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Europa

Verbraucherpreise mau – Öl bestimmt, kurzfristig deutliche Schwäche

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Die Verbraucherpreise in Deutschland für Januar wurden nach der Vorabmeldung am 30. Januar vor wenigen Minuten endgültig mit +1,4% im Jahresvergleich bestätigt. Im Dezember waren es noch +1,6%. Heftig ist die Monatsveränderung nur von Dezember auf Januar von -0,8%. Das ist wirklich ein kräftiger Rückgang!

Die Abschwächung des Ölpreises ist maßgeblich. Die Energiepreise lagen im Januar 2019 um 2,3 % höher als im Januar 2018. Der Preisanstieg der Energie hat sich damit weiter verringert (Dezember 2018: +4,9 %; November 2018: +8,7 %). Das zeigt einmal mehr deutlich, dass die Inflation nicht durch die EZB, sondern durch Öl beeinflusst wird. Zwischen einzelnen Produktgruppen im Inflations-Warenkorb gibt es deutliche Unterschiede. Zitat Statistisches Bundesamt:

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich von Januar 2018 bis Januar 2019 um 0,8 %. Der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln lag damit unterhalb der Gesamtteuerung. Teurer binnen Jahresfrist wurde vor allem Gemüse (+6,3 %). Auch für einige andere Nahrungsmittelgruppen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher mehr bezahlen (zum Beispiel Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte: +2,4 %; Brot und Getreideerzeugnisse: +1,7 %). Günstiger waren im Januar 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat insbesondere Obst (-5,1 %) sowie Molkereiprodukte (-1,3 %).

Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich im Januar 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 %. Die Preise für Dienstleistungen insgesamt stiegen mit 1,4 % im gleichen Zeitraum etwas stärker. Unter den Waren verteuerten sich neben der Energie (+2,3 %) und den Nahrungsmitteln (+0,8 %) unter anderem Zeitungen und Zeitschriften (+4,9 %) sowie Bier und Tabakwaren (jeweils: +3,0 %). Andere Waren wurden hingegen günstiger, zum Beispiel Telefone (-8,3 %), Geräte der Unterhaltungselektronik (-5,9 %) und Informationsverarbeitungsgeräte (-5,3 %). Bedeutsam für die Preisentwicklung der Dienstleistungen war die Preiserhöhung bei Nettokaltmieten (+1,5 %), da private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben dafür aufwenden. Stärker verteuerten sich zum Beispiel Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+4,4 %), Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,0 %) sowie Gaststättendienstleistungen in Restaurants, Cafés und Straßenverkauf (+2,2 %).

Verbraucherpreise

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Europa

Bauboom hält an, aber: Genehmigungen neuer Wohnungen rückläufig

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Der Bauboom in Deutschland läuft insgesamt weiter auf vollen Hochtouren, wie vor wenigen Tagen frisch veröffentlichte Daten zum gesamten Baugewerbe zeigen. Aber schaut man nur auf den Wohnungsbau, so scheint das Wachstum einzuschlafen. Ist die Kapazitätsgrenze der Branche inzwischen wirklich erreicht, und nach oben geht einfach nichts mehr?

Oder schlafen private und öffentliche Wohnungsbauunternehmen ein bei dem Bemühen ihre Neubauzahlen immer weiter zu steigern? Das ist schwer zu sagen. Vielleicht ein Mix aus beiden Faktoren? Schon vor einem Monat berichteten wir über einen Rückgang der Genehmigung neuer Wohnungen für den Zeitraum Januar-Februar im Jahresvergleich. Da gingen die Genehmigungen für „normale Wohnungen in Wohnblöcken“ (Wohngebäude mit 3 oder mehr Wohnungen) um 3,2% zurück.

Heute vermelden die offiziellen Statistiker für Januar-März im Jahresvergleich einen Rückgang von 4,4% bei den Wohnblocks mit 3 oder mehr Wohnungen. Alle Baugenehmigungen für Wohnungen gehen um 2,8% zurück. Aber da sind zum Beispiel auch Flüchtlingswohnheime enthalten (-29,8%). Mit +2,3% legen aktuell nur die Genehmigungen für Einfamilienhäuser noch zu. Sonst sind alle anderen Kategorien im Minus. Der Bauboom geht weiter, nur halt nicht mehr beim Wohnungsbau.

Zum Vergrößern bitte die folgende Grafik anklicken.

Die Statistiker im Wortlaut:

Von Januar bis März 2019 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 75 600 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 2,8 % weniger Baugenehmigungen als im Vorjahreszeitraum. Die Genehmigungen galten sowohl für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden. In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis März 2019 rund 65 700 Wohnungen genehmigt. Dies waren 3,4 % oder 2 300 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Gestiegen ist ausschließlich die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser (+2,3 %). Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser sank dagegen um 4,0 % und die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser um 4,4 %.

Bauboom in Deutschland
Foto: High Contrast Creative Commons Attribution 3.0 Germany

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Europa

Erzeugerpreise: Ohne Öl und Stromerzeugung mehr als mau

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Die deutschen Erzeugerpreise sind im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,5% gestiegen. Damit bleibt die prozentuale Steigerungsrate nun seit fünf Monaten sehr stabil mit Werten zwischen 2,4% und 2,7%. Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass die Erzeugerpreise für Energieprodukte maßgeblich zu der Steigerungsrate beitrugen (also wie bereits in den Vormonaten). Sie stiegen um 6,6% – ohne sie wären die Erzeugerpreise nur um 1,3% gestiegen.

Was im Headline-Text der Statistiker nicht explizit erwähnt wird: Innerhalb der Erzeugerpreise für Energie steigen die Preise für Strom sogar um 10,8%. Also: Ohne Stromerzeugung hätten wir vermutlich eine Gesamtsteigerung von unter 1% gesehen? Die Grafik (seit 2014) zeigt es doch recht deutlich, wie sehr die Preissteigerungen des produzierenden Gewerbes vom Energiesektor abhängen. Die Strompreise sieht man als dunkelblaue Linie, die Mineralöl-Preise als blaue Linie. Ohne die beiden läge der Schnitt (rot) wohl deutlich näher an der Null-Linie.

Erzeugerpreise

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Europa

Eurozonen-Verbraucherpreise jetzt auf 1,7% gesprungen

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Die endgültigen Eurozonen-Verbraucherpreise für den Monat April wurden soeben veröffentlicht. Im Jahresvergleich steigen sie um 1,7% nach 1,4% im März. Die „Kernrate“ ohne Lebensmittel und Energie liegt bei 1,3%.

Die Energiepreise steigen mit +5,3% unverändert zum März. Die Dienstleistungen steigen aber stark an mit +1,9% nach +1,1% im März. Sie ziehen den Schnitt nach oben.

Hier Eurostat mit weiteren Details:

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Kroatien (0,8%), Dänemark und Portugal (je 0,9%) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Rumänien (4,4%) und Ungarn (3,9%) gemessen. Gegenüber März 2019 ging die jährliche Inflationsrate in sechs Mitgliedstaaten zurück, blieb in zwei unverändert und stieg in neunzehn an. Im April 2019 kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Dienstleistungen (+0,86 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Energie (+0,51 Pp.), Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,29 Pp.) sowie Industriegütern ohne Energie (+0,06 Pp.).

Supermarkt - Eurozonen-Verbraucherpreise
Beispielfoto für Supermarkt-Einkauf. Foto: Tiia Monto CC BY-SA 4.0

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