ist der stärkste Anstieg der Inflation seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1963. Auffällig: Bei Lebensmitteln sieht man inzwischen einen deutlichen Sprung nach oben mit +11,1 Prozent nach +8,6 Prozent im April und noch 6,2 Prozent im März. Die Verbraucherpreise für Energie verteuern sich um 38,3 Prozent nach 35,3 Prozent im April. Hier dazu der Kommentar der Statistiker im Wortlaut:

Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine sind insbesondere die Preise für Energie merklich angestiegen und beeinflussen die hohe Inflationsrate erheblich. So stiegen die Energiepreise im Mai 2022 um 38,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch die Preise für Nahrungsmittel stiegen mit +11,1 % überdurchschnittlich. Deutliche Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen wirken sich dabei preiserhöhend aus. Hinzu kommen die preistreibenden Effekte unterbrochener Lieferketten infolge der Corona-Pandemie. Ähnlich hoch wie im Mai 2022 war die Inflationsrate in Deutschland zuletzt im Winter 1973/1974, als infolge der ersten Ölkrise die Mineralölpreise ebenfalls stark gestiegen waren.

Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise für Mai



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8 Kommentare

  1. Dann ist der Untergang besiegelt. Ich wandere nach Andalusien aus, denn dort ist alles gut. Während bei uns die Inflation auf 7,9% steigt, ist sie in Spanien auf 8,4% gesunken. Also alles eine Frage der Perspektive.

    https://www.costanachrichten.com/spanien/politik-wirtschaft/spanien-inflation-preise-supermaerkte-arbeitslosigkeit-wachstum-oel-teuer-91521619.html
    https://infos-grancanaria.com/2022/inflation-in-spanien-kratzt-an-der-10-marke-hoechster-wert-seit-1985/
    https://www.boerse.de/konjunktur/inflation-spanien/

  2. Carsten Rehmhardt

    Sis is trennsitorri, verstehst juh?

    1. Prof. Dr. Honigtau

      Wie bereits vor zwei Tagen festgestellt: Die Kommentare haben inzwischen ein erstaunliches inhaltliches und sprachliches Niveau erreicht; fast akademisch.

  3. Finde ich super. Meine Hypothekenschulden (leider viel zu niedrig) verdampfen gerade wie Eis in der Sahara. Das kann ruhig noch zwei bis drei Jahre so bleiben.

  4. Man sollte beachten, dass die Sozialabgaben für einen Lohnempfänger in Spanien nur etwa 1/3 so hoch sind wie in Deutschland.9
    Und Rentner keine Krankenkassenbeiträge zahlen. müssen.
    Was sich natürlich positiv auswirkt, wenn ermittelt werden soll, was von einer Lohnerhöhung und Rentenerhöhung wirklich hängen bleibt.
    Wer sei Erspartes in den goldenen Inflationsschutz investiert hat, konnte in der letzten 12 Monaten (in Euro)10 % Inflationsausgleich *netto* verbuchen, und in diesem Jahr schon etwa 7,5%.
    Aber ich denke, wenn es richtig knallt, dann geht es auch 20 oder mehr Prozent nach unten.
    Warten wir mal den Herbst und Winter ab.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut, soweit mir bekannt ist, wird die Teuerungsrate unabhängig von den Sozialabgaben berechnet. Jedem Leser weltweit ist inzwischen klar, dass Sie den ultimativ optimalen Weg für sich persönlich gewählt haben. Gratulation dafür, toll gemacht, Ihre persönliche Entscheidung.
      Aber warum fällt es Ihnen so schwer zu akzeptieren, dass andere Menschen völlig andere Wege beschreiten? Warum glauben Sie, dass Ihr Weg der einzig wahre für andere Menschen ist?

      Viele Grüße aus der Arktis leftutti

      1. Man sollte wissen, dass eine Lohnerhöhung von z. B. 10 %
        netto, niedriger ausfällt, wenn davon etwa 18 % Sozialabgaben abgezogen werden, als wenn nur etwa 6 % abgezogen werden.
        Ja, jeder kann, und sollte es auch so machen wie er es persönlich für richtig hält.
        Deshalb lebe ich auch in Andalusien.
        Den Weg den ich gegangen bin können nur Wenige gehen, denn es kann Jeder so leben, aber eben nicht Alle.

        Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  5. Während die hochgebildete Finanzelite noch rätselt ob Rezession angesagt ist oder nicht sage ich, das R“ Wort ist sonnenklar. Denn um 7% höhere Lebensmittelkosten und steigende Energiekosten auszugleichen müssten die Bürger ab sofort mindestens 10 bis 15% netto mehr in der Lohntüte haben, denn höhere Einkommen müssen ja noch versteuert werden und die Progression frisst auch noch mit.Es bleibt nur noch das HELIKOPTERGELD. Es muss entschieden werden ob die 10 noch funktionierenden Helikopter für die Ukraine oder fürs Geldverteilen eingesetzt werden.Russland präsentiert gerade Rekordeinnahmen von Gas.Schade nur dass Alles von den naiven Sanktionierern bezahlt wird. Anscheinend benutzt der böse Vladi auch Lebensmittel als Waffe. Da staune ich, dass ich am Radio höre ,dass an der Grenze zur EU Hunderte von Lastwgen mit Weizen beladen tagelang wegen der EU Bürokratie auf die Abfertigung warten.

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