Das US-Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (November), das stark beachtet wird auch wegen der Erwartungen der Konsumenten zur Inflation (hinzu kommt der aktuelle Daten-Mangel aufgrund des government shutdowns), ist mit 50,3 Punkten deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 53,0, Vormonat war 53,6).
Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 52,3 (Prognose war 59,2; Vormonat war 58,6).
Die Konsumentenerwartung liegt bei 49,0 (Prognose 50,3; Vormonat war 50,3).
Erwartungen zur Inflation:
1 Jahr: Von 4,6% jetzt auf 4,7%.
5 Jahre: Von 3,9% jetzt auf 3,6%.
Dazu schreibt Joanne Hsu, die die Umfrage verantwortet (eigene Übersetzung):
„Die Verbraucherstimmung sank im November um etwa 6 %, was vor allem auf einen Rückgang von 17 % bei den aktuellen persönlichen Finanzen und einen Rückgang von 11 % bei den für das kommende Jahr erwarteten Geschäftsbedingungen zurückzuführen ist. Angesichts des seit über einem Monat andauernden Stillstands der Bundesregierung äußern die Verbraucher nun ihre Besorgnis über mögliche negative Folgen für die Wirtschaft. Der Rückgang der Stimmung in diesem Monat war in der gesamten Bevölkerung zu beobachten, unabhängig von Alter, Einkommen und politischer Zugehörigkeit. Eine wichtige Ausnahme: Verbraucher mit den größten Aktienbeständen verzeichneten einen bemerkenswerten Anstieg der Stimmung um 11 %, unterstützt durch die anhaltende Stärke der Aktienmärkte. Die Interviews für diese Veröffentlichung wurden vor den Wahlen am Dienstag abgeschlossen.
Die Inflationserwartungen für das kommende Jahr stiegen von 4,6 % im letzten Monat auf 4,7 % in diesem Monat und blieben damit deutlich unter den Werten vom Mai, als die ersten Ankündigungen zu den großen Zolländerungen gemacht wurden. Die langfristigen Inflationserwartungen gingen von 3,9 % im letzten Monat auf 3,6 % im November zurück. Diese Erwartungen liegen nun unter dem Mittelwert zwischen den Werten vom Vorjahr und dem Höchstwert für 2025 vom April.“
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