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Aktueller Offener Brief an EU-Kommission Verbrenner-Aus muss weg – Autoindustrie rebelliert gegen EU

Die europäische Autoindustrie appelliert endlich geschlossen gegen das Verbrenner-Aus der EU ab 2035. Hier dazu die aktuellen Aussagen.

EU-Flagge
Foto: Gpointstudio-Freepik.com

Das Verbrenner-Aus tritt im Jahr 2035 in Kraft. Und schon seit geraumer Zeit fragt man sich nach massivem Anpassen, Opportunismus und falscher Höflichkeit: Wo bleibt der Aufschrei der Autoindustrie in Europa? Und jetzt, wo vielen Herstellern das Wasser bis zum Halse steht, wo E-Auto-Projekte den Bach runtergehen (diese Woche erst bei Porsche) – da kämpfen Hersteller wie Mercedes wieder massiv für den Verbrenner. Aber erst heute erleben wir endlich den großen koordinierten Aufschrei der Branche, die Rebellion gegen das katastrophale Verbrenner-Aus, das der Autoindustrie durch Brüssel auferlegt wurde!

Autoindustrie rebelliert geschlossen gegen Verbrenner-Aus

Heute hat der europäische Automobilverband ACEA gemeinsam mit dem Verband der Autozulieferer einen Offenen Brief an die EU-Kommission veröffentlicht. Das Verbrenner-Aus muss weg, so die klare Forderung. Der Brief ist unterschrieben von keinem geringeren als Ola Källenius, der CEO von Mercedes-Benz und Präsident des Verbands ACEA ist.

Als Automobilhersteller und Zulieferer setze man sich dafür ein, dass die EU ihr Netto-Null-Ziel bis 2050 erreicht. Gemeinsam habe man in der Autoindustrie Hunderte neuer Elektrofahrzeugmodelle auf den Markt gebracht und sich verpflichtet, bis 2030 mehr als 250 Milliarden Euro in die grüne Wende zu investieren. Die Autoindustrie in Europa wolle, dass dieser Wandel gelingt – aber man zeigt sich „frustriert über das Fehlen eines ganzheitlichen und pragmatischen politischen Plans für die Transformation der Autoindustrie“. Die EU reguliere derzeit die Hersteller hinsichtlich der Lieferung neuer Fahrzeuge, schaffe jedoch nicht die Voraussetzungen für den Übergang.

Europa ist in Bezug auf die Batterie-Wertschöpfungskette fast vollständig von Asien abhängig, hat eine ungleichmäßige Verteilung der Ladeinfrastruktur, höhere Herstellungskosten – einschließlich Strompreisen – und belastende Zölle von wichtigen Handelspartnern, wie beispielsweise den 15 %igen Zoll auf EU-Fahrzeugexporte in die USA. Wir sollen uns wandeln, während uns die Hände gebunden sind, so die Aussagen der Autoindustrie im Brief an die EU-Kommission.

Infolgedessen sei der Marktanteil von batterieelektrischen Fahrzeugen noch weit von dem entfernt, wo er sein müsste – etwa 15 % bei Pkw, etwa 9 % bei Transportern und 3,5 % bei Lkw. Einige EU-Märkte würden Anzeichen für Fortschritte zeigen, aber ein großer Teil der Kunden sei nach wie vor skeptisch gegenüber dem Umstieg auf alternative Antriebe.

Der europäische Transformationsplan für die Automobilindustrie muss über den Idealismus hinausgehen und die aktuellen industriellen und geopolitischen Realitäten anerkennen, so die Aussage im Brief. Die Einhaltung der strengen CO2-Ziele für Pkw und Transporter für 2030 und 2035 ist in der heutigen Welt einfach nicht mehr realisierbar, so die entscheidende Aussage der Autoindustrie im Brief. Im Klartext: Das Verbrenner-Aus muss weg! Stattdessen müsse der derzeitige CO2-Reduktionspfad im Straßenverkehr neu kalibriert werden, um sicherzustellen, dass er die EU-Klimaziele erfüllt und gleichzeitig die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas, den sozialen Zusammenhalt und die strategische Widerstandsfähigkeit seiner Lieferketten gewährleistet, so die Aussage im Offenen Brief.

Eine erfolgreiche Dekarbonisierung bedeutet laut dem Offenen Brief, über die Ziele für Neufahrzeuge hinauszugehen – sie erfordere die Bekämpfung der Emissionen der bestehenden Flotte, die Ausweitung steuerlicher und kauftechnischer Anreize und die Einführung gezielter Maßnahmen für Lkw und Busse, um die Gesamtbetriebskosten auszugleichen.

Eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik bedeutet laut Verbandsaussage, dass Hersteller und Zulieferer profitabel und wettbewerbsfähig bleiben, um zukünftige Investitionen anzukurbeln und das Automobil-Ökosystem zu stärken. Dazu seien auch einfachere und straffere EU-Vorschriften erforderlich, um Bürokratie abzubauen. Eine erfolgreiche Widerstandsfähigkeit bedeute, Bedingungen für intelligente Investitionen entlang der Wertschöpfungsketten für Batterien, Halbleiter und kritische Rohstoffe zu schaffen. Dazu gehöre auch der Aufbau langfristiger, strategischer Partnerschaften mit zuverlässigen globalen Verbündeten, um Abhängigkeiten zu verringern.

Wenn eine dieser Dimensionen versagt, scheitere der gesamte Übergang. Die bevorstehende Überarbeitung der CO2-Normen für Pkw und Transporter sei eine Gelegenheit, den Kurs zu korrigieren und die dringend benötigte Flexibilität, die industrielle Perspektive und einen marktorientierten Ansatz gesetzlich zu verankern. Es sei mittlerweile klar, dass Strafen und gesetzliche Vorschriften allein den Übergang nicht vorantreiben werden. Technologieneutralität solle das zentrale Regulierungsprinzip sein, das sicherstellt, dass alle Technologien zur Dekarbonisierung beitragen können. Elektrofahrzeuge werden dabei eine Vorreiterrolle einnehmen, aber es müsse auch Platz für Hybride, Range Extender, hocheffiziente Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, Wasserstoff und dekarbonisierte Kraftstoffe geben, so die Verbände in ihrem Brief an die EU-Kommission.

Kommentar

FMW: Damit dürfte der große Kampf eröffnet sein. Autoindustrie gegen grüne Lobby. Meine Meinung dazu: Grünen geht es wie bei der Atomkraft kaum um sinnvolle inhaltliche Debatten, sondern um die großen ideologischen Kampfbegriffe: Atomkraftwerke und Verbrenner-Autos – das ist Teufelszeug, das muss weg. Eine pauschale Ablehnung! Das aus Brüssel orchestrierte Verbrenner-Aus war regelrecht ein Glücksfall für grüne Ideologen. Gestern Abend sah man diese stramme ideologische Marschrichtung auch bei der Grünen. Die leitende Funktionärin Katharina Dröge macht eine nicht vorhandene staatliche Subvention für E-Autos für die Krise der europäischen Autoindustrie verantwortlich – unfassbar, aber wahr! So schrieb sie auf X: Die deutsche Autoindustrie steckt in der Krise – Jobs in Gefahr, weil es kein günstiges E-Auto gibt. Sozial-Leasing für E-Autos im Koalitionsvertrag? Nichts passiert. Merz muss liefern: 100 €/Monat für E-Autos sichert Jobs, macht Mobilität bezahlbar und schützt das Klima.



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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14 Kommentare

  1. Autoindustrie rebelliert – too late Ihr Vollpfosten

  2. Porsche spricht sich dankenswerterweise bereits seit einiger Zeit für Verbrennermotoren, welche mit Sprit betankt werden aus, während Automobilpräsidentin Hildegard Müller weiterhin die E-Mobilität verherrlichte. Der genannte Verbrenner muß zumindest als Option zur Verfügung stehen.

  3. Für mich machen die aktuellen Verbrenner kaum noch Sinn:

    Benzin: Dreizylinder (würg Rasenmäher)
    Harnstoff für Diesel (AGR ist schon grenzwertig)

    Die sind mit ihren Abgasvorschriften so weit, dass es keinen Grund mehr für Verbrenner gibt.

    Würde man stattdessen irgendwie vernünftige Lösungen für Städte finden. Etwa, dass große Fahrzeuge wie SUV da nicht mehr rein dürfen und gleichzeitig Parkzentren mit Umsprung auf die Regios bauen (nur so als genrelle Idee),… dann könnte man eine andere Strategie fahren.

    Weil:

    Diesel haben ja definitiv ihre Berechtigung für lange Strecken. Ob Benziner im vgl zu E noch eine Berechtigung haben, weiß ich nicht aber Diesel und Benzin einfach komplett zu verbieten halte ich für Rückschritt.

    In ein paar Jahren rollen dann die fetten E-SUVs über die Gassen und die verursachen die gleichen Probleme wie die jetzigen SUVs, dann kommen die nächsten Verbote….

    In den Städten rollt und steht zu viel sinnloses Blech, daran ändert auch E rein gar nichts. Viele Städte kämpfen am Limit, Paris ist kennzeichnend.

    Ich will damit sagen, dass es Sinn ergeben würde den Automobilsektor ab- statt aufzurüsten. Leichtere, kleinere Fahrzeuge mit kleinen Dieselaggregaten, die 50% des aktuellen Verbrauchs haben (das gibt es als Prototyp schon lange), stoßen auch nur 50% Schadstoff aus. Und wenn man die Beniziner langfristig weg bekommt, kommts darauf evtl. dann nicht mehr an, da reine Stadfrahrer vermtulich E bevorzugen werden. Dann könnte man auf Suboptimale Lösungen wie AGR und Harnstoff sicherlich verzichten, was die Kisten billiger macht.

    Dass es in der BRD immer noch kein Tempolimit gibt ist kennzeichnend für genau diesen Konflikt, dem auch die Gründen meisterhaft aus dem Weg gehen. Die sture Weigerung das Richtige zu tun und die Automobilindustrie voll dabei. Ein Tempolimit auf Autobahnen ist eines der größten Argumente dafür, keinen 300PS Wagen zu kaufen. NOch nicht mal 150PS machen Sinn, für Anhänger vielleicht.

    Das würde den Weg eröffnen kleiner zu werden. Wer langsamer und kleiner ist, braucht auch weniger von diesen neuen Supertools, wie Abstandswarner etc…, was wiederum teuer ist, kaputt gehen kann und zusätzich wiegt.

    Will die Automobilindustrie natürlich nicht, die wollen schwer, stark, teuer. Wasch mir den Kittel aber mach mich nicht nass.

    Aktuell bin ich auf dem Stand, dass ich in 10 Jahren vermutlich nur noch H-kennzeichen fahre, weil mich die Technik total annervt.

  4. Jetzt wo man die Exportmärkte China und USA vergessen kann und nur noch die EU bleibt kann man neu denken. Ich denke wir brauchen beide Antriebsarten und der Markt sollte entscheiden wo was gekauft wird. Leider ist das nicht die politische Realität. Die Batterieherstellung durch EU-Unternehmen hat man gegen die Wand gefahren – Politik und Unternehmen. Die Mauer gegen billige chinesische Autohersteller ist löchrig wie ein Schweizer Käse. Nichts funktioniert was man zuletzt gemacht hat. Was Schlussfolgerung daraus die Politik? Weiter so.

  5. Es gibt viele Arten, ein totes Pferd zu reiten. Aber nur eine richtige: Gar nicht. Die deutsche Autoindustrie hat die E-Mobilität verschlafen. Was wollen die jetzt? Ihren Todes(k)ampf verlängern, am besten noch mit staatlichen Beihilfen?

    Der Verbrenner ist tot. Ob nun das Aus in fünf oder zehn Jahren kommt, ist doch egal. Derweil setzt der größte Automarkt der Welt konsequent auf E-Autos.

    Das Ende wird sein: China sitzt locker in den Startlöchern und fängt an, seine E-Autos in den Rest der Welt zu exportieren. Und in fünf Jahren wundern sich die Europäer, warum in aller Welt chinesische Autos fahren.

    Man fragt sich, welches Gras die Manager der Autoindustrie täglich rauchen, nur um die Realität nicht wahrzunehmen.

    1. @Geisterfahrer, das „tote Pferd“ wirft immerhin noch 540 Mrd. € Umsatz pro Jahr ab. Ebit-Marge zwar rückläufig, aber durchschnittlich immer noch bei 6.3%. Die deutsche Autoindustrie wäre ziemlich dumm, ihrem Vorschlag zu folgen und dieses Geschäft einfach kampflos abzugeben. Die Hausaufgaben lauten: Produktivität steigern und Innovation vorantreiben.

      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/160479/umfrage/umsatz-der-deutschen-automobilindustrie/

    2. @X
      Dann erklär mir mal, warum die Autobauer in der Krise sind. Warum sind innerhalb eines Jahres rund 51.500 Stellen verloren gegangen – das entspricht fast sieben Prozent der Arbeitsplätze? Also, vor 12 Monaten gab es noch keine Trump-Zölle.

      Kleiner Tipp: Da gibt es ein kleines, „unbedeutendes“ Land, wo 50 % der Autos Stromer sind – und wo VW irgendwann mal Marktführer war. Und Monat für Monat weiter Marktanteile verliert. Und damit alle anderen Autobauer gleich mit.

      Und dann schauen wir uns mal die Steigerungsraten der Exporte an: China +19,3 %, Deutschland +2 %.

      Nun? China steigert seine Exporte. Dreimal darfst du raten, wer der Verlierer ist.

      Innovation heisst: E-Autos. Verbrenner sind tot. Ob nun das Aus in fünf oder zehn Jahren kommt, ist doch egal

      1. @Geisterfahrer, die Erklärung ist simpel, China hat aufgeholt, Technologien kopiert und verbessert, arbeiten mit einer wesentlich niedrigeren Lohnstruktur und grossen Subevntionen. Die deutschen Hersteller haben zu schnell uns zu stark auf E-Mobilität gesetzt, usw. Aber das weisst du vermutlich alles viel besser als ich. Klar ist auch, dass wir noch weiter die Kosten schmerzhaft senken müssen, um wieder besser mitspielen zu können.

        Aber ist aufgeben die richtige Lösung so wie du es andeutest oder lohnt es sich zu kämpfen?
        Die Vergangenheit kann keiner mehr ändern auch wenn du dich noch so sehr aufregst, aber die Zukunft bietet immer noch sehr gute Chancen. Ein Business mit einem Wert von einer halben Billion plus riesigem Zulieferungsgeschäft sollte man nicht so einfach über Bord werfen. Das wird übrigens auch nicht geschehen. Wer aufhört zu kämpfen, der hat schon verloren. Es gibt einfach zu viele Deutsche mit deiner Einstellung, die immer nur das Schlechte und den „Weltuntergang“ sehen. Wir müssen nicht übertreiben wie die Amis, aber uns auch nicht ständig nur schlecht reden. Etwas mehr Haltung und Selbstbewusstsein bitte!

        1. Ich glaube nicht das dass Problem der deutschen Hersteller bei eAutos war zu schnell und zu stark darauf gesetzt zu haben. MMn war das Problem den Dienstwagenkunden angepeilt zu haben und deshalb das falsche Produkt konstruiert zu haben. Hiesige eAutos kosteten etwa 20.000 Euro pro Fahrzeug mehr als vergleichbare Verbrenner, während sie gleichzeitig schneller an Wert verlieren. Wer kauft sich den so ein Fahrzeug, ausser Geld ist kein Argument? Ein Beispiel dafür ist, dass man sehr lange auf die LithiumIonen-Technik bei Batterien gesetzt hat, während alle anderen billigere Materialien nahmen. Der Grund war wohl, weil die teurere Technik eher etwas für Highend-Fahrzeuge ist. Dann hat man so viel Akku wie möglich rein gepackt, um möglichst lange Strecken ohne Laden fahren zu können.

    3. Endlich? Ist ja nicht zu fassen.

  6. Die E-Mobilität ist das tote Pferd. Man hat uns permanent belogen was die Vermeidung von CO2, der Reichweite, den Reperaturkosten, der Haltbarkeit der Akkus usw. angeht. Wer aufmerksam technische Stellungnahmen zum E-Auto gelesen hat, wusste es schon lange, dass das E-Auto lediglich eine Nische bedienen kann. Die Vorstände der Automarken hätten viel früher reagieren müssen. Deshalb gehören sie ohne Bezüge entlassen.

    1. Hier gehen mal wieder die Meinungen sehr weit auseinander. Der eine meint E-Mobilität ist tot, der andere meint der Verbrenner ist tot.
      Lassen wir den Markt bzw. den Käufer entscheiden. Die Hersteller müssen so flexibel sen, dass sie beides zu einem konkurrenzfähigen Preis anbieten können und auch anbieten dürfen.

  7. Das ist doch keine Rebellion. Ich höre mimimi. Es gibt überhaupt keinen Grund, aus irgendeiner Technologie auszusteigen. Das regelt sich nur von selbst, wenn es etwas besseres gibt.
    ALLES ANDERE könnt Ihr vergessen.

    Mir persönlich geht es wie unserem Bären oben: das ganze Gepiepse nervt und unnötiger Firlefanz kommt mir nicht ans Auto. Nur das mit dem Oldtimer fahren wird auch nix, da die EU bereits die Zwangsverschrottung geplant hat.

  8. @Claudio Kummerfeld
    Netter Kommentar: „Grünen geht es wie bei der Atomkraft kaum um sinnvolle inhaltliche Debatten, sondern um die großen ideologischen Kampfbegriffe: Atomkraftwerke und Verbrenner-Autos – das ist Teufelszeug, das muss weg.“

    In zwei bis drei Monaten dürfte sich endlich wieder die alljährliche Dunkelflaute von ein paar Tagen einstellen.
    Endlich wieder zwei Tage Hochsaison für überzeugte Energiewendegegner und deren eigene ideologische Kampfbegriffe, die an restlichen 360 Tagen im Jahr frustriert auf ihre Chance lauern, um hunderte von Ich-habe-immer-schon-davor-gewarnt-Kommentare abzusondern.

    Doch welch bizarre Fakten ereignen sich im Rest des Jahres?
    Quallen stören Betrieb von französischem Atomkraftwerk.
    Zum zweiten Mal innerhalb von weniger als vier Wochen hat ein Quallenschwarm den Betrieb eines Atomkraftwerks in Frankreich massiv beeinträchtigt. Laut EDF wurde der Paluel-Reaktor Nummer 4 ganz heruntergefahren, während Reaktor 3 vorsichtshalber nur mit geringerer Auslastung betrieben wird.
    Wegen höherer Wassertemperaturen durch den Klimawandel haben sich im Ärmelkanal zuletzt sowohl heimische als auch invasive Quallenarten stärker vermehrt. Eine Häufung solcher Vorfälle ist vorprogrammiert.

    Im Binnenland sorgen seit Jahren sinkende Flusspegel und Materialprobleme für vergleichbare Phänomene.
    Das Know-how für die Herstellung, Kalibrierung und den Betrieb der sechseckigen Brennelemente stammt aus Russland, weil der Mutterkonzern Framatome eine Kooperation mit dem russischen Staatskonzern Rosatom unterhält.
    Da ist es sicher nur ein dummer Zufall, dass französische Kernkraftwerke genau dann reihenweise versagten, als in Deutschland unglücklicherweise die russischen Gaspipelines wegen unvorhersehbarer „Wartungsarbeiten“ gedrosselt und am Ende abgestellt werden mussten 😏

    Auf diese glorreiche, zuverlässige Technologiequellen muss die Welt verstärkt bauen! Unbedingt! Ganz frei und technologieoffen! 😂🤣

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